Kästen für Bienen, Käfer und Ameisen

Mit ihren bunten Insektenhäusern gelingt den Oberaulaern eine tolle Initiative zugunsten der Natur

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Dass Golferinnen und Golfer ein besonders enges Verhältnis zur Natur haben, versteht sich eigentlich von selbst. Schließlich üben sie ihren Sport in der grünen Umgebung aus, ohne den wohlgepflegten Platz würden die Aktiven ihrem geliebten Hobby gar nicht nachgehen können. Mit einer tollen Initiative zugunsten der Natur wartet nun die Oberaulaer Anlage auf: An verschiedenen Abschnitten des Platzes haben Mitglieder bunte Insektenhäuser angebracht.

Monika Sattler gab den entscheidenden Impuls dazu. Auf die Idee mit den Kästen kam sie, als im Jahr 2020 Bäume an Bahn 11 gefällt werden mussten. Übrig blieben etwa zwei Meter hohe Stümpfe. Da drängte sich die Frage auf: Was soll mit ihnen passieren?

Die 69-Jährige schlug vor, die Stümpfe aufzurichten und darauf bunte Insektenkästen anzubringen. Solche Boxen kannte Sattler kannte bereits in ihrem Garten in Fuldabrück. Unter ihren Mitspielerinnen fragte sie nach, inwieweit sich Damen finden würden, für die Aktion zu spenden. Und, siehe da, 20 Ladies machten mit.

Ihr Impuls Auf die Idee mit den Insektenkästen kam Monika Sattler, als im Jahr 2020 Bäume an Bahn 11 gefällt werden mussten. Foto: Frank Gerhard

Da ließ sich die Nordhessin nicht zweimal bitten. Sattler bestellte die Häuschen, kaufte die Farbe und motivierte ihren Ehemann Jürgen, die Objekte kreativ zu streichen. Anschließend brachten er und Vizepräsident Wolfgang Leitl die kleinen hölzernen Herbergen vor Ort an.

Das Ganze stieß auf eine gute Resonanz in den Oberaulaer Reihen. Mehr noch, zwei weitere Mitglieder, Klaus Reiser und Robert Simla, ließen sich vom Tatendrang infizieren und stiegen in die Initiative ein. Im folgenden Winter bauten sie selbst zwei weitere, großformatige Insektenhäuser. Das Duo ist nun an Abschlag 1 zu bewundern.

Das soll noch nicht das Ende der Fahnenstange markieren. „Wir planen, weitere Nistkästen an verschiedenen Stellen des Platzes anzubringen“, kündigt Manager Frank Gerhard an.

„Müssen Natur hegen und pflegen“
Seit mehr als 20 Jahren spielt Monika Sattler mittlerweile Golf im Kurhessischen Club. „Trotzdem kann ich es immer noch nicht richtig“, schmunzelt die Fuldabrückerin. Das tut ihrer Liebe zu dem Sport und der Anlage in Oberaula jedoch keinen Abbruch. „Ich mag diesen Club, weil die Mitglieder so bodenständig sind und man sich dort einfach wohlfühlen kann“, schwärmt Sattler und ergänzt im Hinblick auf die Ökologie: „Wir müssen die Natur hegen und pflegen, damit wir uns auch in Zukunft an ihr erfreuen können.“

Keine Frage, dem Wohlfühlfaktor hat sie mit den tollen Insektenkästen ein weiteres Mosaiksteinchen hinzugefügt. Das würden die Bienen, Bremsen, Mücken, Schnaken, Käfer, Ameisen, Schmetterlinge, Libellen und Hornissen zweifellos bestätigen – wenn man sie danach fragen würde … ralo

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