Wildschweine verschmähen Sender HR4

Die ungebetenen Gäste sind kaum mehr auf der Waldecker Anlage präsent

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Ungestört auf dem Grün Mit einem Zaun sorgte die Waldecker Betreibergesellschaft dafür, dass keine Wildschweine mehr auf den Platz gelangen. Dort hatten die Tiere zeitweise für erhebliche Verwüstungen gesorgt. Foto: nh

Markus Hess, Chef der Waldecker Betreibergesellschaft, freut sich, dass seine Anlage ihre langjährigen Probleme mit Wildschweinen mittlerweile gelöst hat. Immer wieder hatten die ungebetenen Gäste die Bahnen am Edersee heimgesucht und in der Folge teilweise für erhebliche Schäden gesorgt. Ein Zaun setzte dem Spuk ein Ende.

Zusätzlich wurden mitunter Musikboxen mit Bewegungsmeldern aufgestellt, die immer dann anspringen, wenn sie entsprechende Signale erhalten. Mit Erfolg. „Unsere Wildschweine mögen offenbar HR4 nicht“, schmunzelt Hess.

Waiz bildet sich weiter

Greenkeeper Viktor Waiz hat seine Ausbildung in den letzten zweieinhalb Jahren fortgeführt. Unter anderem stand das richtige Spritzen und Düngen auf dem Lehrplan.

Im Sommer folgte ein zweiwöchiger Kurs, bei dem es vor allem um den Umgang mit Maschinen ging. Im Winter sind weitere vier Ausbildungswochen geplant – dann will er die Sache abschließen. „Sechs Monate später soll der Startschuss für meine Weiterbildung zum Head-Greenkeeper fallen“, blickt Waiz voraus.

Vier Kräfte umfasst das Team aktuell, das sich um den Platz in Sichtweite des Schlosses kümmert. Neben Viktor Waiz gehören Greenkeeper und Mechaniker Alexander Waiz sowie Urgestein Karl-Heinz Grebing dazu, der seit rund zwei Jahrzehnten auf der Anlage tätig ist. Im März komplettierte Marc-Andre Hess das Quartett, der Sohn des Betreibers.

Bunkerkanten stechen

Die Gastronomie läuft prima. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass Koch Harald Klobes auf die passende kulinarische Mischung setzt. Seine gutbürgerliche Küche kommt an. „Auch Nichtgolfer nehmen unser Angebot immer besser an“, freut sich der erfahrene Gastronom und verweist darauf, dass immer mehr Buchungen von Vereinen aus Waldeck und Umgebung eingehen – vom Shanty-Chor bis zu den Fußballspielern.

Hess freut sich über die Unterstützung, die ihm die Initiative einiger Mitglieder immer wieder ermöglicht. Das gilt nicht zuletzt im Hinblick auf die 43 Bunkerkanten, die in Waldeck sauber zu stechen und zu pflegen sind. „Das ist alles Handarbeit und lässt sich nicht mit Maschinen machen“, so Hess. Im Frühjahr bildeten mehr als 15 Aktive Teams – zusammen mit Greenkeepern. Nach getaner Arbeit mündete der körperlich fordernde Einsatz in ein gemeinsames Barbecue, das der Chef der Betreibergesellschaft übernahm.