Über 100 Birdies zum 50-Jährigen

Golfclub Hardenberg feiert sein Jubiläum mit einer grandiosen Offenen Golfwoche

0

Gelungenes Jubiläum: Mit einer fulminanten Offenen Woche beging der Club am Hardenberg seinen 50. Geburtstag. An sechs Tagen liefen jeweils Wettspiele auf zwei Plätzen. 810 Spieler absolvierten 11.124 Bahnen. Dabei gelangen ihnen 147 Birdies und 1.670 Pars. Außerdem zählten die Statistiker 3.470 Bogeys sowie 2.948 Doppel-Bogeys.

Den Höhepunkt markierte die Jubiläumsfeier am Samstag, der die Hardenberg-Wilthen AG Rückenwind gab. Zu der Veranstaltung konnte Präsident Oliver Bartels 330 Gäste begrüßen. Von Hallers Gin und Beverbach-Whisky ließen die Stimmung steigen, so dass die fantastische Band um Dr. Hartmut Stinus bis in die frühen Morgenstunden spielte.
Als weitere Sponsoren engagierten sich während der Woche Mercedes-Benz Göttingen und die Kreissparkasse Northeim. Großen Anteil am erfolgreichen Verlauf hatten die Teams um die Head-Greenkeeper Vitali Iskam und Claas-Johan Balssen. „Unser Dank geht außerdem an die zahlreichen Starter, die Spielleitung und die Platzrichter, die stets präsent waren und den Aktiven bei sämtlichen Regelfragen weiterhelfen konnten“, betonte Bartels.

Menge lobt ausdrücklich

„Wenn man sehen will, was einen guten Golfclub ausmacht, dann lohnt sich der Blick auf den Hardenberg“, unterstrich der langjährige Präsident Klaus Menge. Was hier in den vergangenen 50 Jahren geschaffen worden ist, darauf könnten die Mitglieder stolz sein.

Das gelte insbesondere dafür, dass es über den ursprünglichen Kurs hinaus gelungen sei, weitere 18 Bahnen sowie den Sechs-Loch-Kurzplatz in das Gelände und Konzept zu integrieren. „Und vor allem, dass wir es im Zuge dieser Entwicklung erreicht haben, auch die Anzahl der Mitglieder zu verdoppeln“, so Menge.

Der aktuelle Vorstand hat aus seiner Sicht „das i-Tüpfelchen draufgesetzt“. Das gelte unter anderem für die Baumaßnahmen in letzter Zeit, etwa für die neue Terrasse vor dem Eingang. Der 81-Jährige lobt: „Heute vermittelt die Anlage ein weitaus attraktiveres Erscheinungsbild als zu der Phase, in der ich das Amt übergeben habe.“
Apropos Übergabe: Komplett dem Ruhestand widmet sich der Senior nach wie vor nicht. „Anderthalb Stunden pro Tag bin ich weiterhin in der Kanzlei aktiv“, verrät er. Wegen einer Operation konnte er in der laufenden Saison noch nicht wieder golfen, die Wunde müsse erst richtig verheilen. „Aber ich komme wieder“, schmunzelt Menge, der sich über seine Aufgaben am Hardenberg hinaus lange im Vorstand des niedersächsischen Seglerverbandes engagiert hatte.

Neue Mitglieder werben

Wie derzeit nahezu alle Clubs der Region bemüht sich die Anlage am Hardenberg intensiv um neue Mitglieder. Dieser Aufgabe hat sich vor allem Vorstandsmitglied Dr. Just Krüger verschrieben. Nicht umsonst gilt der Mediziner als der „Außenminister des Clubs“.

„Jedes Jahr melden sich zahlreiche Aktive aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters passiv. Diese wollen wir durch neue Mitglieder ersetzen“, so Krüger, der seit sieben Jahren dem Gremium angehört. Vor dem Hintergrund arbeitet der Club eng mit Vereinen und Schulen der Region zusammen. Krüger erläutert: „Wir bieten Kooperationen an und wenden uns dabei an alle Altersgruppen.“

Viele Zeitgenossen hätten heute ein Zeitproblem zu meistern. Im Gegensatz zu früheren Tagen seien immer weniger Menschen bereit, einen halben oder ganzen Tag in den Sport zu investieren. „Wir müssen zeigen, dass man auf dem Golfplatz auch binnen zwei oder drei Stunden Spaß haben kann“, formuliert Krüger und nennt exemplarisch die immer populärer werdenden Neun-Loch-Turniere.

