Wird Hoppmann Nachahmer finden?

Club Rittergut Rothenberger Haus tut sich seit Jahren schwer mit der Jugendarbeit

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Newcomer erreichen Schnupper- und Jahresmitgliedschaften kommen gut an. Sie führen dazu, dass die Zahl der Aktiven am Rothenberger Haus auf über 500 Golferinnen und Golfer gestiegen ist. Foto: nh
Newcomer erreichen Schnupper- und Jahresmitgliedschaften kommen gut an. Sie führen dazu, dass die Zahl der Aktiven am Rothenberger Haus auf über 500 Golferinnen und Golfer gestiegen ist. Foto: nh

Nicht immer lohnt der Blick in den Rückspiegel. In diesem Fall schon: „Unser Jubiläum ist toll gelaufen. Wir haben zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten“, zeigt sich Präsident Jürgen Wundrack zufrieden. Den grandiosen 25. Geburtstag seines Clubs hatten sich zahlreiche der aktuell 482 Mitglieder nicht entgehen lassen.

Als gelungener Schachzug erwiesen sich die angebotenen Schnupper- und Jahresmitgliedschaften in den letzten Jahren. Rechnet man diese mit, so steigt die Zahl der Aktiven am Rothenberger Haus auf über 500 Golferinnen und Golfer.

„Wir engagieren uns in der Hoffnung, dass sich die Newcomer, die über Schnupper- und Jahresverträge zu uns kommen, am Ende des Tages langfristig an den Verein binden“, skizziert Wundrack, der das Amt seit elf Jahren bekleidet, den Blickwinkel seines Vorstandsteams.

Option auf weitere Bahnen

Der Präsident lobt die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die vor den Toren Duderstadts zwischen der Betreibergesellschaft und dem Club Trumpf ist. Es sei ein gutes Miteinander, getragen von Herzlichkeit. „Der Funke springt über. Das merken neue Mitglieder“, so der 73-Jährige, der 2019 zum dritten Mal Großvater wurde.

Seit 25 Jahren hat die Anlage die Genehmigung, drei Neun-Loch-Plätze zu betreiben. Diese Option wird alle zwei Jahre verlängert. Da drängt sich geradezu die Frage auf, ob die weiteren neun Bahnen eines Tages kommen werden. Doch danach sieht es aktuell eher nicht aus.Nur wenige Jugendliche finden sich derzeit in den Reihen der Südniedersachsen. Gerade mal ein knappes Dutzend Youngster sind es. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die idyllisch gelegene Anlage in ländlicher Umgebung zuhause ist. Die zumeist weiten Wege lassen sich für die dortigen Mädchen und Jungen – im Gegensatz zu Clubs in Stadtnähe – nur schwer überwinden.

Trotzdem gibt es ermutigende Beispiele. Zu ihnen zählt Eldrick Hoppmann. Mit Vorgabe 2 wechselte das Ass vom Rothenberger Haus an den Hardenberg, wo er prompt den Sprung in die Clubmannschaft schaffte. Ob ihm seine Schwester Marie nacheifern wird? Jedenfalls ist die 14-Jährige ein tolles Talent!

Gastronomie zieht Gäste an

Richtig rund läuft die Gastronomie auf der Anlage. Die Küche überzeugt mit einer großen Bandbreite. Gourmets kommen bei leckeren Garnelen am Spieß genauso auf ihre Kosten wie Fans einfacher Hausmannskost, die ein simples Mettwurstbrot bestellen. Das hat sich weit über die Anlage hinaus herumgesprochen. So viele Menschen aus der Umgebung kommen, die nicht Golf spielen, sich aber im Clubhaus gern kulinarisch verwöhnen lassen.

„Die ausgezeichnete Qualität der Küche sowie das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen für sich“, freut sich der Präsident und räumt ein, dass sich beim Blick auf die Gäste durchaus Chancen eröffnen, „Menschen für unseren Sport zu gewinnen“. • ralo

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