Neun Schläge unter Par erneut zum Sieg

Resort Gut Wissmannshof: Früherer Fuldaer Max Kramer entscheidet ProAm Becks & Boys für sich

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Bereits zum zweiten Mal entschied Max Kramer das ProAm Becks & Boys für sich. Neun Schläge unter Par ließ er die Konkurrenten Dominik Pietzsch (65) und Jonathan Griffiths (65) klar hinter sich. Fotos: Mario Zgoll

Er kam, sah und siegte. Und das bereits zum zweiten Mal. Zwar blieb Max Kramer (63) zwei Schläge über seiner Traumrunde, mit der er das ProAm Becks & Boys 2020 gewonnen hatte. Doch auch die neun unter Par im August erwiesen sich als Volltreffer. Damit verwies der ehemalige Fuldaer seine Konkurrenten Dominik Pietzsch (65) und Jonathan Griffiths (65) auf die Plätze. Mit Samuel Perelzweig (66), Hinrich Arkenau (66), Jakub Bouda (66), Gastgeber Fabian Becker (67), Simon Marshall (67) sowie fünf weiteren Aktiven gelang es immerhin 13 Cracks, den Durchgang unter dem Platzstandard abzuschließen. Wobei der zweitplatzierte Pietzsch nicht nur Power, sondern auch Gefühl zeigte – er schlug den längsten Drive und den besten Ball an die Fahne (1,73 Meter).

In der Brutto-Teamwertung hatten Dominik Pietzsch, der Hanauer Danilo Crnomut, der Landshuter Peter Haemmerle sowie Rosemarie Riederer vom Club Schlossberg mit 49 Punkten die Nase vorn. Das Nettoklassement führte das Quartett Fabian Becker, Andre Wellmann, Francisco Iglesias und Michael Allendorf (53) an. Es folgten Max Kramer, Franz Schwarz, Tim Zaiser und Prof. Rudolf Bertagnoli (52), die Samuel Perelzweig, Andreas Kruse, Jana Strietzel und Tanja Wellmann (52) im Stechen die Rücklichter zeigten. Dahinter platzierten sich Jonathan Griffiths, Andreas Motyl, Lars Thoene und Wolf Tauer (51) bzw. Martin Keskari, Oliver Gersztein, Mona Scheibenbogen und Alexander Schwarz (51). Bei den Sonderwertungen der Amateure überzeugten Lokalmatadorin Katrin Söder und Axel Feddeck (Longest Drive) sowie Peter Haemmerle (Nearest to the Pin).

FMI Systems als Hauptsponsor

Willi Becker dankte „zum Auftakt des geselligen Teils der Veranstaltung“ den zahlreichen Förderern und Helfern, „die das tolle Ereignis mit ihrem großen Einsatz“ erst möglich gemacht hatten. Der Gastgeber hob das köstliche Buffet des Grischäfer-Teams um Rainer Holzhauer hervor, würdigte das tatkräftige sowie kreative Engagement von Christian Schaeling und seiner FAC-Mannschaft und unterstrich die großzügige Performance des Hauptsponsors FMI Systems.

Erneut unterstützte das Autohaus Ostmann das Event. „Fabian und Willi Becker sind meine Nachbarn. Der eine wohnt rechts neben mir, der andere auf der linken Seite. Da versteht es sich von selbst, dass ich mich hier einbringe“, erklärte Geschäftsführer Alexander Deckers. Er nutze gern die Gelegenheit, um am Rand des Turniers Freunde, Kunden und Partner zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

„Es war eine tolle Runde und ein angenehmer Flight“, berichtete Joe Gibbs, der unter anderem mit Lars Landefeld unterwegs gewesen war. „Schade, dass ich so selten auf den Golfplatz komme“, bedauerte der Chef der Kassel Huskies.

Arkenau lobt „das tolle Ambiente“

Stolz zeigte sich Fabian Becker darüber, dass es ihm und seinem Vater „im zeitweise turbulenten Vorfeld“ des ProAms gelungen war, 27 Professionals und Teams an den Start zu bringen. Was ihn nicht daran hinderte, seine Kollegen gleich noch ein weiteres Mal zu fordern.

Diese ließen sich nicht zweimal bitten. In der Abendsonne hängten die Professionals einen zusätzlichen kleinen Wettbewerb an, das spektakuläre Shoot-Out. Der Publikumsmagnet erstreckte sich über mehrere Stationen. Eine Aufgabe lautete, den Ball aus dem Bunker heraus nah an die Fahne zu legen.

1.000 Euro winkten dem Sieger. 500 bzw. 200 Euro gab es für den Zweiten und Dritten. Die von Francisco Iglesias gesponserte Einlage gewann Andreas Nottebaum. Der kommentierte anschließend anerkennend: „Das Resort Gut Wissmannshof ist eine wunderschöne Anlage. Was Hubert Landefeld in den letzten zehn Jahren auf die Beine gestellt hat, davor ziehe ich meinen Hut!“
Zum siebten Mal hatte sich der Golftrainer an dem ProAm beteiligt. „Es ist immer wieder ein Erlebnis, hier zu spielen“, unterstrich er, der einen Schlag unter Par geblieben war.

Stärker hatte sich Hinrich Arkenau präsentiert. „Und das, obwohl ich acht Wochen lang wegen Rückenproblemen pausieren musste“, staunte er. Daran gemessen habe er eine gute Leistung auf den Platz gebracht, immerhin sechs Schläge unter Par.

Arkenau, der das Turnier schon einmal gewonnen hatte, bescheinigte dem Wissmannshof „ein tolles Ambiente“. Er komme gern her. „Wir Pros finden immer tolle Bedingungen vor. Es macht Spaß, dabei zu sein“, sagte der Norddeutsche, der seit fünf Jahren auf der Challenge Tour aktiv ist.

Teaching Pro Regis Gustave hatte die Runde genossen. „Es war ein schöner Tag“, fasste er zusammen. Das gelte uneingeschränkt, auch wenn er sich nicht unter den Besten hatte platzieren können. „Meine Frau hat mich heute begleitet. Das gibt es nicht allzu oft“, so der ehemalige Crack der Challenge Tour.

Ob Kramer nochmal angreift?

Max Kramer strahlte. „Es ist ziemlich gut gelaufen. Das hatte ich gar nicht so erwartet“, räumte der Sieger ein. Vier Wochen zuvor war er Vater geworden. Entsprechend wenig hatte der frühere Fuldaer trainieren können.

Aktuell arbeitet Kramer im Club Velderhof, zwischen Köln und Düsseldorf gelegen, als Trainer. Die Aufgabe macht ihm Spaß. „Ob ich es noch einmal versuche und erneut auf die Tour gehe, weiß ich derzeit noch nicht“, so der zweifache Champion des Wissmannshofer ProAms.
Eine Hintertür hält sich der Modellathlet offen. Sie hat mit seinem Sohn zu tun. „Er heißt Maximilian. So wie ich“, grinst der langjährige Spieler der Challenge und Pro Golf Tour. „Damit“, fügt er hinzu, „eröffnet sich die Chance, dass es ein Max Kramer doch eines Tages auf die European Tour schafft!“ • ralo

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