Ein Klassischer Vierer stand in Aschaffenburg bei den Hessischen Meisterschaften im Ehepaar-Klassement auf dem Programm. Der Modus gilt als Königsdisziplin und echte Herausforderung für die Nerven – insbesondere dann, wenn die familiäre Komponente „Ehepaar“ ins Spiel kommt.
Gute Runden für Maggi Blum
Wenn‘s läuft, dann läuft‘s. Das mag sich Maggi Blum angesichts ihrer vielen guten Runden in den Wochen zuvor gedacht haben. Ihren Ehemann Michael motivierte sie so ebenfalls. Beide harmonierten jedenfalls fast perfekt und mussten sich nur den Lokalmatadoren Wolfgang und Tabinda Sauer geschlagen geben.
„Mit den 25 Bruttopunkten im Klassischen Vierer sind wir sehr zufrieden“, zeigten sich die neuen Vizemeister einig.
Kasseler Golferin setzt Statement im Bielefelder Golfclub
Beim Auftritt der Kasseler Damenmannschaft im Bielefelder Golfclub sorgte die Nordhessin für ein herausragendes Resultat. Unter widrigen äußeren Bedingungen, bei Regen und starkem Wind, gingen die Golferinnen in der Oberliga West 2 an den Start – und mussten wegen des Gewitters darüber hinaus eine längere Pause einlegen.
Trotz der Turbulenzen gelang Blum eine Traumrunde. Sie absolvierte den anspruchsvollen Platz 1 über Par und schnitt damit neun Schläge besser als ihre Spielvorgabe ab. Die Wilhelmshöherin nahm drei Bogeys hin, zauberte andererseits aber zwei Birdies und 14 Pars auf die Bahnen. So gewann sie die Einzelwertung souverän.
Großes Finale der Samsonite Tour auf Mauritius
Aller guten Dinge sind drei. Dem Motto folgte Blum und flog zum Finale der Samsonite Tour ins Anahita-Resort auf Mauritius. Das Event zählt zu der populären Serie, bei der man sich über lokale Turniere für die regionalen Endspiele qualifizieren kann. Von dort aus führt der Weg zum Weltfinale, das diesmal auf gleich zwei spektakulären Meisterschaftsplätzen stattfand. Blum hatte sich zunächst auf Gut Wissmannshof durchgesetzt. Beim Regionalfinale Ost im Resort Weimarer Land gewann sie die Bruttowertung mit zwei Schlägen Vorsprung. So sicherte sie sich eines der begehrten Tickets für den Showdown auf Mauritius.
„Darüber habe ich mich wahnsinnig gefreut“, betont die ambitionierte Sportlerin. Schließlich erhielten nur wenige Aktive eine solche Chance.
Wetter schränkte das Golfspiel ein
Vor Ort erwarteten sie echte Herausforderungen. Denn auf Mauritius hatte es in den Wochen zuvor viel geregnet. „Insofern musste man die Fahnen carry anspielen. Dann rollte der Ball fast keinen Zentimeter mehr. Er blieb sofort liegen, sobald er den Boden berührt hatte“, blickt die Single-Handicapperin zurück. Selbst nach dem Chip habe man damit rechnen müssen, dass die Kugel im Anschluss an die Flugphase wie ein Stein liegen bleiben würde.
Gespielt wurde jeweils eine Wertungsrunde auf beiden Plätzen. Am Ende rückte Blum den dritten Platz in der Nettoklasse A vor. Darüber hinaus gelang ihr gleich zweimal der längste Drive im Feld der Damen.
Textquelle: Klaus Purwin
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