Insgesamt zeigt sich „der Außenminister“ zufrieden mit der Resonanz der Aktivitäten. Er verweist darauf, dass es jüngst durchaus Jahre gegeben habe, „in denen wir 80 Vollzahler verloren haben, aber 100 neue Aktive in unseren Reihen begrüßen konnten“.

Ein Event, das die Destination öffentlichkeitswirksam in den Fokus rücken soll, ist für den 6. Oktober geplant. Es handelt sich um einen Wettbewerb, bei dem drei Aktive ein Team bilden. Neben Radfahren und Laufen steht Golfen (nach Stableford-Modus) auf dem Programm. „Das Ganze wird am und um den Hardenberg herum stattfinden und in eine tolle Siegerehrung sowie Abschlussfete münden“, kündigt Krüger an.

„Ich empfinde Hochachtung“
Unter die 330 Gäste der Jubiläumsfeier mischte sich der Präsident des benachbarten Clubs Weserbergland, Rolf-Peter Pape. Seine Anlage zählt aktuell 450 Mitglieder. „Wenn ich auf den Hardenberg blicke, dann empfinde ich eine Mischung aus Neid und Hochachtung für das, was hier in den vergangenen fünf Jahrzehnten aufgebaut worden ist“, erläuterte Pape. Vor allem das hohe Maß an Professionalität, die exzellente Jugendarbeit und die gute Golfschule seien beispielhaft für die Clubs im Umfeld. • ralo

„Das macht uns wacher“

Einer, der ganz wesentlich dazu beigetragen hat, dass der Hardenberg heute national und international deutlich wahrgenommen wird, ist Stefan Quirmbach. Der Präsident der PGA of Germany und Leiter der renommierten Golfschule vor Ort freut sich darüber, „dass sich der Club sehr gut entwickelt“. Insbesondere in den letzten zwei Jahren habe der Vorstand die richtigen Weichen gestellt.

Als Beispiele führt Quirmbach „das Facelifting für die Plätze“ an, erwähnt den Umbau und die Verbesserungen am Pro-Shop und lobt die optimierte Beschilderung auf der gesamten Anlage. Unübersehbar seien große Fortschritte beim Marketing. So habe man die Homepage modernisiert und mit dem Titel „Inside“ ein eigenes Magazin kreiert. „Ich nehme eine beeindruckende Aufbruchstimmung wahr und bin optimistisch, dass sich unsere Fortschritte bei der Mitgliederakquise in den kommenden Jahren noch stärker auswirken werden“, sagt der erfahrene Professional.

Er begrüßt die positive Entwicklung des benachbarten Gutes Wissmannshof. Konkurrenz belebe das Geschäft. „Das macht uns wacher“, sagt Quirmbach. Er fügt hinzu: „Unter überregionalen Gesichtspunkten gesehen, sollten wir meines Erachtens gemeinsam vorangehen und uns darum bemühen, Menschen nach Südniedersachsen zu holen.“

Mit Blick auf das Jubiläum sieht der Pro Parallelen zu seinem eigenen Weg. „Schließlich spiele ich selbst seit 53 Jahren Golf“, schmunzelt er.

Lütjen geht baden

Andrea Lütjen unterspielte sich in der Offenen Woche und avancierte zur Single-Handicapperin. Traditionsgemäß ging sie anschließend an Bahn 18 des Göttingen-Kurses baden. Fotos: Thomas Keisch

Für das Finale der Jubiläumsfeierlichkeiten hatte sich der Präsident ein Highlight aufgehoben. Als es draußen langsam zu dämmern begann, ließ Oliver Bartels die brandneue Fairway-Beleuchtung an Bahn 18 des Göttingen-Kurses einschalten. Ein faszinierendes Bild entstand vor den Augen der Teilnehmer. „Vielleicht nehmen wir den Schwung auf und uns vor, 2020 zum Midnight ShootOut einzuladen“, skizzierte er ein Projekt für die kommende Saison.

Übrigens: Eine Aktive wird die Jubiläumstage ganz sicher nicht vergessen. Es ist Andrea Lütjen. Sie unterspielte sich in der Offenen Woche und avancierte zur Single-Handicapperin. Traditionsgemäß wurde es nass – und Lütjen ging an Bahn 18 baden …

- Werbung -