Kein Geld für das Rückflug-Ticket

Nach 33 Jahren verabschiedet sich Head-Pro Trevor J. Rigby von den Marburger Mitgliedern

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Mit einem denkwürdigen Event verabschiedete sich Trevor J. Rigby im Herbst von den Marburger Mitgliedern. Der langjährige Trainer hatte die Entwicklung des Clubs und des dortigen Golfsports nicht nur begleitet, sondern entscheidend geprägt.

Als Rigby seine Tätigkeit auf der Anlage aufnahm, fand er seinerzeit einen Neunloch-Platz vor. Dem Club gehörten 220 Mitglieder an. Mit einem One-Way- Ticket war er gekommen. „Mehr Geld hatte ich nicht in der Tasche“, berichtete er lächelnd.

33 Jahre später verfügt die Destination über einen attraktiven und von vielen Aktiven sowie Gästen hoch gelobten Platz, auf den die rund 750 Mitglieder stolz sind. In den über drei Jahrzehnten brachte der Trainer vielen Interessierten akribisch die Grundlagen des Spiels, die Technik des Schlagens und Schwingens, das Regelwerk und die Etikette nahe. Zudem kümmerte er sich um die Jugendarbeit und begleitete zahlreiche Mannschaften, vermittelte ihnen technisches sowie taktisches Know-how. Unvergessen bleibt sein Einsatz für den Schüleraustausch mit Jugendlichen des englischen Clubs Rochdale, unweit seiner Heimat, in den 1980iger- und 1990iger-Jahren.

Fundiert und authentisch
Wer Unterricht bei dem Briten gebucht hatte, dem wurde schnell klar, dass hier ein absoluter Fachmann vor ihm (oder ihr) stand, dem es immer wichtig war, seine SchülerInnen auf dem Weg zu einer(m) guten Golfer(in) fachkundig zu beraten und zu begleiten, der/die Spaß und Erfolg im Sport sucht.

Seine pädagogisch fundierte und authentische Art, Golf zu unterrichten, sein geschultes Auge auf der Suche nach (selbst kleinsten) Fehlern im komplizierten Gefüge des Strebens eines jeden Golfers nach dem idealen Schwung und seine kompetente Beratung beim notwendigen Equipment wird vielen Mitgliedern fehlen. „Zweifelsohne hinterlässt Trevor eine große Lücke im Club“, unterstreicht Präsident Michael Schwarz.

Wertvolle Uhr und Karikatur
Viel Anerkennung und große Wertschätzung erfuhr der Head-Pro beim Farewell- Turnier, an dem über 140 Aktive teilnahmen. Bei der offiziellen Verabschiedung klang die Sympathie in sämtlichen Beiträgen an. Schwarz und Spielführer Heinz Eifert brachten ebenso ihren Dank zum Ausdruck wie zahlreiche Weggefährten der vergangenen Dekaden – darunter drei ehemalige Präsidenten.

Schwarz lobte die fachlichen und menschlichen Fähigkeiten des Pädagogen und seine Eigenschaft, sich auf alle Altersstufen einzustellen – ob alt oder jung, groß oder klein, der Pro wurde in seiner Trainingsarbeit allen Anforderungen gerecht. Zum Dank überreichte ihm der Präsident eine kostbare Uhr sowie eine Luftaufnahme des Platzes und ein persönliches Erinnerungsbuch mit Bildern und Widmungen zahlreicher Mitglieder. Die Jugend reihte sich in den Reigen der Gratulanten ein. Paul Seitz übergab dem Coach im Namen des Nachwuchses eine Karikatur.

In seinen emotionalen Abschiedsworten hob Rigby den Teamgedanken hervor. Das gute Miteinander von Vorstand, Greenkeeping, Sekretariat, Gastronomie, Pro-Shop und Trainer-Team sei die Grundlage für sein Engagement gewesen.
Günter Kiefer

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