Champions feiern in heißen Outfits

Über 100 Aktive beteiligen sich an den spannenden Clubmeisterschaften im Golfpark Gudensberg.

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Die Titel bei den Gudensberger Clubmeisterschaften waren schon immer heiß begehrt. Doch in den letzten Jahren rückte der Wettbewerb in ein besonderes Licht. „In den zwei Wochen zuvor lässt sich in den Trainingsbereichen wie auf der ganzen Anlage eine gewisse Anspannung und deutlich mehr Übungsdisziplin beobachten“, berichtet Pro Philipp Oster. So auch diesmal. Die zusätzlichen Stunden auf der Range und dem Grün sollten sich auszahlen.

Die Wettkämpfe liefen über drei Tage. Gesucht wurden die Champions bei den Damen, Herren, Senioren, der Jugend und in den Nettowertungen. „Wenn ich die Clubmeisterschaften Revue passieren lasse, erfüllt mich der Rückblick mit Stolz. Ein großer Dank geht an mein Team, das an den Tagen zu unüblichen Zeiten 110 Prozent für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegeben hat“, erklärt Geschäftsführer Henning Hocke.

Die Zahlen unterstreichen seine Worte. Insgesamt 105 Aktive umfasste die Startliste. Insbesondere die Resonanz der Damen war bemerkenswert. Bei den Teilnehmerinnen verzeichnete die Anlage das größte Feld seiner Geschichte.

Fax besiegt die Krankheit

Neben viel Vorfreude, Anspannung und langen Startlisten gab es in allen Klassen reichlich und packende Matches. Bei den Jugendlichen ging es nach dem verschobenen Birdie-Putt von Ole Hilgenberg an der letzten Bahn ins Stechen. Hier sicherte sich – mit dem Par gegen das Bogey – Anakin König seinen ersten Titel.

Unter den Senioren ging es ähnlich spannend weiter. 2021 hatte sich Guido Fax gegen Volker Höres durchgesetzt. Nur drei Monate später erhielt er eine gesundheitliche Diagnose, die seine sportliche Zukunft in Frage stellte. Doch Fax kämpfte – und kam zurück. Nach einer siebenmonatigen Pause krönte er sich erneut zum Champion der Senioren und verwies Thomas Habe mit einem Schlag Vorsprung auf Rang 2.

In den Nettoklassen avancierten Lothar Beyer (Senioren), Luna Kiefer (Damen), Alexander Rackwitz (A) und Nils Nöding (B) zu den Siegern. Als Rookie of the Year sowie Bester der C-Gruppe ließ sich Christoph Dally feiern.

Annika Kehr vor Luna Kiefer

Bei den Damen galt Titelverteidigerin Annika Kehr als Favoritin. Das unterstrich sie gleich in der ersten Runde. Am zweiten Tag kam Kehr etwas ins Straucheln. Doch sie ließ sich nicht beirren, legte einen überzeugenden finalen Durchgang hin und verteidigte so ihren Titel. Daran änderten Luna Kiefer und Christel Margraf nichts, die an Tag 2 ihre besten Runden absolviert hatten.

Über den Ausgang der Herrenkonkurrenz war im Vorfeld intensiv diskutiert worden. Mit zwei erfolgreichen Aufstiegen in den Ligen im Rücken durften die Spieler der Mannschaften als Favoriten gelten. Mit Moises Goncalves hatte sich ein Kandidat ins Gespräch gebracht, der kurz zuvor die beste jemals in Gudensberg gespielte Turnierrunde auf den Platz gezaubert hatte.

Mit zwei starken Runden setzte zunächst Thomas Schäring die sportlichen Akzente – und sich selbst an die Spitze des Klassements. Es folgten von Henning Hocke, Robert Carll sowie Alexander Rackwitz, der sich nach einer starken Saison mit dem Final-Flight und dem Sieg der A-Klasse belohnte. Im dritten Durchgang strauchelten Schäring und Carll. Hocke gelang dagegen eine starke Runde. So wie bei seinem letzten Triumph in 2020 sicherte er sich den Pokal mit am Ende deutlichen zwölf Schlägen Vorsprung. • ralo

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