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Veröffentlicht am: 09.02.2026 10:53, Lesezeit: 7 Minuten

Doppelsieg für Elivs Smylie bei den LIV Golf Riyadh

Elivs Smiley sicherte sich den Sieg

Riad, Saudi-Arabien. Cameron Smith, Captain des Ripper Golfclubs der LIV, glaubt, dass sein neuer Teamkollege Elvis Smylie eines Tages der beste Golfer der Welt werden kann. Nachdem der 23-jährige Australier bei seinem LIV-Golf-Debüt mit vier fulminanten Runden den Sieg errungen hat, dürfte der Rest der Liga diese wohl Einschätzung teilen.

Elvis Smylie führt sein Team zum Mannschaftstitel

Smylie krönte seine beeindruckende erste Woche unter den Scheinwerfern der ROSHN Group LIV Golf Riyadh mit einer bogeyfreien 8-unter-64-Finalrunde am Samstag, 07. Februar, und hielt damit den stark aufholenden Jon Rahm um einen Schlag auf Distanz. Er führte die Rippers damit auch zum Mannschaftstitel, sodass die Australier beide Trophäen vor ihrem größten Turnier der Saison, der LIV Golf Adelaide diese Woche, einheimsten.

Wird er der beste Golfer der Welt?

„Es ist ein Traum, der wahr geworden ist“, sagte Smylie, der letzten Monat offiziell zum Team gestoßen ist. „Ich wusste wirklich nicht, was mich diese Woche erwarten würde. Nachts zu spielen ist hier natürlich eine ganz andere Sache. Ich wollte hierherkommen und ein Zeichen setzen. Ich wollte beweisen, dass ich einer der Besten hier bin, und ich habe das Gefühl, dass mir das gelungen ist. Von hier aus kann es nur noch aufwärts gehen.“

Smith stimmt dem voll und ganz zu. „Das Verrückte ist, dass ich immer noch glaube, dass er sich noch stark verbessern kann, was für uns andere eigentlich ziemlich beängstigend ist, denn er hat uns diese Woche alle geschlagen. Ich bin fest davon überzeugt, dass er der beste Golfer der Welt werden kann. Er hat alles, was man dafür braucht. Er muss nur weitermachen wie bisher und sich reinhängen.“

Dank 23 Punkte Aufstieg im Official World Golf Ranking

Mit diesem Sieg erhält Smylie die 23,03580 Punkte, die vom Official World Golf Ranking für den Sieger des LIV-Golf-Turniers dieser Woche vergeben werden. Das OWGR gab Anfang dieser Woche bekannt, dass in dieser Saison bei LIV-Golf-Turnieren Punkte an die Top 10 und Gleichplatzierten vergeben werden. Smylie ging als 134. in die Woche und wird mit diesem Sieg voraussichtlich deutlich aufsteigen

Trotz erhöhter Spielerzahl bewies sich Smylies im Starterfeld

Smylies Siegerergebnis von 24 unter Par ist das niedrigste in der Geschichte der Liga, was möglicherweise auf die Änderung des Formats von 54 auf 72 Löcher zurückzuführen ist. Er schlug auch das größte Feld in der Geschichte von LIV Golf, nachdem die Teilnehmerzahl in dieser Saison von 54 auf 57 Spieler erhöht worden war.

Noch beeindruckender als die bloßen Zahlen war jedoch Smylies großartiges Spiel, insbesondere mit seinem neuen Blade-Putter, mit dem er gleich in der Kategorie „Strokes Gained Putting“ den dritten Platz belegte.

Letztlich brauchte er auch einen heißen Putter auf der Zielgeraden, um sich vom Feld abzusetzen und dann dem letzten Aufbäumen von Rahm, dem Captain der Legion XIII und zweifachen LIV Golf Individual Champion, standzuhalten.

Aufholjagd für Legion XIII Captain Jon Rahm?

Rahm startete mit zwei Schlägen Rückstand auf die beiden Führenden Smylie und Peter Uihlein in den Tag und lag drei Schläge zurück, als Smylie am 12. Loch (Par 4) ein Birdie spielte. Doch der Spanier holte mit Birdies auf fünf seiner letzten sechs Löcher - darunter die letzten vier - schnell auf.

