Die Newcomer richtig integrieren

Head-Professional Andrew McQueen wechselt von Gut Wissmannshof zum Hofgut Praforst

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Jugendliche fördern Über die ambitionierten Praforster Youngster freut sich Andrew McQueen. „Sie sind heiß darauf, sich zu verbessern. Das macht mir Spaß“, sagt er. Foto: Rainer Lomen

Nach zwei Saisons auf Gut Wissmannshof wechselte Andrew McQueen in Richtung Süden. Seit Jahresbeginn verstärkt der gebürtige Schotte das Team auf Hofgut Praforst, wo er die Aktiven als neuer Head-Professional trainiert.

Als langjähriger Oberaulaer, wo McQueen 23 Jahre lang tätig war, kennt er die benachbarte Anlage vor den Toren Hünfelds schon aus ihren Anfängen. „Wenn ich davon sprechen würde, jetzt wieder heimzukommen, wäre das sicher etwas übertrieben. Aber ich habe den Kontakt zu vielen Menschen aus der Region stets aufrechterhalten. Und das kommt mir jetzt zugute“, fasst er zusammen. Manche seiner langjährigen Schüler hat der Golflehrer auch in der Zeit auf Gut Wissmannshof weiterhin betreut.

Seine Ehefrau Sabine und er haben sich in Bad Hersfeld ein Domizil gesucht und sich schon wieder gut eingelebt. „Meine Schwiegereltern wohnen hier in der Gegend. Das war ein Faktor, der uns die Entscheidung für Praforst erleichtert hat“, macht McQueen deutlich.

Bei den dortigen Aktiven sieht er viel Potenzial. „Sie sind heiß darauf, sich zu verbessern. Das macht mir Spaß“, räumt er ein. Insbesondere die talentierten Youngster ziehen mit, und das AK50-Team spielt in der zweiten Liga.

„In unseren Reihen halten“

Nachdem sich Roger Gallagher in Bad Orb eine neue Herausforderung gesucht hat, bilden nun McQueen und sein Kollege George Diakou das Team der Golfschule. „Wir sind für Golferinnen und Golfer aller Spielstärken da“, macht Diakou deutlich und weist auf die große Bandbreite der Aktiven hin, die Anfänger, Kinder und Senioren ebenso einschließt wie entspannte Hobbyspieler und ambitionierte Leistungssportler.

Gerade auf Einsteiger richtet McQueen den Blick. „Jeder weiß, dass Golf in den ersten Jahren mit Frust verbunden sein kann. Deshalb finde ich es sehr gut, dass wir in Praforst zwei erfahrene Mitglieder haben, die sich vor allem um die Beginner kümmern“, so der Head-Pro.

Diese Gruppe zu integrieren, sei mitunter aufwendig. Doch der Einsatz lohnt sich, ist der 53-Jährige überzeugt. Mit seinem umfangreichen Know-how und der jahrelangen Erfahrung will er dazu beitragen, „dass es uns gelingt, diese Menschen in unseren Reihen zu halten“.

Was er sich sonst noch vorgenommen hat? „Ich habe Sabine versprochen, dass ich weniger arbeiten werde“, schmunzelt McQueen. Darüber hinaus möchte er selbst wieder häufiger auf den Platz kommen und die eine oder andere Runde Golf spielen.

Fan von Royal Troon

Apropos Golf spielen: Der Head-Pro stammt aus dem Südwesten Schottlands. Es handelt sich um eine kleine Region mit insgesamt 14 Golfplätzen. Zu den berühmtesten Kursen dürfte Royal Troon zählen, wo die British Open schon mehrfach stattfanden. „Wenn ich es schaffe, fahre ich zweimal pro Jahr nach Hause“, erläutert der athletische Mann mit dem ansteckenden Lachen, dessen Bruder nach wie vor in der erwähnten Gegend lebt.

Seinen Beruf erlernte er in Turnberry, das eine knappe halbe Stunde von Royal Troon entfernt ist. „Man kann dort über zwei Wochen an jedem Tag einen anderen Platz spielen, ohne allzu viel mit dem Auto zu fahren“, gerät McQueen ins Schwärmen – ein wenig jedenfalls. • ralo

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