Konter gelingt mit coolem Eagle

In Braunfels avanciert der Wissmannshofer Fabian Becker zum Hessenmeister der Professionals

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Kaum Drives und Putts Fabian Becker erklärte: „Gemessen daran, dass ich in den Wochen zuvor nur wenig trainieren konnte, bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.“ Foto: nh

Fabian Becker hatte allen Grund zur Freude. „Gemessen daran, dass ich in den Wochen zuvor nur wenig trainieren konnte, bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden“, strahlte der Wissmannshofer Professional. Recht hat er. Nachdem Becker bereits vor vielen Jahren als Amateur Hessenmeister geworden war, gelang es ihm nun in Braunfels, zum hessischen Champion der Professionals zu avancieren.

In einem ganz heißen Finale holte sich Becker den Titel. Der Amerikaner Michael Newell hatte seinen zweiten Durchgang mit einem sensationellen Albatross abgeschlossen und war mit (75 und 71) 146 Schlägen in Führung gegangen.

Insofern galt es für den später gestarteten Nordhessen, zu kontern. Das tat Becker überzeugend. An Bahn 18 zauberte er ein Eagle auf den Rasen und notierte eine 71 auf seiner Scorekarte. Zusammen mit der 72 vom Vortag kam der Pro auf 145 Schläge – und zum Sieg.

Max Röhrig schlägt ins Aus

Die beiden Runden in Mittelhessen brachten gleich mehrere Entscheidungen. Ermittelt wurde der Sieger der PGA Hessen Pro Days, der hessischen Station der Serie der PGA of Germany. Gleichzeitig trug der Landesverband Hessen seine Einzelmeisterschaften aus.

Zum Auftakt setzten sich mit Becker und dem Neuhofer Maximilian Röhrig, der auf dem Platz im Schatten des Schlosses Braunfels seine golferischen Jugendtage verbracht hatte, zwei Hessen an die Spitze des Feldes. Entsprechend hoch waren die Erwartungen. Während sich Röhrig mit der Runde und 72 Schlägen (bei Par 73) nicht ganz zufrieden zeigte, freuten sich die Clubmitglieder sichtlich, „ihren Max“ oben auf dem Leaderboard zu sehen.

In der zweiten Runde musste Röhrig früh einen Rückschlag verdauen, als er an Bahn 4 ins Aus schlug und eine 8 notierte. Becker hingegen spielte konstant um Par. Zum Ende wurde es extrem spannend, weil die Teilnehmer auf Bahn 18 fast alle versuchten, das Grün des Par 5 mit zwei Schlägen zu erreichen und teilweise spektakulären Sport boten. Besonders hervor tat sich, wie erwähnt, Michael Newell, der mit einem Eisen 7 zum Albatros einlochte.

Gleichzeitig katapultierte ihn der Schlag an die Spitze des Feldes mit einem Gesamtscore von 146 Schlägen (Par). Becker, der zu dem Zeitpunkt insgesamt 1 über lag, musste sich also etwas einfallen lassen. Das schaffte er, siehe oben!

Mike McLean auf Rang 14

Über Becker hinaus hatten weitere nordhessische Professionals ihre sportliche Visitenkarte bei dem PGA-Event abgegeben. Der Wilhelmshöher Mike McLean erreichte mit (79 und 76) 155 Schlägen bzw. 9 über Par Rang 14. Den teilte sich der Brite mit Beckers Wissmannshofer Kollegen Daniel Wünsche (76 und 79), 155. Lothar Jahn aus Fulda benötigte (81 und 83) 164 Schläge und belegte Platz 33. • ralo

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