Frank Dittmar zum Präsidenten gewählt

Guxhagener Bauunternehmer folgt auf Heinrich Gringel an der Spitze der Handwerkskammer Kassel

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Ehrenamtlich aktiv Von der Vollversammlung gewählt (v.l.): Ehrenpräsident Heinrich Gringel, Präsident Frank Dittmar und Vizepräsident Rolph Limbacher. Foto: Pia Malmus / nh

Führungswechsel an der Spitze der Handwerkskammer Kassel (HWK): Die Vollversammlung wählte Diplom-Ingenieur Frank Dittmar einstimmig zum neuen Präsidenten. Der Bauunternehmer aus Guxhagen folgt auf Heinrich Gringel, der die Geschicke des Handwerks in Nord-, Ost- und Mittelhessen zwölf Jahre lang erfolgreich lenkte. Vor dem Hintergrund ernannte das Handwerkerparlament den Bauingenieur aus Schwalmstadt zum Ehrenpräsidenten der Kammer.

Seit 2009 gehört Dittmar der Vollversammlung und dem Vorstand der Kammer an. 2019 wurde er zum Vizepräsidenten gewählt. Neben dem Engagement setzte er sich speziell für das Bauhandwerk, aber auch für das Handwerk insgesamt im Schwalm-Eder-Kreis ein. So vertrat er als Innungsobermeister und Kreishandwerksmeister die Interessen der Betriebe vor Ort.

Als Präsident des Verbands baugewerblicher Unternehmer Hessen ist der Guxhagener bis heute auf Landesebene in Frankfurt für die Betriebe im Einsatz und nimmt ihre Interessenvertretung auch im Vorstand des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes in Berlin wahr. „Bei alledem ist Frank Dittmar immer noch Unternehmer, der voll im Tagesgeschäft steht und daher weiß, wo den Betrieben der Schuh drückt“, betont Amtsvorgänger Gringel.

Schlanker, schneller, digitaler

Die Interessenvertretung der Handwerksbetriebe kann für ihn nur im Verbund mit den Arbeitnehmervertretern in den Kammergremien sowie mit den Kreishandwerkerschaften und Innungen erfolgreich sein: „Das Handwerk ist immer dann besonders stark, wenn es sich einig ist.“

Statt als starre Verwaltung sieht er die Kammer als eine lernende Organisation, die flexibel agieren kann. Konkret bedeutet das für ihn, beispielsweise das digitale Angebot auszuweiten. „Das gilt nicht als Selbstzweck, sondern um die Arbeitsabläufe in der Kammer schlanker, schneller und digitaler zu machen“, unterstrich Dittmar.

Für ihn steht außer Frage, dass sich die Situation im Handwerk und für das Handwerk auch künftig dynamisch entwickeln wird. Deshalb sei es wichtig, entsprechende Impulse in die Kammer und das Handwerk zu geben. Die Zahl der Handwerksbetriebe im Kammer-
bezirk beläuft sich aktuell auf über 18.800.

„Sie sind ein Fair Player!“

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir dankte Heinrich Gringel im Namen der Landesregierung für sein Engagement: „Sie haben nicht nur als Botschafter der Region das nordhessische Handwerk über fast vier Jahrzehnte geprägt, sondern auch das hessische Handwerk insgesamt mit zukunftsorientierten Initiativen bereichert.“

Al-Wazir würdigte Gringels Verdienste um den Ausbau des Bildungszentrums Kassel zu einem der modernsten Bildungszentren Hessens und um die Integration von Zuwanderern und Zuwanderinnen sowie die Berufsausbildung gerade unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie. „Sie sind ein Mann des zielgerichteten Ausgleichs, ein Fair Player.“ • Barbara Scholz

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