Das Eisen 7 holt er gern aus dem Bag

Nordhessisches Talent: Über den zweifachen Gudensberger Jugend-Clubmeister Lenny Rau

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Den Ball steigen lassen Zwei bis drei Mal in der Woche trainiert der Youngster. Mit Pro Phillip Oster kommt er wöchentlich zusammen, entweder beim Jugendtraining oder zum individuellen Üben.

Am 14. Oktober 2020 schlossen die Bad Wildunger Mittwochsherren die Saison mit ihrem finalen Turnier ab. Im Anschluss an die 18 Bahnen fanden sich die Aktiven und weitere Spieler, die nicht am Event hatten teilnehmen können, zum Essen im Clubhaus ein.

Vor vier Jahren zog es Lenny Rau erstmals auf den Golfplatz. Nachdem sein Vater Marco und Bruder Yannis bereits Spaß an dem Spiel mit dem kleinen weißen Ball gefunden hatten, wollte auch er es mal ausprobieren. Da bot der Gudensberger Tag der offenen Tür genau die richtige Gelegenheit.

Nach der Einweisung schlug, chippte und puttete der Youngster, was das Zeug hielt. Auf Anhieb lief alles so geschmeidig, dass die Pros Henning Hocke und Nigel Warren auf das Talent aufmerksam wurden.

„Unabhängig voneinander meinten sie, dass meine Schläge für das erste Mal gut aussehen und ich mir überlegen sollte, mit dem Golfspielen anzufangen“, erinnert sich der Newcomer, der die neunte Klasse im Gymnasialzweig der Fritzlarer Ursulinenschule besucht. Gesagt, getan. Lenny nahm am Jugendtraining teil – und fand immer mehr Interesse an seinem neuen Sport.

Größer als Dad Gemeinsam gewannen Marco und Lenny Rau im vergangenen Jahr das traditionsreiche Gudensberger Eltern-Kind-Turnier.

„Haben immer viel Spaß“

Was ihm die Sache erheblich erleichterte, war die räumliche Nähe zum Ziel. „Wir fahren knapp zehn Minuten, dann sind wir da“, so der Nordhesse. Er schätzt die hervorragenden Trainingsmöglichkeiten und „mag die Leute, die man dort trifft. Sie sind sehr nett. Wir haben immer viel Spaß.“

Zwei bis drei Mal in der Woche trainiert Lenny. Mit Pro Phillip Oster kommt er wöchentlich zusammen, entweder beim Jugendtraining oder zum individuellen Üben. Leider klappe es nicht immer, „da mir die Schule hin und wieder einen Strich durch die Pläne macht“, bedauert er. Neben dem Golfen spielt er in seiner Freizeit gern Fußball, fährt Ski und trifft sich mit seinen Freunden.

Am liebsten nimmt der Gudensberger sein Eisen 7 in die Hand. Mit dem Schläger fühlt er sich am sichersten. Andererseits gibt es kein Holz oder Eisen in seinem Bag, das er ungern spielt. Allerdings, räumt der Nachwuchsspieler ein, erreiche er bei dem einen oder anderen Schläger eine geringere Konstanz.

Das Problem kann jedoch nicht allzu groß sein. Immerhin sicherte sich Lenny zwei Jahre hintereinander den Titel des Jugend-Clubmeisters. Mehrfach avancierte er zum Netto-Champion der Jugend-Challenge Nordhessen. Im vergangenen Jahr gewann er darüber hinaus, gemeinsam mit seinem Vater, den Gudensberger Eltern-Kind-Cup.

Dynamischer Schwung Mehr Konstanz bei seinen Drives strebt der 15-Jährige an. Das gilt für die Richtung wie die Länge. Gelingt ihm das, wird Lenny mit seiner Größe von 1,91 Meter Distanzvorteile ausspielen können. Fotos: nh

Kurzes Spiel verbessern

Was nimmt sich das Talent für 2021 vor? Die Antwort kommt spontan: Seinen Titel als Jugend-Clubmeister möchte er verteidigen und bei einigen Turnieren die Bruttowertung für sich entscheiden. Außerdem will Lenny sein Handicap verbessern.

Auf dem Weg dorthin, darüber ist sich der Youngster im Klaren, muss er insbesondere sein kurzes Spiel verbessern. „Dadurch kann ich einige Schläge sparen“, erklärt er.

Darüber hinaus strebt der 15-Jährige mehr Konstanz bei seinen langen Schlägen an – sowohl in Sachen Richtungs- als auch Längenkontrolle. Mit seiner beachtlichen Körpergröße von 1,91 Meter sollte Lenny in der Tat Distanzvorteile ausspielen können! • ralo

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