Er erreichte das Grün am 396 Yard langen Par-4-Loch 18, konnte den Eagle-Putt jedoch nicht verwandeln. Dennoch rundete sein letztes Birdie eine bogeyfreie 63er-Runde mit 9 unter Par ab, die niedrigste Runde der Woche, und verkürzte Smylies Vorsprung auf einen Schlag.

Annäherungsschlag an Bahn 18

Smylie war sich dieser knappen Führung jedoch nicht bewusst, bis er seinen Annäherungsschlag am 18. Loch spielte, der ihn an den Rand des Grüns brachte.

„Ich wusste eigentlich gar nicht, dass ich auf dem letzten Grün zwei Putts brauchte“, sagte er. „Ich dachte, ich hätte vor dem 18. Loch zwei Schläge Vorsprung. Aber als ich auf das Grün zuging, sah ich, dass ich nur einen hatte. Also dachte ich mir, ich muss hier alles geben und sicherstellen, dass ich diesen Up-and-Down schaffe.“

Verpasste Chancen bei Saison-Titel-Träger Rahm

Rahm, der bei seinem letzten regulären LIV-Golf-Turnier in Indianapolis im letzten Jahr in der Finalrunde 11 unter Par (60) spielte und sich damit seinen zweiten Saison-Titel in Folge sicherte, nannte sein Versagen beim Birdie am Par-5-Loch 6 und einen schlechten Annäherungsschlag am Par-4-Loch 11 als entscheidende verpasste Chancen. Trotzdem war er zufrieden mit seinem fünften zweiten Platz und seinem 25. Top-10-Ergebnis in 27 LIV-Golf-Auftritten in der regulären Saison.

„Es war eine fantastische Golfrunde mit 9 unter Par“, sagte er. „Elvis hatte einen großartigen Tag und einen Vorsprung von zwei Schlägen. Wenn es überhaupt einen oder zwei Schläge gibt, die ich mir ansehen muss, dann muss ich weiter zurück in die Woche gehen.“

Platz Drei und Vier der LIV Golf Riyadh gehen an Uihlein, Puig, Pieters und Ancer

Uihlein vom RangeGoats Club belegte mit einer 67er-Runde und 21 unter Par den dritten Platz, während David Puig von den Fireballs und Thomas Pieters von den 4Aces mit einer 65er-Runde gemeinsam mit Abraham Ancer vom Torque Golfclub den vierten Platz belegten.

Hartes Duell zwischen den Teams

Der Teamwettbewerb entwickelte sich zu einem Duell zwischen Ripper und Torque. Die Australier legten einen Blitzstart hin, Marc Leishman begann seine Runde mit vier Birdies in Folge; das Team lag nach den ersten sechs Löchern insgesamt 11 unter Par.

Torque konterte mit Ancer, der nach vier Jahren bei den Fireballs sein Debüt für sein neues Team gab, und Sebastián Muñoz, die jeweils 66 Schläge erzielten.

Das drittbeste Einzelrundenergebnis in der LIV

Aber die 64er von Smylie und Lucas Herbert wurden durch Smiths 65 und Leishmans 69 unterstützt, sodass das Team in der vierten Runde ein Ergebnis von 26 unter Par erzielte, das drittbeste Einzelrundenergebnis in der Geschichte der Liga. Rippers Turnierergebnis von insgesamt 69 unter Par ist ein Ligarekord, da sie ihren fünften regulären Saison-Mannschaftstitel mit drei Schlägen Vorsprung gewannen.

Jetzt geht es weiter nach Adelaide.

„Es ist eine wirklich große Chance für uns, ab dieser Woche Schwung aufzunehmen und ihn beizubehalten“, sagte Leishman. „Vor australischem Publikum zu spielen, ist natürlich ein Höhepunkt meines Jahres. Das war in den letzten Jahren so.“

Und nun hat dieses Publikum einen neuen Champion, den es feiern kann.

