Schnickschnack oder Trainingshilfe?

Oberaulaer Andreas Meißner testete neues Wissmannshofer Tee-up-System

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Test überzeugend bestanden Andreas Meißner: „So lässt sich flüssig an unterschiedlichen Balllängen und Flugkurven arbeiten.“ Foto: Mario Zgoll

Als clubfremder Spieler nutzte Andreas Meißner das Wissmannshofer Eröffnungsangebot. Im November testete der Oberaulaer (Handicap 12) die neue dreistöckige Driving Range und machte sich mit den sogenannten Pump Up Tees zum Einführungspreis von sieben Euro pro Stunde vertraut. Hier sein Erfahrungsbericht. 

Was verbirgt sich hinter dem Begriff des Pump Up Tees? Dort, wo auf der klassischen Trainingsmatte ein Kunststoff-Tee steckt, befindet sich auf der innovativen Matte ebenfalls ein solcher Stift. Dieser wird nach der Freischaltung der Abschlagbox mechanisch nach oben oder nach unten bewegt.     

Nun schlägt der Trainierende den Ball vom Tee. Nachdem die Kugel abgehoben hat, senkt sich das Tee ab und erscheint kurz darauf erneut mit einem aufgelegten Ball. Gefühlt dauert dieser Ladevorgang etwa drei Sekunden. So ist es leicht möglich, mehr als 200 Bälle pro Stunde vom Pump Up Tee zu schlagen; bei meinem Test waren es 234 Bälle. 

Stufenlos einzustellen

Einen weiteren Unterschied zur herkömmlichen Abschlagmatte macht die Qualität aus. Die neue Matte ist etwas dicker und weicher. Sie erweist sich als abriebfest, so dass man die sonst üblichen, aus meiner Sicht höchst ärgerlichen grünen Streifen am Schläger vergeblich sucht. 

Fällt der Blick von oben auf den vorderen Teil der Abschlagmatte, so ist dort ein Display angebracht, das die verbleibende Trainingszeit sowie die Zahl der bereits geschlagenen Bälle anzeigt. Rechts und links des Displays lässt sich die Teehöhe stufenlos über eine Schaltfläche mit dem Golfschläger von null bis siebzig Millimeter stufenlos einstellen. Damit können alle Varianten, vom Drive bis zum Annäherungsschlag, problemlos trainiert werden. 

Ideal für kurze Schläge

Ist diese Trainingshilfe ein Gadget, ein neumodischer Schnickschnack, den niemand braucht? Oder handelt es sich bei diesem System um eine Hilfe, die es ermöglicht, sein Golfspiel zu verbessern? Nachdem ich das System nun getestet habe und das Training von der herkömmlichen Abschlagmatte aufgrund vieler Übungseinheiten bestens kenne, komme ich zu dem Schluss: Mich hat das Training mit und vom Pump Up Tee überzeugt!

Hier kann der volle Schwung im Gleichklang mit dem Auf und Ab des Tees geübt werden. Das Ergebnis ist sofort sichtbar, da mehrere Schläge aus der gleichen Standposition gemacht werden können, ohne sich ständig um Ball oder Tee zu kümmern. Interessante Variante: mal mehr, mal weniger hart schlagen, ohne jedes Mal einen Ball auf Tee oder Matte zu legen. 

So lässt sich flüssig an unterschiedlichen Balllängen und Flugkurven arbeiten. Fehler im Hinblick auf den Stand, die Ausrichtung oder die Griffhaltung sind schnell und leicht zu erkennen, soweit man gelernt hat, Fehler aus verschiedenen Flugkurven des Balls „herauszulesen“. 

Ideal trainiert werden können kurze Schläge. Etwa dann, wenn bei der Einstellung von fünf Millimetern in kurzer Folge Bälle auf ein (BVB-)Ziel gespielt werden. So lernt man schnell durch Versuch und Irrtum, wie weit man ausholen muss, um sein Ziel zu treffen. Stand und Rückschwung können von Schlag zu Schlag verändert werden, ohne sich um Ball oder Tee Gedanken machen zu müssen. So soll es sein.

Kommen weitere Ziele?

Mein Fazit: Dieses System ist aus meiner Sicht eine echte Hilfe, um seinen Golfschwung bzw. -schlag und damit sein Spiel zu verbessern. Schön wären weitere Ziele auf der Range mit Entfernungsangaben. Gespannt bin ich, welcher Preis nach der Einführungsphase der Innovation verlangt werden wird.

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