Den Youngstern die richtigen Wege eröffnen

Wie sich mehrere Institutionen für Fortschritte in der Ausbildung einsetzen

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Gemeinsam aktiv Für die Nachwuchsförderung in der Region ziehen sie an einem Strang: (v.l.) Christoph Külzer-Schröder (Netzwerk Industriepark), Sascha Geßner (Agentur für Arbeit), Petra Krüger-Ludewig (Wirtschaftsförderung), Cornelia Mündel-Wirz (Handwerkskammer), Walter Ruß (IHK), Dr. Ute Urbon (Bildungszentrum) und Kai Lorenz Wittrock (Wirtschaftsförderung). Foto: nh

In früheren Zeiten– lang, lang scheint es her zu sein – sprach man in eingeweihten Kreisen über das Thema Ausbildung in dem Tenor „Ausbilden: Ja. Aber wie?“. Heute klingt der Refrain dagegen eher so: „Ausbilden: Ja. Aber wen?“.

In den Jahren seit der Erfindung des sogenannten Paktes für Ausbildung, 2004 bis heute, ist erfreulicherweise das Engagement der nordhessischen Betriebe für das Thema Ausbildung nicht geringer geworden. Im Gegenteil: Gerade angesichts des demographischen Wandels und seiner Folgen für die Beschäftigung von Fachkräften verstärken sie ihre Präsenz bei Ausbildungsmessen, ihre Kooperation mit Schulen oder ihr Interesse an anderen Bewerbern als die Schulabgänger, etwa Studienabbrecher oder Flüchtlinge.

Vor dem Hintergrund ist die Idee des Netzwerkes Industriepark Waldau, sich mit der Wirtschaftsförderung Region Kassel, dem Bildungszentrum Kassel, der Handwerkskammer Kassel sowie der Industrie- und Handelskammer Kassel starke Partner zu suchen, die zunächst für den Industriepark und seine Firmen, dann aber auch über dessen Grenzen hinaus das Thema Ausbildungsangebote und -information an Schüler und Lehrer transportieren, ein Musterbeispiel für die Bereitschaft großer und kleiner Betriebe, aktiv zu werden. Und der Erfolg gibt den Organisatoren sowie ihren Partnern recht.

Noch mehr Schüler als Besucher, noch mehr Aussteller, noch mehr Zustimmung: Die Entwicklung der RegioUp hat seit der Premiere 2014 eine rasante Dynamik gewonnen. Messen haben demnach wie schon seit langem ihre Bedeutung für die Berufsorientierung. Besonders dann, wenn sie auf Seiten der Schulen so gut vorbereitet werden, wie es in diesem Jahr erneut der Fall war. Mehr als 500 Schüler von zwölf Schulen, über 30 Aussteller aus dem gesamten Einzugsbereich Kassels und ein vollgepacktes, gut angenommenes Rahmenprogramm mit Knigge und YouTube machten das Programm zum Erfolg.

Beispiele auf YouTube

Die RegioUp wirkt nach dem Willen ihrer Veranstalter darauf hin, den Schülern der Region schnell und unkompliziert Kontakte zu Ausbildungsbetrieben zu ermöglichen und Aufschluss über ihre beruflichen Perspektiven zu geben. Dass der Traumberuf manchmal eher eine Illusion ist, dass der Beruf des Vaters oder Onkels für den Sohn oder Neffen ungeeignet sein könnte, dass es viele wenig bekannte Berufsbilder in erfolgreichen Unternehmen gibt – hier aufklärend tätig zu sein, entspricht der Idee der RegioUp.

Deshalb überlegen die Initiatoren bereits, inwieweit zusätzliche Angebote unter dem bekannten RegioUp-Logo möglich sind, die unvoreingenommene, umfassende Berufsinformationen geben. Ein Ansatz war 2016 bereits die Produktion von Informationsvideos in Kooperation mit dem Offenen Kanal Kassel. Heute sind diese gelungenen Azubi-Filme auf YouTube unter dem Stichwort RegioUp zu finden.

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