Fünf Fehler, die Sie vermeiden sollten

So funktioniert die intelligente Gebäudesteuerung wirklich reibungslos

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Keine Lücken lassen Mit Blick auf die Sicherheit ist zu gewährleisten, dass Unbefugte nicht in die Gebäudesteuerung eingreifen können. Alle Zugänge sollten mit sicheren Passwörtern geschützt werden – insbesondere, wenn die Steuerung auch per Smartphone-App geregelt wird. Foto: Fotolia

Moderne Gewerbeimmobilien kommen heute kaum noch ohne eine intelligente Gebäudesteuerung aus. Schlagworte wie Big Data oder Smart Building prägen den Alltag. Kein Wunder: Lässt sich doch durch vernetzte Lösungen Energie sparen und gleichzeitig die Sicherheit erhöhen.

Die Technologie macht immer weitere Fortschritte. Selbstlernende Systeme arbeiten mit Analyse-Tools, die alle Bestandteile der Gebäudeautomation ständig überwachen und nachjustieren. Solche „adaptiven“ Steuerungssysteme passen sich somit nahezu autonom an veränderte Bedingungen an – etwa an geänderte Schichtpläne, andere klimatische Bedingungen oder an ein erhöhtes Produktionsaufkommen.

Je umfangreicher und selbständiger automatisierte Gebäudesteuerungen werden, umso wichtiger wird es aber auch, bei der Installation und Wartung Fehler zu vermeiden und mit kompetenten Fachpartnern zusammenzuarbeiten. Hier ein Überblick über Fehler, die im Zusammenhang mit Gebäudesteuerung und -automation gemacht werden.

Unzureichende Planung Bereits bei der Planung der Gebäudesteuerung gilt: Je detaillierter geplant wird, desto besser. Zunächst stellt sich die Frage, ob es ein kabelgebundenes oder ein Funksystem sein soll. Funklösungen sind leichter zu installieren, gelten aber als nicht so robust wie Kabelsysteme. Am besten lässt man sich beraten und klärt, welches System für die individuellen Anforderungen das beste ist. Dasselbe gilt, wenn es ins Detail geht: Bis hin zur richtigen Position von Schaltern und Sensoren muss alles bedacht sein. Schon kleine Fehlplanungen können spätere Umbauarbeiten erforderlich machen. So müssen Bewegungsmelder an Stellen angebracht werden, die später nicht durch Einrichtungsgegenstände verdeckt werden.

Zu wenig Flexibilität Jeder Betrieb entwickelt sich weiter: Produktions-
bedingungen ändern sich ebenso wie die Angebotspalette oder die Größe der Belegschaft. In der Gebäudesteuerung sollten deshalb von Anfang an Lösungen gesucht werden, die flexibel genug sind, um darauf reagieren zu können. Konkret bedeutet das, dass bei einem kabelbasierten System eine ausreichende Anzahl von Leerrohren verlegt wird, damit es bei einer Erweiterung keine Probleme mit der Installation neuer Leitungen gibt. Auch im Schaltschrank sollten als Minimum 30 Prozent Platz für neue Leitungen reserviert werden.

Elemente kaum kompatibel Für ein perfektes Zusammenspiel müssen die Elemente der Gebäudesteuerung miteinander kompatibel sein. Am häufigsten kommt ein KNX-Bus zum Einsatz. Das Bussystem stellt in der smarten Gebäudesteuerung quasi die elektrotechnische Infrastruktur dar, über die alle Sensoren und Aktoren miteinander kommunizieren. Das KNX-System ist international standardisiert und ermöglicht eine große Produktauswahl vieler Hersteller. Das kann bei der Installation des Systems wie auch bei künftigen Ergänzungen von Vorteil sein.

Sicherheitslücken drohen Gerade im Sicherheitsbereich empfiehlt es sich, mit einem Fachbetrieb zusammenzuarbeiten. Alle Zugänge sollten mit Passwörtern geschützt werden – insbesondere, wenn die Steuerung auch per Smartphone-App geregelt wird. Eine Möglichkeit besteht darin, zur Sicherung des Systems einen externen Server zu nutzen.

Mangelhafte Dokumentation Um später Veränderungen am System durchführen zu können, ist es wichtig, einen detaillierten Plan zu haben, in dem alle Verdrahtungen und Installationen festgehalten sind. Die Komponenten müssen genau bezeichnet werden. Was befindet sich wo? Nur mit vollständigen Angaben gibt es keine Probleme, wenn nach einiger Zeit Elemente ausgetauscht werden sollen. Auch wenn das Gebäude den Besitzer wechselt, ist eine exakte Dokumentation hilfreich.

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