Nicht warten, eher die kleinere Variante

Kasseler Maklerin Kerstin Braun berät zu allen Fragen rund um die Immobilie

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Klare Linie Kerstin Braun: „Wir gehen nur mit potenziellen Kunden zum Besichtigungstermin, wenn klar ist, dass die Finanzierung steht.“ Foto: nh

Erfahrung zahlt sich aus, für den Käufer wie den Verkäufer. Und damit punktet Kerstin Braun: Seit 30 Jahren ist ihr Unternehmen West-Immobilien am Markt tätig, in der Stadt sowie im Landkreis Kassel. Den Schwerpunkt setzt das vierköpfige Team bei Wohnimmobilien – in Sachen Kaufen und Verkaufen, Mieten und Vermieten.

In den Blick nimmt das Quartett vor allem die westlichen Abschnitte der Documenta-Destination: die Stadtteile Brasselsberg, Wilhelmshöhe, Vorderer Westen, Kirchditmold und Harleshausen. „Wir kennen den Markt, die Lagen und die Objekte bestens“, zeigt sich die gelernte Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft selbstbewusst, die ihre Ausbildung durch ein BWL-Studium mit dem Schwerpunkt Immobilienwirtschaft ergänzte.

Bei seinem Auftritt am Markt legt das Team großen Wert auf detaillierte, professionell erstellte Exposés – nicht zuletzt mit Bildern in exzellenter Qualität. Der hohe Anspruch erstreckt sich auf sämtliche Bereiche des Business. „Wir gehen nur mit potenziellen Kunden zum Besichtigungstermin, wenn klar ist, dass deren Finanzierung steht“, macht Braun deutlich und verweist auf die langjährige enge Partnerschaft mit der Deutschen Bank.

Große Diskretion gefragt

Was zu der zentralen Frage vieler Interessenten führt: Welches Budget habe ich eigentlich? Was kann (und will) ich mir leisten? Kerstin Braun plädiert vehement für realistische Planungen. Neue Immobilie, neue Küche, neues Badezimmer, neue Garage, neuer Garten? Und das alles in einem einzigen Schritt? Ist das finanziell zu stemmen? „Manchmal hilft Downsizing“, rät die erfahrene Maklerin und erläutert: „Eher ein kleineres Haus, ein Haus ohne Keller, ein Reihen- oder Doppelhaus statt eines freistehenden Objekts!“
Nicht jedes Exposé veröffentlicht West-Immobilien – aus Diskretionsgründen. Dann sind keine Außenansichten des Gebäudes dabei, lediglich Eindrücke aus dem Inneren bzw. der Blick nach draußen. Braun: „Das tun wir etwa dann, wenn der Kunde vermeiden möchte, dass im Umfeld bekannt wird, dass sein Haus verkauft werden soll.“ Auch ist sie gelegentlich inkognito unterwegs, wenn es um das künftige Zuhause eines nach Nordhessen kommenden Managers geht, dessen Name noch nicht genannt werden darf.

Kostenfreie Bewertung

Doch das ist eher eine Ausnahme. Zurück zum Regelfall, in dem die umfangreichen Service-Leistungen des Unternehmens greifen. Soll heißen: Möchte ein Eigentümer seine vier Wände, das Haus oder die Wohnung, verkaufen, so offeriert ihm West-Immobilien unverbindlich und kostenfrei, das Objekt fachlich zu beurteilen bzw. zu bewerten. Ein Mitglied des Teams sieht sich das Gebäude vor Ort an und prüft die Unterlagen. Im Anschluss erhält der Eigentümer eine fundierte schriftliche Einschätzung dazu, in welcher Größenordnung sich der Preis bewegt, der aktuell am Markt zu erzielen ist.

Zahlreiche Faktoren fließen ein. Sie reichen von der Grundfläche bis zu möglichen Eintragungen. Bei einer Eigentumswohnung spielen die Nebenkostenabrechnung sowie die Protokolle eine wichtige Rolle, die die Gemeinschaft der Eigentümer betreffen. Auch Fragen zum Gemeinschaftseigentum, zu anstehenden Sanierungen oder bereits beschlossenen Maßnahmen rücken in den Fokus.

Unabhängig von diesen Aspekten empfiehlt die Immobilienexpertin, anstehende Entscheidungen nicht auf die lange Bank zu schieben. „Im Vergleich zu anderen Städten dieser Größenordnung hat Kassel nach wie vor ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“, hebt sie hervor, die sich bei der Dekra zur Sachverständigen für Wohnimmobilien zertifizieren ließ. Es handele sich keineswegs um einen überhitzten Markt. „Mein Tipp lautet, nicht zu warten, sondern zu kaufen, solange die Zinsen so niedrig sind. Eher sollte man einen Kompromiss im Hinblick auf die Lage oder Größe machen“, erklärt Braun. • ralo

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