„Investieren stark in EDV & Marketing“

Interview mit dem nordhessischen Automobil-Unternehmer Reinhard Ostmann

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Unternehmer Reinhard Ostmann: „Wir brauchen klare und saubere Datenstrukturen, um die SMS-Werbung, Newsletter-Kommunikation und die direkte Ansprache der Kunden zu forcieren.“ Foto: nh.

Seit mehr als fünf Jahrzehnten präsentiert sich das Autohaus Ostmann in Nordhessen als kompetenter Partner zu Fragen rund um die Mobilität – in Wolfhagen ebenso wie in Niestetal, Melsungen, Bad Arolsen, Fritzlar und Hofgeismar. Die über 300 Belegschaftsmitglieder setzen an den sechs genannten Standorten auf die Marken Volkswagen, Audi, Skoda und Seat sowie eine große Palette gebrauchter Fahrzeuge. 

Reinhard Ostmann, die Mitarbeitermotivation steht weit oben auf der Agenda Ihrer Unternehmensgruppe. Wie sieht das in der betrieblichen Praxis aus?
Die Mitarbeiterbeteiligung sieht so aus, dass unsere Belegschaftsmitglieder zweieinhalb Stunden pro Woche länger arbeiten als sie bezahlt werden. Übersteigt der Unternehmenserfolg im betreffenden Jahr einen vorher festgelegten Wert, so wird die Mehrarbeit bezahlt – ansonsten nicht.

Erreichen wir mehr als ein Prozent Umsatzrendite, so geht das, was darüber hinausgeht, zu 40 Prozent an die Mitarbeiter. Dieses Modell funktioniert nicht zuletzt deshalb gut, weil jeder Mitarbeiter sämtliche Zahlen kennt – Transparenz ist bei uns Trumpf!

Sie betonen, dass Ihre Mitarbeiter das wichtigste Kapital Ihres Unternehmens sind. Wie fördern Sie Ihre Belegschaft, damit sie als Botschafter Ihres Hauses überzeugen?
Unsere Mitarbeiter sind gut ausgebildet. Damit sie ihre Fähigkeiten im Umgang mit den Kunden überzeugend einsetzen können, pflegen wir intern eine offene Kommunikationskultur. Das zeigt sich daran, dass es bei uns offene Türen gibt, durch die jeder auf jeden zugehen kann.

Das wollen wir aufrechterhalten. Das gilt umso mehr, als unser Unternehmen in den letzten Jahren stark gewachsen ist und wir auch weiterhin auf den Wachstumskurs setzen.

Was bedeutet das für Ihre Führungskräfte?
Sie müssen vorleben, dass der Kunde im Fokus steht – und nicht unsere internen Prozesse. Mit aller Konsequenz. Das bedeutet, dass sie bei Bedarf den Kunden von sich aus ansprechen, ein passendes Auto anbieten oder dafür sorgen, dass der Betrieb nach außen das Bild abgibt, das der Kunde erwarten kann. Dafür sind wir ein Dienstleistungsunternehmen.

Worin sehen Sie in 2017 die zentralen Herausforderungen für Ihr Team?
In Hofgeismar haben wir einen neuen Betrieb eröffnet. Was ich persönlich ebenso toll wie bemerkenswert fand, war, dass die Mitarbeiter aus Wolfhagen von sich aus das Catering in Form von Würstchen und Erbsensuppe übernommen haben. Das ist super angekommen und zeigt, wie ein Betrieb authentisch ‘rüberkommt.

In Melsungen, wo wir seit über anderthalb Jahren mit 45 Mitarbeitern präsent sind, werden wir im Mai einen Neubau eröffnen. Dort kommt ein neuer Skoda-Händlervertrag hinzu, und wir wollen neue Strukturen etablieren. Das alles bringt echte Herausforderungen mit sich. Darüber hinaus investieren wir in 2017 stark in unsere EDV und Marketing. Gerade für den letzten Punkt brauchen wir klare und saubere Datenstrukturen, um etwa die SMS-Werbung, die Newsletter-Kommunikation und die direkte Ansprache der Kunden zu forcieren.

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