Die Sonnenaufgänge am Gut liebt sie

Wissmannshof: Sigrun Mechmershausen seit einem Jahr in Südniedersachsen als Greenkeeperin aktiv

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Early Bird Als Frühaufsteherin macht es der Greenkeeperin wenig aus, im Sommer morgens um 5.00 Uhr zu beginnen. „Wenn die Sonne über der Anlage aufgeht, ist das eine Augenweide“, schwärmt sie. Fotos: Markus Benzin, Andreas Honeck / nh

Mehr als 25 Jahre hatte Mechmershausen in einer Gärtnerei gearbeitet – zumeist auf Teilzeitbasis. Nach und nach reifte in ihr die Überzeugung, dass es Zeit dafür sei, sich zu verändern.

So suchte die Naturverbundene eine neue berufliche Herausforderung, als sie der Anruf einer Freundin erreichte. Sie habe gehört, so die Botschaft, dass das Resort Gut Wissmannshof jemand mit ihren Fähigkeiten gebrauchen könnte, es gebe eine freie Vollzeitstelle.

Das ließ sich Mechmershausen nicht zweimal sagen. Im Januar 2019 bewarb sie sich, im Februar arbeitete sie einige Tage zur Probe. Anfang Juni ging sie auf dem Gut fest an Bord.

Ein Wochenend-Dienst pro Monat

Mit dem Golfsport oder einer Golfanlage war sie zuvor nicht in Berührung gekommen. Doch das will nichts heißen: „Mir liegt die Arbeit. Es ist eine vielseitige, interessante Tätigkeit. Ich bin gern auf Gut Wissmannshof aktiv“, berichtet Mechmershausen. Sie sei ein Mensch, der sich in der Natur wohlfühle. Im Freien, an der frischen Luft zu arbeiten, sei genau ihre Sache.

„Die Männer haben mich gut aufgenommen“, blickt sie zurück. Sie habe sich problemlos zurechtgefunden. Dabei hätte der Kontrast kaum größer sein können, beschreibt sie schmunzelnd: „In der Gärtnerei waren wir ein reines Frauen-Team gewesen.“

Flexibel tätig Abschläge in Form bringen, Fairways und Grüns mähen, Blumen wässern oder neue Pflanzen vor den Rundhäusern setzen – ihre Aufgaben empfindet Sigrun Mechmershausen als vielseitig.

Die Aufgaben empfindet die Greenkeeperin als vielseitig. Abschläge in Form bringen, Fairways und Grüns mähen, Carts reinigen, Blumen wässern oder neue Pflanzen vor den Rundhäusern setzen: „Ich bin dort aktiv, wo ich gerade eingesetzt werde“, erklärt sie.

Auf der Adventuregolf-Anlage sind eher typische Gärtnerarbeiten gefragt. Wenn Bäume gefällt werden, hält sich Mechmershausen eher zurück. Das übernehmen ihre Kollegen, die über einen Motorsägeschein verfügen.

Ihr Arbeitsbeginn am Morgen richtet sich nach der Jahreszeit. In der kalten Phase geht es gegen 8.00 Uhr los, im Sommer bereits um 5.00 Uhr. „Schließlich müssen wir die Greens gemäht haben, bevor die ersten Golfspieler kommen“, macht sie deutlich. Beim frühen Start hat Mechmershausen bereits gegen 15.00 Uhr den Feierabend erreicht.

„Ich stehe gern früh auf. Insofern macht mir der Arbeitsbeginn um 5.00 Uhr nichts aus. Im Gegenteil, der Rhythmus kommt mir entgegen“, erklärt Mechmershausen.

Und noch einen weiteren Reiz verbindet die Greenkeeperin mit dem Start als Early Bird. „Wenn die Sonne über der Anlage aufgeht, ist das eine Augenweide, ein tolles Erlebnis. Daran werde ich mich nie satt-
sehen können“, schwärmt Mechmershausen. Insbesondere die Blicke von den Abschlägen der gelben Bahnen 3 und 8 haben es ihr angetan.

Jedes Mitglied des Greenkeeping-Teams muss einmal pro Monat am Wochenende ’ran. „Die während der Saison anfallenden Überstunden bummeln die Greenkeeper im Winter ab, wenn für sie deutlich weniger zu tun ist“, erläutert Course-Manager Brian Willett.

Radfahren als Hobby

Zuhause ist Mechmershausen in Reinhardshagen. Von dort aus braucht sie 20 Minuten bis zu ihrem Arbeitsplatz. Sie lebt im eigenen Haus mit Garten; eine Wohnung baut sie gerade um und will diese anschließend vermieten.

In ihrer Freizeit trifft die aktive Hessin gern Freundinnen. Während sie früher mitunter Motorrad gefahren oder geritten ist, geht die Greenkeeperin heute gelegentlich spazieren oder schwingt sich auf ihr Fahrrad. • ralo

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