Großes Immobilien Get-Together

Dem Regen, Sturm und Hagel getrotzt

Vom Winde verweht? Nein, nicht ganz. Aber so ähnlich stellte sich die Situation dar, als die GWH Wohnungsbaugesellschaft im Juni zur mittlerweile siebten Auflage ihres beliebten Immobilien-Get-Together ins Kasseler Restaurant Orangerie einlud. Statt des legendären Filmtitels musste es hier heißen: Von intensiven Regengüssen und gewaltigem Hagel gestoppt. Das hatte mit einem fulminanten Unwetter zu tun, das rund zwei Stunden vor dem anvisierten Veranstaltungsstart über die Fuldastadt sowie die Region hinweggezogen war.

An dem schwül-heißen Nachmittag wurde es plötzlich stockdunkel. Orkanartige Böen, Regen und Hagel peitschten über Straßen, Grünanlagen und Häuser. Binnen Minuten wurden Äste von Bäumen abgeknickt und Bäume entwurzelt. Dächer wurden abgedeckt, Scheiben gingen zu Bruch, Keller liefen voll. Autos konnten wegen überfluteter Straßen nicht weiterfahren, Busse und Straßenbahnen stellten vorübergehend den Verkehr ein.

Die ICE-Strecke Fulda-Kassel-Göttingen musste gesperrt werden. Für gestrandete Reisende stellte die Bahn Aufenthaltszüge zur Verfügung. Draußen vor dem Bahnhof stand manchem das Wasser bis zu den Knien. Bei der Leitstelle für die Stadt und den Landkreis Kassel gingen mehr als 1.100 Notrufe ein. „Da zeitweise alle 70 Notrufkanäle gleichzeitig belegt waren, wurden Notrufe von Kassel zu den Vertretungsleitstellen nach Fulda und Gießen durchgestellt", teilte ein Sprecher der Stadt mit.

 

Jan Eckert: Ich komme wieder!

Da verwundert es wenig, dass sich lediglich knapp die Hälfte der deutlich mehr als 120 erwarteten Gäste in der Orangerie einfanden. An einen „normalen Ablauf“ des Events war nicht zu denken. Gastgeber Christian Wedler zeigte Nervenstärke und begrüßte die Anwesenden, die den widrigen äußeren Bedingungen getrotzt hatten. „Seien Sie uns herzlich willkommen“, rief ihnen der GWH-Geschäftsführer zu. Man habe überlegt, die Veranstaltung abzusagen – sich jedoch dagegen entschieden. „Nein. Wir machen das Beste draus, und holen das offizielle Meeting zu einem späteren Zeitpunkt nach“, erklärte Wedler.

Das galt insbesondere für den mit Spannung erwarteten Vortrag von Jan Eckert. Der erfahrene JLL-Manager, CEO Schweiz und Head of Capital Markets Dach, war extra aus der Alpenrepublik angereist. Er nahm‘s gelassen. „Kein Problem. Ich komme wieder“, kündigte Eckert a

 

Fortschritte im Südafrika-Projekt

Im Vorjahr hatte das GWH-Event den Blick in Richtung Südafrika gelenkt und die Initiative Housing For Future vorgestellt. Seither hat das Projekt signifikante Fortschritte verzeichnen können. Die ersten 25 Häuser wurden fertiggestellt. Im Frühjahr bezogen die Mieter ihr neues Zuhause. „Weitere Häuser sollen folgen. Das gilt allerdings nur dann, wenn genügend Spenden eingehen“, macht Wedler deutlich.

So lässt sich Bewohnern aus den Slums eine Herberge bieten. Die Menschen sollen aus ihren vielfach desolaten, ungesunden und mitunter gefährlichen Lebenssituationen herausgeholt werden. Als Alternative winken ihnen feste Wohnungen mit fließend Wasser, Bad und Toilette, Strom sowie sichere und hygienische Wohn- und Lebensverhältnisse. Damit eröffnen sich den Betroffenen neue Perspektiven mit mehr Sicherheit, Gesundheit und Hygiene.

Im Kern geht es den Initiatoren darum, moderne bzw. ortsypische Häuser zu bauen und Wohnsicherheit für Menschen aus den Slums zu bieten. Erreichtet werden hygienische Toiletten und Bäder mit fließendem Wasser in jedem Haus, die Ansteckungsrisiken und Kindersterblichkeit reduzieren. Die Gebäude werden an das Elektrizitätsnetz und die öffentliche Infrastruktur angeschlossen. 

Verwendung finden ausschließlich nachhaltige Baumaterialien. Soziale Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen sollen gefördert werden, um den Menschen den Zugang zu Bildung und Beruf zu erleichtern. „Schließlich geht es darum, Arbeitsplätze in unserem Wohnungsunternehmen zu schaffen, Mitarbeiter auszubilden und Fluchtursachen zu bekämpfen“, erläutert Wedlers Kollege Stefan Bürger.

„Helfen Sie mit! Geben Sie den Menschen mit Ihrer Spende eine Perspektive“, so Bürger weiter. Mit der Unterstützung werde die Armut, eine wesentliche Fluchtursache, gemildert. Egal, ob man direkt Geld spende oder eine Miet- bzw. Hauspatenschaft übernehme, jeder Euro komme an und helfe direkt dort, wo er benötigt werde. Die einschlägige Spendenkonto lautet: IBAN DE76 5005 0201 0200 7035 10.

Autor: Redaktion
Fotonachweis: Mario Zgoll
„Wir helfen, wo wir können“
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