„Ich wusste, dass er hierherkommen und Großes leisten würde“, sagte Smith über Smylie. „Der Sieg bei seinem Debüt ist ziemlich großartig. Wahrscheinlich sogar wirklich großartig. Ich habe das wahrscheinlich nicht erwartet, aber ich bin super stolz auf ihn.“

Die Spitze der Rangliste am finalen Tag der LIV Riyadh

Einzelwertung Top 10

  • 1 (-24) – Elvis Smylie, Ripper (66-69-65-64)
  • 2 (-23) – Jon Rahm, Legion XIII (67-68-67-63)
  • 3 (-21) – Peter Uihlein, RangeGoats (65-69-66-67)
  • T4 (-20) – Abraham Ancer, Torque (68-69-65-66), Thomas Pieters, 4Aces (70-68-65-65), David Puig, Fireballs (69-67-67-65)
  • 7 (-19) – Thomas Detry, 4Aces (65-69-68-67)
  • 8 (-18) – Sebastián Muñoz, Torque (67-68-69-66)
  • T9 (-17) – Lucas Herbert (75-67-65-64), Branden Grace (69-71-67-64), Byeong Hun An (67-70-67-67)

HINWEIS: Alle Spieler, die in dieser Saison unter den Top 10 (und Gleichplatzierten) landen, erhalten Punkte für die offizielle Golf-Weltrangliste.

Team Top 3

  1. (-69) – Ripper GC (Herbert 64, Smylie 64, Smith 65, Leishman 69; Ergebnis Runde 4: -26)
  2. (-66) – Torque GC (Ancer 66, Muñoz 66, Niemann 68, Ortiz 68; Ergebnis Runde 4: -20)
  3. (-59) – 4Aces GC (Johnson 64, Pieters 65, Detry 67, Tabuena 69; Ergebnis Runde 4: -23)

Vom schlechtesten Ergebnis des Tages zur Überholspur


Am Mittwoch, 04. Februar, startete Lucas Herbert mit einem Ergebnis von 3 über Par (75) und erzielte damit das schlechteste Ergebnis des Tages. In den folgenden drei Runden schoss er 20 unter Par mit Runden von 67-65-64. Nach seinem einzigen Bogey des Tages erzielte er sechs Birdies in den nächsten sieben Löchern und verhalf den Rippers damit zum Mannschaftstitel.

Herbert sagte, er sei stolz darauf, wie er mit der Enttäuschung des ersten Tages umgegangen sei. „Ich habe den Mittwoch nicht zu sehr analysiert, was ziemlich schwierig ist, wenn man das schlechteste Ergebnis des Tages hat“, sagte er. „Aber ich glaube, irgendwo im Hinterkopf wusste ich, dass ich viel besser spielen konnte.“

Sein Ziel nach dem Mittwoch war ein Platz unter den Top 10, und Herbert erreichte dieses Ziel und belegte gemeinsam mit Branden Grace vom Southern Guards GC und dem neuen Kapitän des Korean Golf Club, Byeong Hun An, den neunten Platz. Alle Spieler innerhalb der Top 10 erhalten bei jedem LIV-Golf-Turnier dieser Saison OWGR-Punkte.

„Ich bin begeistert davon, wie ich die Woche beendet habe“, sagte Herbert. „Ich werde viele positive Aspekte aus den letzten drei Runden mit in die nächste Woche und den Rest der Saison nehmen.“

Statt Matt Jones spielt Elvis Smylie

Der Ripper Golfclub und Captain Cameron Smith verabschiedeten sich in der Nebensaison von LIV-Golf-Gründungsmitglied Matt Jones, um Platz für Elvis Smylie zu schaffen. Das Turnier letzte Woche war das erste ohne Jones in der Aufstellung.

Auf die Frage, ob Smylies Einzelsieg und der Erfolg des Teams am Samstag in Riad diese Entscheidung gerechtfertigt hätten, antwortete Smith: „Es war eine extrem schwierige Entscheidung, sich anderweitig umzusehen. Jones hat sich in den letzten vier Jahren hier zu einem meiner besten Spieler entwickelt. Er ist ein großartiger Kerl. Er ist eine Legende. Ich mag ihn immer noch sehr. Das macht es ein bisschen leichter. Aber es ist immer noch eine der schwierigsten Entscheidungen, die ich je treffen musste. Ja, ziemlich brutal.“

Marc Leishman fügte hinzu: „Wie alles andere entwickeln sich auch Teams weiter, und ich denke, bei allem Respekt für Jones, dass sich das Team in eine gute Richtung entwickelt. Elvis hat sich diese Woche bewährt, und hoffentlich können wir so weitermachen.“

Rahm unterstützt die Umstellung auf das 72-Loch-Format

Jon Rahm war ein Befürworter der Umstellung von LIV Golf auf ein 72-Loch-Format, und am Samstag zeigte er, warum: Mit einer 63er-Runde (9 unter Par) belegte er den zweiten Platz.

