Die Deutschen Meisterschaften für Jugendgolf-Mannschaften werden für Mädchen und Jungen den Altersklassen AK14, AK16 und AK18 ausgetragen. Am Wochenende vom 10. bis 11. Oktober wurden die Finalrunden auf sechs verschiedenen Golfplätzen in ganz Deutschland ausgetragen. Die leistungsstärkste AK18 Jungen wurde dieses Jahr unter 15 Teams mit je sechs Spielern auf dem Golfcourse Oberaula ausgespielt.
In dem Mannschafts-Spielmodus tritt jedes Team am Samstag mit drei Vierern und am Sonntag mit sechs Einzeln im Zählspiel an. Die zwei besten Vierer-Runden und die fünf besten Einzelergebnisse kommen in die Wertung.
Küls/Nachtwey setzen am Samstag den Maßstab
Mit dem Golfclub Neuhof war eine einzige Mannschaft aus Hessen qualifiziert. Die Hessen starteten unter anderem mit dem amtierenden Deutschen Meister Moritz Küls. Dieser setze am Samstag in der Runde der Vierer gemeinsam mit Tim Nachtwey mit einer Runde von zwei unter Par auch gleich den Maßstab.
Auch das zweite gewertete Neuhofer Ergebnis von Samuel Seegert/ Tom Brouwers blieb mit 71 unter Par, sodass sich Neuhof am Samstag mit -3 an die Spitze setzen konnte.
Favoriten bei den Vierern hinter den Erwartungen
Die zu den Favoriten zählende Mannschaft des Golfclub St. Leon-Rot beendete den ersten Tag mit Runden von 71 (Fuchs/Murr) und 74 (Frick/Feng) insgesamt einen Schlag über Par und somit mit vier Schlägen Rückstand vor den Einzeln am Sonntag auf Platz 2. Der Golfclub Düsseldorf lag nach den Vierern mit 72 und 73er Runden schlaggleich auf Platz drei, vor den Teams aus München, Stuttgart und Hamburg.
Die mitfavorisierten Vierer des Golfclubs Hubbelrath, Colin Bärmann/David Süntzenich (79), sowie Malte Seidemann / Maxi Saunders (85) notierten jeweils 8 Schläge an der letzten Bahn 18 und fanden sich abgeschlagen auf Platz 13.
Kopf an Kopf Duelle in den Einzeln
Am Sonntag erschwerte Regen und Wind die Bedingungen auf dem ohnehin schon anspruchsvollen Oberauler Golfcourse, der präzises Spiel verlangt und auf diesem hohen Spielniveau kaum einen Fehler verzeiht. Der Neuhofer Küls ging gemeinsam mit Bjarne Murr (Golfclub St. Leon Rot) als erste der führenden Teams auf die Runde. Murr startete nervös mit Bogey und Doppelbogey konnte dann aber mit drei Birdies nach Loch 12 ausgleichen.
Küls ließ jedem seiner drei Birdies gleich danach einen Bogey folgen, sodass beide even Par auf der 18 abschlugen. Küls brachte die Par-Runde durch, Murr verlor einen Schlag zur 73 Dahinter kamen Nikola Durdov für Neuhof mit 73 und Jingchen Feng für St. Leon-Rot mit 72 ins Clubhaus, womit Neuhof zunächst weiter mit vier Schlägen führte.
Frick und Fuchs erspielen die Führung für Team SLR
Samuel Seegert (Neuhof) zeigte Nerven im ersten Drittel, stabilisierte sich dann und schloss die Runde mit 80 Schlägen ab. Moritz Fricks' 73 drehte das Leaderboard dann zugunsten der Badener. Brouwers (Neuhof) und Herb (SLR) lagen am Ende gleich bei 75 Schlägen. Somit duellierten sich Tim Nachtwey und David Fuchs in der letzten Spielergruppe um den Sieg. Nachtwey musste angreifen, um drei Schläge gegen den Golf Team Germany Junior Fuchs aufzuholen.
Dabei riskierte er zuviel und lag nach sechs Loch schon 4 über Par. Fuchs hingegen erlaubte sich keinen Fehler und lag mit vier Birdies nach 13 Loch sieben Schläge vorn. Der Vorsprung hielt, trotz Bogey am Loch 14 und 15 bis zum Schluss, sodass Fuchs mit 2 unter Par das zweitbeste Einzelergebnis des Turniers markierte. St. Leon-Rot gewinnt am Ende deutlich mit +4 aus sieben Runden und kürt sich in der AK18 Konkurrenz zum Deutschen Mannschaftsmeister 2026.
Der Golfclub Neuhof wurde mit +14 Zweiter vor dem Golfclub Düsseldorf (+20), die den dritten Podestplatz mit dem letzten Putt und einem Schlag Vorsprung vor dem Münchner Golfclub retteten.
Bärmann spielt Jahresbestergebnis in Oberaula
Der ebenfalls dem Golf Team Germany zugehörige Colin Bärmann (Golfclub Hubbelrath) blieb mit drei unter Par als einziger Spieler unter 70 Schlägen. Seine 69 war auch das beste Ergebnis das nach dem Umbau der Bahn 12 bisher auf dem Golfcourse Oberaula erzielt wurde.
Fünf von sechs Mannschaftstitel für St. Leon-Rot
Auch in den weiteren Altersklassen waren die Jugendmannschaften des GC St.Leon-Rot an diesem Wochenende überaus erfolgreich und holten fünf der sechs möglichen Titel. Die SLR-Mädchen gewinnen alle drei Altersklassen auf den verschiedenen Anlagen. Bei den Jungen ging auch die AK14 an Team SLR. Der Münchner Golfclub sicherte sich den Titel der AK16 im brandenburgischen Semlin.
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