Politik

Robert Habeck zu Gast in Göttingen

Bundesminister Robert Habeck (rechts) mit „Factory“-Geschäftsführerin Tatjana Kasper.

Im exklusiven Austausch mit Gründenden aus acht Life Science Startups und Förderern des Gründungsökosystems lernte Minister Habeck das innovative Konzept und die modernen Laborräumlichkeiten der Life Science Factory umfassend kennen. Die vom Life-Science-Konzern Sartorius initiierte Life Science Factory war der ausgewählte Gastgeber für einen zukunftsweisenden Dialog auf politischer Ebene. Mit ihrem Konzept, Räumlichkeiten an Startups zur Verfügung zu stellen, erschafft sie gemeinsam mit den regionalen Partnern wie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ein Netzwerk für Wachstum und Entwicklung. Der Minister erhielt eine Führung durch die vollausgestatteten Laborräumlichkeiten, die speziell darauf ausgelegt sind, den Bedürfnissen junger Unternehmen in der Life Science Branche gerecht zu werden.

Habeck diskutierte mit Gründenden, Beauftragten öffentlicher Förderprogramme und Vertretungen des Göttinger Ökosystems an drei thematisch ausgerichteten Tischen zu Themen wie Ausgründungsmodalitäten, Frühphasen- und Wachstumsfinanzierung, Internationalisierung von Startups sowie über die Zukunftspläne des Ökosystems für die regionale Entwicklung, inspiriert von Erfolgsmodellen weltweit. Der Bundesminister zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft und dem Engagement der Göttinger Startups: „Die Life Science Factory in Göttingen zeigt beispielhaft, wie es uns gelingen kann, in ganz Deutschland innovative Leuchttürme der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Startups zu bauen. Ich habe bei meinem Besuch in Göttingen viele Eindrücke mitgenommen, die wir bei unserer Initiative EXIST Startup Factories einfließen lassen können." 

Branchenspezifische Herausforderungen bilden Zentrum des Diskurs


Im Mittelpunkt des Dialogs standen die branchenspezifischen Herausforderungen und die Chancen, die sich aus der Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft ergeben, um die Transformation wissenschaftlicher Forschung in innovative Startups zu fördern und damit die Gesundheitswirtschaft in Deutschland nachhaltig zu stärken. Das Göttinger Modell der effektiven Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft dient als nationales Vorbild. Führende Industrieunternehmen, die Universität Göttingen, die UMG und die Life Science Factory engagieren sich gemeinsam mit politischen Akteuren für die Entwicklung des Standorts Südniedersachsen.

Sartorius-CEO Dr. Joachim Kreuzburg, Gastgeber und treibende Kraft hinter der Life Science Factory, sagte: „Wir wollen Forschende motivieren, erste Schritte außerhalb akademischer Institutionen zu unternehmen und sie bei der Gründung unterstützen. Dafür haben wir im Sartorius Quartier, wo seit über 125 Jahren unternehmerisches Denken auf wissenschaftliches Know-how trifft, die Rahmenbedingungen geschaffen: Die Life Science Factory bietet Zugang zu wichtigem Gründungs- und Wachstumskapital, eine flexible Labor- und Büroinfrastruktur sowie ein leistungsfähiges Netzwerk von Talenten, Experten und Gründern. Dass wir mit diesem Konzept Ende des Jahres nach München expandieren, zeigt, dass es am Wirtschaftsstandort Deutschland einen Bedarf für Orte gibt, an denen Ideen und Innovationen gefördert werden."

Öffentliche Förderprogramme haben eine große Bedeutung

In den Gesprächen zeigte sich auch die große Bedeutung öffentlicher Förderprogramme, vor allem in frühen Phasen von Produkten und Dienstleistungen im Life Science Bereich. Dennoch fehlt Startups oft das nötige Kapital, da die Forschung und Entwicklung, zum Beispiel von neuen Medikamenten, teuer, langwierig und risikoreich ist. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Unternehmen und Forschungseinrichtungen ermöglichen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und Innovationen voranzutreiben. Dazu gehören unter anderem weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung, die intensivere Förderung von Startups und die Schaffung eines günstigen regulatorischen Umfelds.

„Die UMG als wichtiger Teil des Göttinger Ökosystems hat das klare Ziel, den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die wirtschaftliche Nutzung zu fördern und zu stärken. Damit tragen wir maßgeblich zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten bei. Aufgrund der exzellenten Forschungsexpertise in der Region, insbesondere der Universitätsmedizin, werden wir gemeinsam die Region Göttingen als Standort für innovative Startup-Kultur und erfolgreiche Ausgründungen in den Life Sciences deutschlandweit etablieren. Das Interesse des Bundesministers Robert Habeck hat uns bestärkt, hier auf dem richtigen Weg zu sein“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes der UMG.

Autor: Redaktion
Fotonachweis: zVg.
Dem Regen, Sturm und Hagel getrotzt
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