Ein Nordhesse wird Europameister

Kasseler Stefan Sachs mit deutschem AK50-Team in Österreich vorn

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Mehr geht kaum Nach der erfolgreichsten Saison seiner an Höhepunkten reichen sportlichen Karriere hat der Kasseler allen Grund zur Freude.

Bereits bei den Deutschen Meisterschaften seiner Altersklasse hatte Stefan Sachs für Furore gesorgt. Nun setzte der Kasseler im österreichischen Atzenbrugger Diamond Country Club noch einen drauf – und wurde mit seinem Team AK50-Europameister. Glückwunsch!

Sachs hatte sich als Deutscher Meister sowie über glänzende Platzierungen in weiteren Turnieren als Dritter der Gesamtrangliste für einen der sechs Plätze im Team qualifiziert und ging dort als Newcomer für Deutschland an den Start. 21 Nationen waren vor Ort vertreten – und damit 126 der besten Ü50-Asse Europas. Geplant war, dass alle Spieler eines Teams an zwei Tagen jeweils ein Zählspiel über 18 Löcher austragen. Die fünf besten Ergebnisse einer Nation sollten gewertet sowie ein Ergebnis gestrichen werden.

Bei diesen beiden Runden galt es, die acht besten Teams zu finden, die dann in der klassischen Lochspielform über drei Tage die beste Mannschaft ermitteln sollten. Jedes Lochspiel beinhaltete einen Klassischen Vierer und vier Einzel – also fünf Tage Turniergolf für jeden Aktiven am Stück.

Halbfinale gegen England

Aber der Regen hatte den Platz derart unter Wasser gesetzt, dass nur eine Zählspielrunde ausgetragen werden konnte. Diese entschied über die Chance, ob man um den Titel mitspielen konnte. Entsprechend angespannt war der Nordhesse. Doch es lief. Der Neuling gab alles und trug als drittbester Deutscher maßgeblich dazu bei, dass das deutsche Team den fünften Platz belegte und damit weiter um den Titel kämpfen durfte.

Dann war Lochspiel Trumpf. Beginnend mit dem klassischen Vierer, gefolgt von vier Einzeln – und einem Sieger, der weiterkommt. Zunächst ging es gegen Frankreich, das Rang 4 belegt hatte.

Mit 4:1 Punkten gab es ein klares Ergebnis. Sachs ging mit seinem Partner Ekkehart Schieffer im Foursome als erstes Duo auf die Runde. Beide brachten ihr Team mit 1:0
in Führung – ein gewaltiger psychologischer Vorteil für die ganze Mannschaft, wie das Endresultat zeigt.

Im Halbfinale wartete der große Favorit England – ein harter Brocken. Der Kasseler begann mit seinem Partner furios und legte den Grundstein für den überraschenden Triumph. Mit 3,5 zu 1,5 Zählern fiel er recht deutlich aus.

An Tee 1 Vor dem Showdown im Finale stellten sich die Deutschen Ekkehart Schieffer und Stefan Sachs (rechts) zusammen mit dem spanischen Duo dem Fotografen. Fotos: nh

Spanien deutlich besiegt

Es folgte das Finale gegen Spanien. Sachs zeigte sich ein wenig nervöser als sonst. Zum einen musste er im Vierer erneut als Erster ran zum anderen ging es nun um den Titel. Das passiert einem immerhin nicht jeden Tag.

Das deutsche Duo harmonierte hervorragend. Der Nordhesse überzeugte mit seinem sicheren Spiel und puttete extrem gut,
so dass die Führung nach 18 Bahnen da war. Krieger und Birkholz verbuchten zwei Siege, und Schulte holte ein Remis. So gewann Team Germany (erneut) mit 3,5 zu 1,5 Punkten und wurde erstmals European Seniors Champion.

Mit diesem Triumph setzte Stefan Sachs seiner diesjährigen Erfolgsserie die Krone auf. Nach der Deutschen Meisterschaft im Einzel ließ er nun auch noch den Titel des Team-Europameisters folgen. Wahnsinn!