Damit alles im Fluss bleibt

Als Spezialist fürs Kanal-Management setzt das Fuldataler TKM-Team auf TV-Inspektionen

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20 Meter ohne Probleme Blick auf bzw. vom Flachdach des Stadthotels Kassel, wo dieses Trio des TKM-Teams Vorbereitungen trifft, um den Liner von hoch oben bis hinunter in den Keller zu führen. Fotos: TKM Service GmbH

Ist unter dem Haus alles dicht? Nur wenige Eigentümer von Immobilien wissen, wie es um ihr Netz an Abwasserkanälen steht. Das sollten sie aber! Denn der Grundstückseigentümer ist verpflichtet, Vorsorge zu treffen, damit Schäden dort vermieden werden. „Unsere TV-Inspektion zeigt, ob unter dem Haus tatsächlich alles im Fluss ist oder Handlungsbedarf besteht“, betont TKM-Chef Hermann Spitzenberg.

In Deutschland liegen rund 1,5 Millionen Kilometer private Abwasserkanäle in der Erde. Über die Hälfte davon weisen Defekte auf. „Die Schäden reichen von Wurzeleinwüchsen bis zu Rissen“, so Spitzenberg. Die Folgen können Undichtigkeit sein, aber auch akute Einsturzgefahr oder Verstopfung.

Um solche Schäden aufzuspüren, setzt die Fuldataler TKM Service GmbH auf moderne Technik. Vielfach werden eigene Entwicklungen für die Inspektion, Reinigung und Sanierung aus einer Hand genutzt. Und das geht so: Vom öffentlichen oder privaten Kanal aus inspizieren und vermessen die Spezialisten mit einer TV-Kamera die privaten Abwasserkanäle. Dazu gehören sowohl der Anschlusskanal vom öffentlichen Netz zum Grundstück als auch die Entwässerungsanlage des Grundstücks. Die Cam-Flex, eine 360-Grad-Schwenkkopfkamera, hat alles im Blick. Sie meistert selbst Kanalabzweigungen von 90-Grad-Bögen, Rohrdurchmesser bis zu 150 Millimeter und Entfernungen über 100 Meter.

Die Technik ermöglicht es, Kanäle exakt zu vermessen und das Ergebnis in dreidimensionalen Plänen festzuhalten. Per GPS wird auf das Kataster zugegriffen, was die Inspektion erleichtert und die Pläne noch detaillierter macht. Sämtliche Daten erhält der Kunde auf digitalen Datenträgern. Dazu zählen Bestands-, Schacht-, Schadens- und Sanierungspläne sowie die Videodokumentation.

Weiterer Clou: Die kleine TV-Kamera ist verbunden mit Hochdruck-Spültechnik. Sie entfernt hartnäckige Ablagerungen und einwachsende Wurzeln. „Insofern reinigen und inspizieren wir in einem Schritt“, macht der Geschäftsführer deutlich.

Auch die Sanierung läuft innovativ. Bei kleineren Schäden lässt sich der Kanal häufig mit einem Reparaturstück ausbessern, einem Kurzliner aus Glasfasermaterial. Die komplexe Sanierung erfolgt mit einem Liner, der komplett in den Kanal eingezogen wird. Dabei wird ein mit Kunstharz getränkter Schlauch aus Polyesterfaser mit Luft oder Wasserdruck in die Leitung eingebracht und ausgeweitet, so dass er dicht und faltenfrei an der Rohrwand anliegt. „Nach dem Aushärten wird daraus quasi ein Rohr im Rohr“, so Spitzenberg.

Lösung für feuchte Wände

Spitzenbergs Team beobachtet, dass immer mehr innenliegende Regenwasser-Fallleitungen korrodieren. Das hat damit zu tun, dass in den 1960er- und 1970er-Jahren meist Gussrohre zur Entwässerung von Flachdächern eingebaut wurden. Diese sind mittlerweile so stark korrodiert, dass die Wände von Büros und Wohnungen feucht werden und sich in der Folge Schimmel an den Wänden bildet.

Vor dem Hintergrund offerieren die Fuldataler dafür einen Sanierungsservice mit einem Liner. „Das Angebot kommt hervorragend am Markt an“, freut sich Geschäftsführer Dominik Spitzenberg und verweist auf zahlreiche Aufträge aus der Industrie, von Wohnungsbaugesellschaften, Krankenhäusern und Hotels sowie privaten Kunden.

Um schadhafte Rohre auszutauschen, müssten die Wände vom Dach aus aufgestemmt werden – in jedem Stockwerk, bis hinunter zum Keller. Das wäre nicht nur teuer, sondern würde auch Baustellen und -phasen bedeuten, die sich über Monate hinziehen.

TKM favorisiert eine alternative Lösung, die etwa im Stadthotel Kassel sowie bei Hochhäusern verschiedener Wohnungsbaugesellschaften überzeugte. „Wir bringen mit Luftdruck einen Liner ein, der sich vom Dach bis in den Keller zieht“, erklärt der Inhaber. Die Arbeiten dauern zwischen acht und 24 Stunden. Sie verursachen kaum Schmutz und geringe Kosten im Vergleich zum Rohraustausch. „Außerdem erfüllen die Liner die Brandschutzbestimmungen und haben die einschlägige DIBT-Zulassung“, so Dominik Spitzenberg. • ralo

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