Gesundheit
Veröffentlicht am: 06.11.2026 13:53, Lesezeit: 3 Minuten

Nachwuchsforschende müssen ihre Potenziale entfalten

Die fünf neuen Nachwuchswissenschaftler*innen

Mit der Förderinitiative „Potenziale strategisch entfalten“ unterstützen das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung seit vergangenem Jahr niedersächsische Hochschulen bei der Weiterentwicklung ihrer Stärken und profilbildenden Maßnahmen. Vor diesem Hintergrund hat die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) fünf Nachwuchswissenschaftler*innen rekrutiert, die mit ihrem Engagement das organ- und krankheitsübergreifende Konzept der UMG weiter stärken werden.

Startschuss für die Weiterentwicklungen

Mit einem Kick-Off-Meeting Ende September 2026 hat die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) den Startschuss für die Weiterentwicklung ihres neuen organ- und krankheitsübergreifenden Konzepts „Metabolische Plastizität“ gegeben. In den vergangenen Monaten wurden gezielt fünf hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland rekrutiert, die mit ihren Forschungsgruppen künftig maßgeblich die wissenschaftliche Exzellenz an der UMG stärken werden.

„Durch die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in unterschiedlichen Karrierephasen schaffen wir die besten Voraussetzungen für zukünftige, gemeinsame Forschungsprojekte und Verbundanträge“, betont Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes der UMG. „Wir investieren in die Zukunft unserer Forschung und bleiben auch in den kommenden Jahren über die Grenzen Deutschlands hinaus wettbewerbsfähig.“

Fähigkeiten der einzelnen Körperzellen 

Das Konzept der „Metabolischen Plastizität“ verknüpft die profilbildenden Schwerpunkte der UMG „Molekulare Zellbiologie“, „Neurowissenschaften“, „Herz-Kreislauf-Medizin“ und „Onkologie“ fächerübergreifend und strategisch miteinander. Konkret beschreibt sie die Fähigkeit der Körperzellen, ihren Stoffwechsel dynamisch an veränderte Umweltbedingungen, unterschiedliche Nährstoffverfügbarkeiten oder Stressfaktoren anzupassen. Treten dabei Störungen auf, können diese zu Erkrankungen, wie Tumor-, Stoffwechsel- oder Autoimmunerkrankungen führen. 

Neue Forschungsgruppen an der UMG

Die fünf neuen Forschungsgruppen werden die krankheitsauslösenden Ursachen auf Zellebene erforschen und dabei das „ganze Bild“ betrachten, indem sie ebenfalls das Zusammenwirken verschiedener Organe im Rahmen der Erkrankungen in ihre Untersuchungen mit einbeziehen. Unterstützt wird diese strategische Weiterentwicklung durch die Förderinitiative „Potenziale strategisch entfalten“ vom Land Niedersachsen und der VolkswagenStiftung seit dem Jahr 2025 in zweistelliger Millionenhöhe.

Neue Ansätze in der Krankheitsforschung

Ähnlich wie bei der Forschung im Heart & Brain Center Göttingen (HBCG), in dem die Zusammenhänge von Herz und Hirn im Mittelpunkt stehen, werden die Forschungsgruppen auch andere Organe und deren Interaktion in den Fokus nehmen. Beispielsweise werden Lunge und Hirn als gemeinsames Regulationssystem für Entzündungs- und Krankheitsprozesse erforscht, um neue Ansatzpunkte für Therapien neurodegenerativer Erkrankungen wie beispielsweise Multiple Sklerose aufzuzeigen.

Textquelle: Universitätsmedizin/Göttingen

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