Harte Arbeit in unwegsamem Gelände

Fuldataler TKM Service GmbH saniert Abwasserkanal im Melsunger Stadtwaldpark

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Wenn echte Muskelkraft gefragt ist Es galt, über 70 Meter eingeharzten Liner zu den Schächten zu bringen. Vier Mitarbeiter des TKM-Teams sicherten dazu die Schubkarre mit Gurten. Foto: TKM Service GmbH

In Melsungen waren die Spezialisten der Fuldataler TKM Service GmbH kürzlich extrem gefordert. Es galt, einen beschädigten Steinzeug-Abwasserkanal mitten im Waldgebiet zu sanieren. Aufgrund des unwegsamen Geländes waren passende Materialien und Schwerstarbeit gefragt.

Die B. Braun Melsungen AG betreibt ein Werk im Stadtwaldpark. Auf dem Grundstück liegt eine Kläranlage, deren 770 Meter langer Kanal seit 1949 genutzt wird.

Bei einer Inspektion des Abwasserkanals durch TKM stellte sich heraus, dass in einem 180 Meter langen Abschnitt Wurzeln eingewachsen waren. Diese fräste ein Mitarbeiter mit Hilfe von Spiralmaschinen zunächst heraus. Wie sollte die Sanierungslösung aussehen? Nicht zuletzt aus Umweltschutzgründen fiel die Entscheidung, den Kanal über die Strecke von 325 Metern und 14 Schächten zu sanieren.

Bevor es losgehen konnte, waren die Details zu klären. „Es mussten Strom, Wasser, Kameras, das Sanierungsgerüst, Inversionstrommeln, ein mit Harz imprägnierter Liner und das Dichtheitsprüfgerät zu den Schächten gebracht werden. Und wir mussten überlegen, wie man das Material bei dem Gefälle an die Schächte bekommt“, beschreibt Chef Hermann Spitzenberg. Ein Versuch mit Rollen und einer Seilwinde schlug fehl. So nutzte man eine Schubkarre, in der über 70 Meter eingeharzter Liner zu den Schächten gebracht wurde. Vier Mitarbeiter sicherten die Schubkarre mit Gurten.

Der Lösungsweg bewährte sich. Die Fuldataler bewältigten alle Herausforderungen. Den Abschluss des Projekts bildeten die Dichtheitsprüfung und die TV-Inspektion. Die Liner-Enden wurden an die Schächte angepasst und die Gerätschaften zu den Fahrzeugen zurückgebracht. Eine Liner-Probe schickte man zum Prüflabor, das alle Checks als „bestanden“ wertete.„Für den Einbau sämtlicher Liner in die Abwasserkanäle benötigte unser Team sieben Tage“, fasst Spitzenberg zusammen – und atmet ob des Erfolgs der Aktion tief durch.