Wie kommt der Cup in den Jet?

Eschebergerin Martina Spallek gelingt Klasserunde und Nettosieg im ägyptischen Soma Bay

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Unter strahlenden Siegern Als Champion der A-Klasse präsentierte Martina Spallek (Zweite von links) den tollen Pokal, der ihr später, beim Einchecken am Flughafen, noch etwas Kopfzerbrechen bereiten sollte. Foto: nh

Das äußere Ambiente des Turnier-Highlights lässt keine Wünsche offen: The Cascades Championship Course in Soma Bay am Roten Meer rangiert aktuell als Nummer 2 unter Ägyptens Anlagen. Im Ranking von CNN Travel liegt die Destination unter den zehn besten Golfplätzen in Afrika.

Es handelt sich um die ersten Fairways, die an der westlichen Küste des Roten Meeres eröffnet wurden. Sie sind gleichzeitig die ersten, die Legende Gary Player im Nahen Osten zu einem Meisterschaftsplatz geformt hat. Mit eindrucksvollen Ausblicken auf sattes, gepflegtes Grün hebt er sich deutlich ab von der rauen Wüstenumgebung und dem benachbarten kristallklaren, tiefblauen Wasser.    

Böiger Wind zieht auf

Dort findet jeweils im Februar die vom Ägyptischen Fremdenverkehrsamt initiierte und dem Münchener Reiseveranstalter Golf Guide Tours organisierte Egyptian Golf Trophy statt. In diesem Jahr gab es die elfte Auflage.

Nachdem die Proberunden bei Sonnenschein und wenig Wind über die Bühne gegangen waren, änderten sich die Bedingungen am Turniertag grundlegend. Überwiegend bedeckter Himmel bei gerade mal 24 Grad Celsius und teilweise extrem böiger Wind machten den Platz zur echten Herausforderung für die 86 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Ägypten, deren beste Handicaps im Plusbereich lagen.

Insbesondere die Bahnen entlang des Roten Meeres – allen voran Loch 5, das Signature Hole der Front Nine und als The Pebbles of Soma bekannt – zeigten sich noch anspruchsvoller als sonst schon. Der sportlich direkte Weg, den Carry rund 140 Meter über die Bucht direkt auf das Halbinselgrün führt, ließ wegen des Windes Ball um Ball im Roten Meer landen. Insofern waren Taktik und Cleverness gefragt, um zählbare Ergebnisse auf die Scorekarten zu bringen. Wie die Ergebnislisten am Abend zeigten, gelang das bei weitem nicht allen Aktiven … 

Richtige Strategie gewählt

Mit vorwiegend defensiver Strategie sowie weitgehend unbeirrt von Wind und Böen landeten die Abschläge der Eschebergerin Martina Spallek ein ums andere Mal auf den traumhaften Fairways. Auch ihre Chips und Putts fanden häufig ihr Ziel. Nach dem letzten Bogey auf Bahn 18, direkt vorm Clubhaus, stand das Endergebnis fest: 33 Netto- bzw. 16 Bruttopunkte. Damit gewann die Nordhessin die Nettoklasse A!

Die Siegerehrung des glänzend organisierten Turniers lief im Rahmen eines Gala-Abends. Dieser rundete den Wettbewerb, die Gastfreundschaft und die exzellente Betreuung im Hotel formvollendet ab. 

Allerdings ließen Größe und Gewicht des imposanten Pokals schon in der Stunde des Triumphs erwarten, dass Spallek das Einchecken des Gepäcks am Rückflugschalter eine Herausforderung bieten würde. Was sich vor Ort in der Tat bewahrheitete – und doch zum Glück kreativ lösen ließ …

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