Rote Karte für Schimmel

Know-how: Wie Krieger + Schramm Störfaktoren eliminiert

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Bauliche Maßnahmen helfen „Wir sind dem Radon keineswegs hilflos ausgeliefert“, so Matthias Krieger. Foto: nh

Feuchtigkeit führt in Gebäuden mitunter zu Schimmel. Binnen 72 Stunden können sich Pilzsporen zu Kulturen entwickeln – ein Grund mehr, bereits in der Bauphase präventiv aktiv zu werden.

Schimmel ist nicht ungefährlich. Wenn er sich ausbreitet, kann er zum Auslöser von Allergien, Atemwegsbeschwerden, chronischer Müdigkeit und Herzrhythmus-Störungen werden. Manche Schimmelarten sind gar toxisch für den Organismus.

Schimmelprävention am Bau erfordert bewussten und sorgfältigen Umgang. Das schließt den gesamten Prozess ein, von der Planung über die Überwachung bis zur Ausführung der Gewerke. „Deshalb arbeiten wir in dem Kontext mit dem Sentinel Haus Institut und dem TÜV Rheinland zusammen. Es gilt, sämtliche Eventualitäten zu bedenken und geeignete Maßnahmen umzusetzen, um der Schimmelbildung konsequent vorzubeugen“, macht Bauunternehmer Matthias Krieger von Krieger + Schramm deutlich.

Zum Paket gehört das bewusste Feuchtemanagement während der Bauphase. „Zur optimalen Sensibilisierung werden unsere Bauleiter und Handwerker regelmäßig dazu geschult“, so Kriegers Kollege Wolfgang Barthel.
Ein anderer Störfaktor ist Lärm. Es handelt sich um eine der stärksten Umweltbelastungen. Er kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Auswirkungen führen, beispielsweise zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vor dem Hintergrund kommt dem baulichen Schallschutz eine große Bedeutung zu.

Die Belastung durch Lärm ist angesichts der zunehmenden Verdichtung von Lebensräumen ein zentrales Thema. Denn der Schutz der Privatsphäre schließt den größtmöglichen Schutz vor Lärm von außen in den eigenen vier Wänden ein. Es gilt, exakt auf die Maßnahmen im und am Gebäude zu achten. So lassen sich Schallbrücken-Übertragungen vermeiden, indem von vornherein besonders dichte und schwere Baustoffe verwendet werden.

Schließlich zum Radon – ein Edelgas, das sich in Häusern anreichern kann. Gesundheitliche Schäden können daraus resultieren. Das unsichtbare, geruch- und geschmacklose Radon entsteht beim Zerfall von Radium. Da sich Radon-Atome nicht binden, können sie sich im Erdboden frei als Radongas bewegen und in die Atemluft gelangen.

Per se ist Radon nicht giftig. Allerdings zerfallen Radonatome in die radioaktiven Folgeprodukte Polonium, Blei und Wismut. Diese schweben in der Atemluft. Sie können in die Lunge geraten und zu Krebs führen.

Die Bedrohung durch Radon lässt sich durch bauliche Maßnahmen vermindern. Dazu zählt, die Bodenplatte oder Radondrainagen abzudichten. „Wir sind dem Radon keineswegs hilflos ausgeliefert“, macht Krieger deutlich.