„Ich denke, vier Runden sind besser für den Golfsport und besser für die Spieler, die in dieser Woche gut spielen. Man hat auch mehr Zeit für ein Comeback, aber wenn man gut spielt, hat man mehr Zeit, um einen Vorsprung herauszuspielen“, sagte Rahm.  

„Ich denke einfach, dass es auch für mich persönlich besser ist. Ich dachte, es wäre besser für mich und mein Team und generell für mich als Golf-Fan. Ich war schon immer ein Befürworter von 72 Löchern. Ich denke, heute haben sowohl das Team als auch die Einzelspieler gezeigt, warum das so gut sein kann.“

Peter Uihlein erstes Podiumsergebnis seit 2024

Peter Uihlein, Gründungsmitglied der LIV Golf, erzielte mit seinem dritten Platz in Riad sein erstes Podiumsergebnis seit 2024 und sein sechstes insgesamt. Der RangeGoats-Spieler startete den Tag gemeinsam mit Smylie an der Spitze, doch ein unberechenbarer Putter verhinderte, dass er mit dem brandheißen Australier mithalten konnte.

„Insgesamt war es eine gute Woche“, sagte er. „Hätte man mir zu Beginn der Woche gesagt, dass ich Dritter werden würde, hätte ich das natürlich gerne angenommen. Heute war es auf den Grüns wirklich enttäuschend. Ich hatte einen schlechten Dreiputt und habe drei einfache Putts verpasst.“

Starker Start für die LIV-Neulinge

Neben Smylies Sieg bei seinem LIV Golf-Debüt feierten auch mehrere andere Neulinge in Riad einen gelungenen Einstand.

  • Thomas Detry vom 4Aces Club belegte mit 19 unter Par den siebten Platz, während er und sein guter Freund Thomas Pieters den 4Aces zum dritten Platz verhalfen.
  • Byeong Hun An, Captain des umbenannten Korean Golf Club, belegte mit 17 unter Par den geteilten sechsten Platz.
  • Die Wildcard-Spieler Richard T. Lee und Scott Vincent gehörten zu den vier Spielern, die sich den 13. Platz teilten. Lee sicherte sich seinen Platz in dieser Saison durch den Sieg bei den LIV Golf Promotions, während Vincent – der drei LIV-Golf-Saisons spielte, bevor er nach 2024 abstieg – die International Series Championship gewann. Yosuke Asaji, der sich über die International Series qualifiziert hatte, belegte nach einer 64er-Runde den 17. Platz, während Bjorn Hellgren, einer der Promotions-Qualifikanten, den 22. Platz belegte.
  • Elvis Smylie ist der erste Spieler seit Henrik Stenson 2022 in Bedminster, der bei seinem LIV-Golf-Debüt einen Sieg erringen konnte. Der einzige andere Debütsieger war Charl Schwartzel beim ersten Turnier der Liga.

Die Statistikführer am finalen Tag in Riad

  • Schlagweite: Richard T. Lee, durchschnittlich 326,2 Yards.
  • Längster Schlag: Jon Rahm, 334,1 Yards (10. Loch)
  • Schlaggenauigkeit: Elvis Smylie, 85,71 % (12 von 14)
  • Greens in Regulation: Josele Ballester, 100 % (18 von 18)
  • Scrambling: 12 Spieler mit 100 %, angeführt von Dustin Johnson (9 von 9)
  • Wenigste Putts: Dustin Johnson, 20
  • Bogeyfreie Runden: Jon Rahm (63), Branden Grace (64), Dustin Johnson (64), Elvis Smylie (64), Luis Masaveu (65), Thomas Pieters (65), David Puig (65), Josele Ballester (66), Tom McKibbin (67), Minkyu Kim (67), Peter Uihlein (67)

Kumulativ nach vier Runden

  • Driving Distance: Dean Burmester, 313,8 Yards im Durchschnitt.
  • Längster Drive: Michael La Sasso, 341,2 Yards (10. Loch, Runde 1)
  • Driving Accuracy: Elvis Smylie, 71,21 % (41 von 56)
  • Greens in Regulation: David Puig, Josele Ballester, 86,11 % (62 von 72)
  • Scrambling: Branden Grace, 93,33 % (14 von 15)
  • Wenigste Putts: Minkyu Kim, 105 Wenigste Bogeys: David Puig, 1

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Textquelle: LIV Golf

Fotonachweis: LIV Golf, Mateo Villalba, Pedro Salado, Chris Trotman

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