Wenn der Stromzähler langsamer läuft

Energieeinsparen steht bei Ziegenhainer Elektro Rieper GmbH ganz oben auf der Agenda

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Aktives Marketing Markus Knoch an Abschlag 17 seines Heimatclubs Oberaula, wo er eine Werbetafel für seine Firma platziert hat. Foto: nh

Dem Fachkräftemangel wirkt die Elektro Rieper GmbH entgegen, indem sie regelmäßig Nachwuchskräfte ausbildet. „Einen Auszubildenden habe ich in jedem Lehrjahr, insgesamt sind es aktuell vier Azubis“, erläutert Chef Markus Knoch. Die Youngster erlernen die Berufe des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik sowie des Kaufmanns im Einzelhandel.

Im Oktober 2015 übernahm Knoch das Unternehmen. Das derzeit 15-köpfige Team ist in Schwalmstadt-Ziegenhain zuhause und vor allem im Raum zwischen Marburg und Kassel aktiv. Der Blick richtet sich auch nach Neustadt, Bad Hersfeld und Stadtallendorf, der Schwalm-Eder-Kreis bildet einen Schwerpunkt.

Elektroinstallationen machen 60 Prozent der Aktivitäten aus. 40 Prozent entfallen auf den stationären Fachhandel im Geschäft in Ziegenhain, wozu weiße (Waschmaschinen, Kühlschränke etc.) und braune Ware (HiFi-Geräte, Fernseher sowie Multimedia-Systeme) zählt.

Knoch und Co. bieten kompetente Beratung vor dem Verkauf, installieren auf Wunsch vor Ort und betreuen den Kunden während der Nutzung. Ergänzt wird das Rundum-Paket durch einen Kundendienst.

Wohnhäuser ausstatten

Beide genannten Bereiche ergänzen sich häufig. „Wenn wir die neue Waschmaschine liefern, fällt uns mitunter schon mal auf, dass es hilfreich wäre, die alte Kellerleuchte gegen ein modernes LED-Produkt auszutauschen. Darauf weisen wir dann hin“, berichtet Knoch.

Das kann sich tatsächlich als lohnende Investition erweisen. Denn die einstmals so beliebten Einbau-Halogenstrahler (mit 50 bzw. 35 Watt) lassen sich heute durch sparsame Nachfolger (mit sieben oder zehn Watt) ersetzen. Wenn unter dem Blickwinkel einmal ein Flur samt Wohnzimmer umgerüstet worden ist, registriert der Nutzer den Unterschied schnell beim Blick auf seinen Stromzähler.

Auch sind die Ziegenhainer im Projektgeschäft aktiv. Es geht um den Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie kleineren Gewerbe-Immobilien, die Rieper-Profis mit Elektroinstallationen ausstatten.

Einen Trend beobachtet Knoch bei Sanierungsmaßnahmen. Immer stärker sind seine Mitarbeiter gefragt, wenn die Nutzer von Mietwohnungen wechseln. Den Anlass verbindet der Eigentümer dann damit, das Objekt auf den aktuellen Stand zu bringen. Der Wunsch des Kunden, Energie einzusparen, zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Auftragsbücher.

Einbrecher abschrecken

Die Tage werden derzeit kürzer, mit großen Schritten gehen wir auf die dunkle Jahreszeit zu. Da ist der Einbruchschutz noch stärker angesagt als im Sommer. Das registriert das Rieper-Team. Gefragt sind Gefahrenmeldeanlagen, die sich bei entsprechendem Anlass lautstark und weithin vernehmlich zu Wort melden. Außerdem verfehlt die passende Ausleuchtung rund um das Gebäude nicht ihren Effekt. „Das reicht oft aus, um abschreckend auf unerwünschte Besucher zu wirken“, erläutert der Geschäftsführer.

Einige Industrie- bzw. Gewerbekunden betreuen seine Spezialisten, indem sie elektrische Betriebsmittel nach der einschlägigen Vorschrift DGUV überprüfen. Regelmäßige derartige Checks schreibt der Gesetzgeber vor.

Im Hinblick auf die eingangs erwähnte Ausbildung plant Knoch, demnächst mit dem Kaufmann im E-Commerce ein brandneues Berufsbild zu berücksichtigen. „Noch habe ich dazu keinen passenden Bewerber gefunden“, bedauert er und verweist darauf, dass sich sein Haus dem Trend zum Internet-Handel nicht verschließen wolle. Insofern habe das Unternehmen einen eigenen Online-Shop eingerichtet, man wolle „einen weiteren Vertriebskanal bespielen.“

Apropos spielen: In Oberaula golft der Unternehmer. Die Grundlage schuf seine Ehefrau Martina, mit der Knoch seit elf Jahren verheiratet ist. „Sie brachte mich zum Skifahren und Golfen“, blickt der Nordhesse zurück. Ein- bis zweimal pro Woche greift er zu den Eisen und Hölzern. Der Vorteil: Das Ehepaar und seine siebenjährige Tochter wohnen knapp drei Kilometer vom Platz entfernt, „so dass es abends hin und wieder zu neun Löchern reicht“, sagt Knoch.

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