Golf Aktiv
Veröffentlicht am: 11.05.2026 14:00, Lesezeit: 3 Minuten

Claus Comperl gründete Initiative zur Mitgliedergewinnung

Claus Comperl fordert die Vorstände in den Clubs auf, kreativ zu werden

Es gibt Menschen, die hinterlassen Spuren. Etwa im Hinblick auf gesellschaftliche, wirtschaftliche, gesundheitliche oder sportliche Fragen. Claus Comperl zählt zu ihnen. Der langjährige Präsident des Clubs Hanau-Wilhelmsbad engagierte sich als Manager in diversen Top-Unternehmen. So leitete er beispielsweise die Zimmer AG, die eng mit der Metallgesellschaft verbunden war. Sein zeitweise mehr als 1.200 Kräfte umfassendes Team war in aller Welt aktiv.

„Ihn selbst führten die Reisen mehrfach rund um den Globus – unter anderem nach China, Russland und Saudi-Arabien“, fasst sein Freund zusammen, der Baunataler Klaus Teebken.

Präsident des Golfclub Hanau-Wilhelmsbad

Seit 61 Jahren gehört Comperl seinem Heimatclub an. Bei den beruflichen Trips verband der Kommunikative häufig geschäftliche mit sportlichen Interessen. So teete er in Korea, Taiwan sowie China auf. „Wer gemeinsam am Tisch sitzt und isst, kann ebenso Beziehungen aufzubauen und pflegen wie der, der mit seinen Partnern über den Platz geht“, erläutert der frühere Vorstandschef.

Gern erinnert er sich daran, dass Bernhard Langer seinerzeit zu Gast in Hanau-Wilhelmsbad war. „Langer zeigte sich sehr offen und zugänglich“, so Comperl.

Mitgliedergewinnung als zentrales Thema in deutschen Golfclubs

Damals wie heute erwies sich die Mitgliedergewinnung als wichtiges Ziel des Clubs. Interessenten und Nachwuchs über die Familien der Aktiven zu erreichen, war immer schon ein lohnendes Unterfangen. Doch das allein reicht nicht. „Der Blick muss über diesen Kreis hinausgehen“, betont Comperl.

Vor dem Hintergrund rief er in den 1990er-Jahren eine Initiative ins Leben.

Kostenloses Golftraining für Kinder

Es ging darum, interessierten externen Kindern ein Angebot zu kostenlosem Golftraining zu unterbreiten. Die Verantwortlichen sorgten dafür, dass Coaches die Mädchen und Jungen zweimal pro Woche für zwei Stunden unterrichteten. Waren die Grundlagen erst einmal gelegt, gingen die Youngster mit ihren Pros gemeinsam drei oder vier Löcher über den Platz und setzten das Gelernte um.

Unternehmen als Sponsoren für die Initiative

Um die Initiative stets mit dem notwendigen Geld auszustatten, nutzte Comperl seine Kontakte zu Unternehmern im Umfeld intensiv. Ebenso galt das für seine Drähte zur IHK Frankfurt, wo der Manager maßgeblich an der Gründung der Business-Angels beteiligt war. In dem Kontext treffen erfahrene Manager auf Gründer, die vielfach auf anspruchsvolle Technologien und Zukunftsmärkte setzen.

„Man muss bereit sein, in neue Ideen zu investieren“, so Comperl.

Förderkreis für Nachwuchsgolfer noch immer aktiv

Stolz zeigt es sich, dass es den Förderkreis für Nachwuchsgolfer nach wie vor gibt. Seit über 30 Jahren ist er aktiv. Die Aktiven bemühen sich außerdem darum, Hürden abzubauen und Zugangsbarrieren aus dem Weg zu räumen. Sie arbeiten am Image der Disziplin. Sie versuchen, den Golfsport von dem verbreiteten elitären Bild in der Gesellschaft zu befreien.

Und das mit doppeltem Erfolg.

Der 90-Jährige zeigt sich überzeugt: „Wenn die Kinder Spaß am Golfen finden, werden sie ihren Eltern berichten. Und dann kommen auch einige der Eltern zu uns in den Club.“ Ein interessanter Gedanke, eine tolle Initiative. Zur Nachahmung empfohlen!

Diese Golfnews könnten dich auch interessieren

Deutsche Golf Liga startet mit Doppelspieltagen

Saisonauftakt am 16./17. Mai in Hamburg und St. Leon-Rot: Jetzt lesen!


Fotonachweis: Rainer Lomen

AutorIn:


AutorIn

Hey, ich bin...

Rainer Lomen

MEHR ARTIKEL
Baner
Dank Ovo Labs bald mehr Hoffnung beim Kinderwunsch?
BACK TO TOP