Golf, Titanic und viel Historisches

Was das Wirtschaftskollegium Kassel in den nächsten Monaten vorhat

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Ein engagiertes Quartett steht an der Spitze Walter Ruß, Walter Schopf, Ivo Giebe und Horst Hoffmann (v.l.) bilden das aktuelle Sprecherteam des Wirtschaftskollegiums Kassel. Foto: nh.

Ein neues Grün? Eine Anlage, die sich an berühmten Vorbildern orientiert? Erstklassige gastronomische Angebote für passionierte Golfer und solche, die es werden wollen? So ähnlich lauteten Walter Schopfs Überlegungen, als er in seiner Funktion als Sprecher des Wirtschaftskollegiums Kassel (WKK) über das Programm 2017 nachdachte.

Schopf ist seit 20 Jahren dem Golfsport „verfallen“ und verbringt in der Saison so viel Zeit wie möglich auf dem Gras, das manchen die Welt bedeutet. Kein Wunder, dass es dem spät berufenen Golfer im Handumdrehen gelang, seine Sprecherkollegen im WKK von der Idee zu überzeugen, im Juli den Adventure-Course neben dem neuen 18-Loch-Platz auf Gut Wissmannshof zu besuchen.

Der sportliche Nachmittag dort reiht sich ein in die vielfältigen Veranstaltungen des Kollegiums, die von Besuchen bei B. Braun in Melsungen und dem SciencePark über die documenta und den Untergang der Titanic bei den Bad Hersfelder Festspielen bis zur Jahresfahrt auf Martin Luthers Spuren reichen. Jeweils ein Quartett sorgt dafür, dass sich Angebote zu Firmenbesuchen, Politikdiskussionen und Kulturexkursionen zu einem bunten Mix formieren. Schopfs Sprecherkollege Ivo Giebe: „Wer es aus seinen Wirtschaftsjuniorenzeiten gewohnt ist, intensiv im Team zu arbeiten und ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen, der ist im Kollegium richtig.“

Giebe weiß, wovon er spricht. Lange Zeit war der 39-Jährige aktiv im Vorstand der Wirtschaftsjunioren und erfuhr dort, wie spannend die Arbeit im Dienst von 80 Mitgliedern sein kann: „Deshalb habe ich nicht gezögert, als ich gefragt wurde, ob ich nicht nur Interesse an einer Mitgliedschaft, sondern auch an der Mitarbeit im Sprecherkreis habe.“ Giebe und seine Mitstreiter Walter Schopf, Horst Hoffmann sowie Walter Ruß stehen für zwei Jahre an der Spitze der Einrichtung.

Höhepunkt des Jahres soll der dreitägige Trip auf Martin Luthers Spuren nach Eisenach, Wittenberg und Eisleben werden. „500 Jahre Reformation, das Thema können wir uns nicht entgehen lassen“, hebt Hoffmann hervor. In den letzten zwei Jahren hatte man sich in Norddeutschland umgeschaut, Lübeck und Hamburg erkundet. Nun geht man auf Spurensuche in der Vergangenheit, die auch die Historie der documenta-Stadt maßgeblich beeinflusst hat.

Auf Kassels Geschichte will man mit einem Projekt eingehen, indem die Sprecher Interviews mit Mitgliedern auf Video festhalten. So soll ein Beitrag zur Zeitgeschichte der Region und des WKK geleistet werden. „Das Projekt ist uns wichtig und wird uns über die Phase unseres Sprecheramtes hinaus beschäftigen“, sagt Initiator Ruß und setzt auf den Teamgeist seiner Kollegen. Schon bald sollen die Premierenklappe fallen und erste Interviews mit Gründungsmitgliedern laufen.

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