Moises Coelho Goncalves ist 52 Jahre alt, verheiratet, und beruflich im Vertrieb aktiv. Der Nordhesse hat zahlreiche Hobbies. Alle haben mit Sport zu tun. Der Bogen spannt sich von Fußball über Tennis, Squash und Badminton bis hin zum Radeln und Joggen. Und: Gern teet der Gudensberger im Golfpark auf. In dieser Ausgabe stellt sich das Multitalent unserem Fragebogen.
Moises Goncalves, wie und wann sind Sie zum Golfen gekommen?
Vor etwa acht Jahren brachte mich ein guter Freund zum Golfen. Er fragte meinen Bruder und mich, ob wir nicht mal mit ihm und einem Kumpel zum Abschlagen kommen wollten. Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch nie darüber nachgedacht, Golf zu spielen. Wir dachten uns, warum nicht? Was sie können, können wir schon lange. Als wir dann aber auf dem Platz standen und versuchten, den Ball zu treffen, merkte ich schnell, wie schwierig es tatsächlich ist. Bei anderen sah alles so mühelos aus. Das hat mich richtig gewurmt!
Ich dachte mir: Es kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinbekomme. Also schlug ich vor, ein Probetraining zu machen. Mein Bruder Paulo und ich haben immer schon viel Sport getrieben, aber Golf war nie wirklich auf unserem Radar. Wir lieben den Wettkampf. Und das war der Funke, der uns im Golf gehalten hat. Wir haben uns immer wieder miteinander „gebattelt“ und sind so immer drangeblieben.
Was schätzen Sie am Golfen besonders?
Was ich am Golfen schätze, ist, dass es eine perfekte Möglichkeit ist, einfach mal abzuschalten. Du bist draußen, in der Natur, und für den Moment denkst du an nichts anderes. Es ist eine echte Auszeit vom Alltag, vom Stress der Arbeit – einfach eine Auszeit für mich. Es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl, den Ball genau so zu treffen, wie man es möchte, und dabei zuzusehen, wie er durch die Luft fliegt. Das allein ist ein tolles Gefühl. Noch schöner wird es, wenn du diese Leidenschaft mit jemandem teilst, der genauso begeistert ist wie du.
Wie oft pro Monat trainieren Sie? Wie häufig teen Sie durchschnittlich auf?
Da wir beide beruflich sehr eingespannt sind, finden wir meist nur am Wochenende Zeit, um zum Golfplatz zu gehen. In der Regel versuchen wir, samstags und sonntags zu trainieren. Leider schaffen wir es aber nicht immer, da Paulo und ich dann oft gleich auf dem Platz bleiben, um miteinander zu spielen. Wir sind Frühaufsteher. Also nutzen wir die ruhigen Morgenstunden, wenn der Platz noch leer ist. Das ist unsere Zeit, in der wir entspannt unser Spiel genießen können, bevor der Platz voller wird.
Welcher ist Ihr Lieblingsschläger?
Mein Lieblingsschläger ist das Pitching Wedge. Die Distanz, die ich damit schlage, 90 bis 110 Meter, ist genau die richtige für mich. Es handelt sich um eine Distanz, bei der ich mich sicher fühle und bei der die Kontrolle über den Ball für mich am einfachsten ist.
Welcher Turniermodus ist Ihr Favorit?
Ich spiele am liebsten im Scramble-Modus – vor allem mit meinem Bruder. Wir ergänzen uns wirklich gut. Auch Stableford gefällt mir, da es eine etwas andere Herausforderung ist. Scramble ist für mich der spannendste Modus, weil man gleich zwei Chancen hat: Wenn einer von uns einen schlechten Schlag hat, kann der andere ihn ausgleichen. Das macht das Ganze weniger stressig und ist mehr auf Teamarbeit ausgerichtet.
Soweit der erste Teil der Statements von Moises Goncalves. Den zweiten Abschnitt lesen Sie in der September-Ausgabe.