Fantastische Blicke auf die Lagune

Eindrücke aus der pulsierenden Region um das südafrikanische Knysna

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In den nächsten Monaten in die Wärme fliegen? Warum nicht? Vieles spricht dafür, die sonnenverwöhnte Saison zu verlängern. Wer zum Golfen nach Südafrika reist, sollte sich einen Abstecher an die beliebte Garden Route gönnen. Zahlreiche großartige Destinationen sind dort zu finden.

Allein die Region zwischen Mossel Bay und Plettenberg Bay bietet rund 20 hervorragende Plätze, die für jede Spielstärke etwas zu bieten haben. In George winken die drei renommierten Kurse des Fancourt-Resorts sowie der attraktive George Country Club. Auch die Bahnen von Goose Valley (nahe Plettenberg Bay) und Imola (bei Knysna) stehen bei vielen Anhängern dieser Sportart hoch im Kurs.

Geradezu ein Muss ist die landschaftlich traumhaft gelegene Pezula-Anlage. Ihre teilweise engen Fairways machen die Runde
zur anspruchsvollen Angelegenheit. Dazu später mehr.

Wo Els aufteet

Welche Entwicklungen verzeichnet das Golfen
in dem großen Land am Kap? Die Disziplin ist populär in Südafrika, sie hat wenig Elitäres. Dafür sorgen nicht zuletzt die zahlreichen Public-Courses, wie sie der Europäer in Großbritannien vorfindet. Viele Plätze entstanden im Rahmen von Immobilien-Vorhaben; pfiffige Investoren folgen der Idee, die Gebäude rund um die Fairways und Greens zu vermarkten.

Doch diese Entwicklung stagniert derzeit. Umso wichtiger ist es deshalb für viele Destinationen, dass die Gäste aus Europa kommen. Insbesondere richten sich die Blicke auf Deutsche, Briten, Skandinavier und Aktive aus den Benelux-Staaten.

Nicht zu unterschätzen ist in dem Zusammenhang die Rolle von Big Easy und anderen Legenden. Gary Player, Ernie Els und Retief Goosen tragen seit Jahrzehnten den Namen ihres Heimatlandes in die Welt hinaus und sorgen dafür, dass man das Golfen mit Südafrika in Verbindung bringt. „Sie machen den Unterschied. So wie Michael Schumacher als Motorsportler oder Boris Becker als Tennis-Ass Emotionen weckten und für Deutschland standen“, betont Südafrika-Experte Claus Martin.

Apropos: Die Menschen in diesem Teil des schwarzen Kontinents lieben den Sport – und ihre Helden. Fußball ist die unumstrittene Nummer 1. Wer auf die Orlando Pirates schaut, versteht das sofort. Der Club hat deutlich mehr Mitglieder als Bayern München. Rugby ist als traditionelle Disziplin stark verwurzelt. Viele Fans haben auch Cricket und Schwimmen.

Pezulas magische Bahn 14

Zurück zum Golfen. Francois de Lange betreut als General Manager die Pezula-Anlage.
Der Kurs, in malerischer Landschaft gelegen, wurde 2001 eröffnet. Die Bahnen verlaufen zum Teil parallel zum benachbarten Strand. Der Links-Course präsentiert sich hügelig und besticht durch große Grüns. Die Nähe zum Meer lässt erahnen, dass der Wind mitunter kräftig mitspielt.

Endlich relaxen Nach der Runde winkt der exzellente Spa-Bereich mit seinen Schwimmbädern und Saunen. Wer Verspannungen lösen möchte, gönnt sich eine Massage.

„60 Prozent der Golferinnen und Golfer, die zu uns kommen, sind Touristen aus dem In- und Ausland“, schätzt de Lange.

