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Veröffentlicht am: 20.05.2026 14:00, Lesezeit: 5 Minuten

Deutsche Golfverbände fokussieren ökologische Nachhaltigkeit

Gemeinsam bei der Talkrunde zur ökologischen Nachhaltigkeitsstrategie

Wiesbaden. Der deutsche Golfsport setzt ein starkes Zeichen für mehr ökologische Verantwortung: Im Rahmen des Verbandstages des Deutschen Golf Verbandes (DGV) am 25. April 2026 in Frankfurt gaben der DGV als Dachverband der Golfanlagen, der Golf Management Verband Deutschland (GMVD), der Greenkeeper Verband Deutschland (GVD), die PGA of Germany und der Bundesverband Golfanlagen (BVGA) sowie die zwölf Landesgolfverbände ein gemeinsames Bekenntnis zu einer ökologisch ausgerichteten Nachhaltigkeitsstrategie ab. Mit diesem Schulterschluss unterstreicht die Golfbranche ihre Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft in ihrem Wirkungsbereich.

„Es geht nicht um ein einzelnes Projekt, sondern um die Haltung des Golfsports in und mit der Natur“, betont Alexander Klose, Vorstand Services, Recht und Kommunikation im DGV und Koordinator des Nachhaltigkeitsprojekts.

„Wir werden unserer Verantwortung nur gerecht, wenn wir gemeinsam handeln – als Verbände und in enger Zusammenarbeit mit den Golfanlagen. Genau diesen gemeinsamen Anspruch wollen wir künftig noch stärker sichtbar machen.“

Golfsport im Wandel der Zeit

Im Fokus dieses gemeinsamen Bekenntnisses stehen zentrale Zukunftsthemen wie der Umgang mit zunehmenden Trockenperioden und Wasserressourcen, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die Förderung der Biodiversität sowie Energieeffizienz und Klimaanpassung auf Golfanlagen.

Natur muss auf Golfanlagen geschützt werden

Ziel ist es, natürliche Ressourcen verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen und gleichzeitig Natur und Umwelt auf den Golfanlagen gezielt zu stärken. Statt einzelner Maßnahmen und paralleler Initiativen setzen die Verbände auf ein koordiniertes Vorgehen mit gemeinsamen Leitlinien und klaren Grundsätzen. Diese bilden den Rahmen für die zukünftige Zusammenarbeit und prägen das gemeinsame Handeln.

Golfverbände tragen gemeinsam zur nachhaltigen Entwicklung bei

In einer gemeinsamen Talkrunde unterstrichen die beteiligten Verbände ihre jeweiligen Rollen im Prozess. Dabei wurde deutlich, wie die unterschiedlichen Akteure mit ihren jeweiligen Kompetenzen zum Gelingen nachhaltiger Entwicklung beitragen. Einigkeit bestand darüber, dass ökologische Nachhaltigkeit nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist und damit zur langfristigen Sicherung des Golfsports beiträgt.

Nachhaltigkeits-Kernbotschaft setzt starkes Signal für die Öffentlichkeit

Die Kernbotschaft „Wir bewegen Golf – natürlich nachhaltig“ dient dabei als kommunikative Leitlinie - ein starkes Signal für die Öffentlichkeit und die gesamte Golfbranche. Mit diesem Schulterschluss bekräftigt der deutsche Golfsport seinen Anspruch, ökologische Nachhaltigkeit gemeinsam voranzutreiben und die Zukunft der Golfanlagen in Deutschland verantwortungsvoll zu gestalten.

„Wir sehen die Herausforderungen, vor denen die Golfanlagen heute stehen, sehr deutlich. Deshalb ist es unser Anspruch, die Kräfte der Verbände zu bündeln und die Themen der ökologischen Nachhaltigkeit gemeinsam und abgestimmt anzugehen“, so Claus Kobold, Präsident des DGV.

Umsetzung entscheidener Faktor für Nachhaltigkeitsperspektive

„Nachhaltigkeit scheitert selten an der Erkenntnis, sondern häufig an der Umsetzung. Der große Mehrwert des gemeinsamen Ansatzes liegt darin, dass aus Einzelkämpfern eine starke Gemeinschaft wird“, erklärt Stefan Kirstein, Präsident GMVD.

„So kann Nachhaltigkeit auch wirtschaftlich relevant werden und als selbstverständlicher Teil der täglichen Arbeit im Management verankert werden. Gleichzeitig stärkt sie wichtige Themen wie die Kompetenz im Greenkeeping und schafft die Grundlage für notwendige Investitionen.“

Nachhaltiger Golfbetrieb als gemeinsames Ziel

Arno Malte Uhlig, Vorsitzender Länderrat, äußert: „Die Landesgolfverbände haben sich klar zum nachhaltigen Golfbetrieb bekannt – auch wenn die Umsetzung regional unterschiedlich schnell voranschreitet. Unsere Aufgabe ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen wirtschaftlich erfolgreiche Golfanlagen zugleich einen Mehrwert für Biodiversität und Gesellschaft leisten. Dabei setzen wir auf Zusammenarbeit, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung, um gemeinsam voranzukommen.“

Förderung der Bioversität verankert sich in Strategie

„Nachhaltigkeit ist für unsere Mitglieder kein Etikett, sondern gelebter Alltag – und zwar dort, wo Golf stattfindet: auf dem Platz. Im Umgang mit Wasser, Energie und Boden, beim gezielten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und bei der Förderung der Biodiversität“, erklärt Christian Steinhauser, Präsident GVD.

„Entscheidend sind klare Rahmenbedingungen, praxistaugliche Lösungen und die richtigen Rollen für unsere Greenkeeper. Denn wer Verantwortung trägt, muss auch Entscheidungen treffen können. Greenkeeper sind zentrale Gestalter nachhaltiger Golfanlagen.“

Die Golfanlagen der Zukunft müssen sich Klima anpassen

„Die Herausforderungen sind real: Themen wie Wasserverfügbarkeit, Regulierung und steigende Anforderungen werden den Betrieb von Golfanlagen in Zukunft maßgeblich beeinflussen. Deshalb müssen wir investieren – in Bewässerung, Technik und Personal – und gleichzeitig unsere Leistungen stärker nach außen kommunizieren. Golfanlagen sind vielerorts ökologische Oasen. Dieses Bild müssen wir klarer vermitteln. Golf ist nicht das Problem, sondern kann Teil der Lösung sein“, bekräftigt Stuart Orme, Präsident BVGA.

Ein gemeinsamer Schritt für alle Golfverbände

Kariem Baraka, Präsident PGA of Germany, findet dafür klare Worte: „Ein entscheidender Schritt ist, dass wir uns als Verbände gemeinsam zu diesem langfristigen Ziel bekennen. Die Golfprofessionals können dabei eine wichtige Rolle übernehmen: Sie stehen in engem Austausch mit den Spielerinnen und Spielern und können als Multiplikatoren wirken. Wenn Nachhaltigkeit auch im Unterricht und auf der Runde thematisiert wird, verändert das die Wahrnehmung und stärkt das Verständnis für die Maßnahmen auf den Anlagen.“

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