Trotz Corona 23 Prozent Umsatzplus

Niestetaler SMA Solar Technology AG blickt zufrieden auf die ersten drei Quartale des Jahres

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Produkte gefragt Mit 792 Millionen Euro verfügt das Niestetaler Unternehmen über einen hohen Auftragsbestand. Hier fällt der Blick auf die Herstellung des neuen EV-Chargers, der es ermöglicht, Elektrofahrzeuge mit Energie zu versorgen. Fotos: SMA / nh

Zufriedene Mienen in Niestetal: Die dort ansässige SMA Solar Technology AG verkaufte von Januar bis September Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von rund 10,7 GW. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent auf 774 Millionen Euro an. „Dazu trug neben einer positiven Umsatzentwicklung in den Segmenten Home Solutions und Business Solutions insbesondere das starke Projektgeschäft bei“, erläuterte Vorstandssprecher Jürgen Reinert.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag im Berichtszeitraum mit 41 Millionen Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres. Nach dem bereits vorab prognostizierten Rückgang im zweiten Quartal erholte sich der Auftragseingang im dritten Quartal wieder etwas.

Perspektiven stimmen Mit 792 Millionen Euro verfügt das Niestetaler Unternehmen über einen hohen Auftragsbestand. Hier fällt der Blick auf die Herstellung des neuen EV-Chargers, der es ermöglicht, Elektrofahrzeuge mit Energie zu versorgen.

Mit neun Millionen Euro erzielte SMA von Januar bis September ein besseres Konzernergebnis als im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,27 Euro. Mit einer Nettoliquidität von 194 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von 43 Prozent weisen die Nordhessen eine solide Bilanzstruktur auf.

„Langfristig großes Potenzial“

„Die Auswirkungen der weltweiten Coronakrise haben auch SMA in den vergangenen neun Monaten vor große Herausforderungen gestellt. Umso mehr freut es mich, dass wir trotz zurückgehender Märkte ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erzielt und damit Marktanteile hinzugewonnen haben. Dazu hat das hohe Engagement unserer Mitarbeiter ebenso beigetragen wie die kontinuierliche enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Lieferanten“, so Reinert.

Das Unternehmen beobachte die Entwicklung der Krise genau, um weiterhin jederzeit schnell reagieren zu können. Reinert blickte voraus: „Der Vorstand geht nach wie vor davon aus, dass SMA im laufenden Geschäftsjahr seine Umsatz- und Ergebnisprognose erreichen wird. Langfristig sehen wir im weltweiten Umbau der Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und letztendlich der Klimaneutralität großes Potenzial für SMA. Deutschland sollte hier mit gutem Beispiel vorangehen.“

Die anstehende Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes müsse genutzt werden, um den dringend benötigten Photovoltaik-Zubau zu beschleunigen. Die Förderung des Eigenverbrauchs von kostengünstiger und sauberer Solarenergie durch private und gewerbliche Anwender spiele dabei eine zentrale Rolle.

Marktanteile hinzugewinnen

Die Anfang Februar veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisprognose des Vorstands für das aktuelle Geschäftsjahr sieht ein Umsatzwachstum auf eine Milliarde Euro vor. „Wir halten SMA für gut positioniert, um auch unter den aktuellen Umständen weitere Marktanteile hinzuzugewinnen“, zeigte sich Reinert zuversichtlich. • ralo

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