Als Signature-Hole gilt Bahn 14. Mit seiner Distanz von 275 Metern handelt es sich um
ein kurzes Par 4, das da direkt neben den Felsen liegt. Klein, aber oho, könnte man meinen. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass das gesamte Grün von einem gewaltigen Bunker verteidigt wird, der sich um die kurz geschnittene

Große Auswahl Südafrika-Experte Claus Martin erläutert: „In der Region zwischen Mossel und Plettenberg Bay findet der Golfer rund 20 hervorragende Plätze, die für jede Spielstärke etwas zu bieten haben.“

Grasfläche herum schlängelt. Das ist es, was den zweiten Schlag leicht zu einer brisanten Herausforderung macht – dem grandiosen Blick auf den Ozean zum Trotz.

Zwischen 22.000 und 25.000 Runden vermarktet de
Lange pro Jahr. Ganz oben auf der Gäste-Agenda rangieren Deutsche, Schweizer und Briten. In letzter Zeit zieht die Nachfrage aus Asien an. Auch entdecken immer mehr Russen die Vorzüge der Destination.

Entspannen im Spa-Bereich

Das Conrad-Pezula-Resort, zu dem die 18 Bahnen gehören, präsentiert sich als Fünf-Sterne-Komplex mit 68 Suiten und zwei Restaurants. Das Publikum ist international, Amerikaner und Deutsche wandeln ebenso durch die Hotelhalle wie Einheimische.

Tagungen spielen eine große Rolle für das Ziel, das Raum für bis zu 150 Personen bietet. Namhafte Automobilhersteller wie Mercedes-Benz nutzen die großzügigen Räumlichkeiten häufig.

Über 30 Jahre am Kap gelebt
Claus Martin ist unser Südafrika-Experte. Der gebürtige Alzeyer lebte mehr als drei Jahrzehnte im Land am Kap. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann war er bei
einem Reiseveranstalter in Wuppertal, um anschließend für Hapag-Lloyd in Düsseldorf
sowie Ludwigshafen tätig zu werden. Als 30-Jähriger kehrte er Deutschland 1983 den Rücken und wanderte aus. „Den Schritt habe ich nie bereut“, blickt Martin zurück.
In dem von der Apartheid geprägten Staat erlebte er bewegte Zeiten. Martin erkannte Freiheiten und Chancen, nutzte sie und machte sich selbstständig. Es folgte eine
glänzende Karriere als Tourismus-Manager, der unter anderem auf Firmen- und
Incentive-Reisen setzte. Er kaufte ein Unternehmen der Branche und expandierte auf
den genannten Geschäftsfeldern. Später ging Martin in dem Kontext die Kooperation
mit Supersport ein, dem führenden TV-Sportkanal des Landes. In der Folge gründete er
einen weiteren Sport- und Skireiseveranstalter, der zunächst unter Supersport Travel,
später unter Pure Sport firmierte. „In den besten Zeiten umfasste unser Team rund 130 Mitarbeiter“, erläutert der Manager, der in seiner Freizeit gern Golf spielt, Ski fährt „und
gutes Essen sowie leckere Weine liebt“. Mit einer Nordhessin liiert, ist der 66-Jährige
heute sowohl in Mainz wie in Wilderness (nahe George) zuhause.

Die Manager und Kunden wissen den hervorragenden Spa-Bereich zu schätzen. Mehrere Schwimmbäder und Saunen laden zum Entspannen ein. Wer Verspannungen lösen möchte, gönnt sich eine Massage; populär ist eine Behandlungsmethode mit afrikanischen Steinen.

Knysna versprüht Charme

Vom Resort aus blickt der Gast auf Knysna. Die Stadt an der Garden Route zählt zu den bekanntesten Destinationen des Landes. Nicht nur zu Weihnachten und Ostern sind die Hotelkapazitäten restlos belegt.

Malerisch in einer Lagune gelegen, versprüht der Ort einen faszinierenden Charme. Dazu passt, dass es exzellente Restaurants, einen Yachthafen und attraktive Golfplätze gibt, die innerhalb einer halben Stunde zu erreichen sind. „Vom Zentrum der Garden Route aus lassen sich jede Menge tolle Tagesausflüge machen“, so Bobby Kausiyo aus dem Team
des Pezula-Resorts.

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