Bestechung mit dem Eis am Stiel

Wie der kreative Wissmannshofer Head-Pro Andrew McQueen seine Youngster motiviert

0
Begeisterung entfachen Andrew McQueens gute Laune wirkt ansteckend – und spornt nicht nur die ambitionierten Jugendlichen auf Gut Wissmannshof zu immer neuen Bestleistungen an. Foto: Frank Wiegand

Die dritten neun Löcher, die den gelben und den blauen Kurs ergänzen werden, zählen zu Hubert Landefelds Steckenpferden. Die Bahnen sollen in einer innovativen Bauweise gestaltet werden, die es in Deutschland bislang noch nicht gibt. „Mehr verrate ich noch nicht“, schmunzelt der Betreiber.

Klar ist dagegen, dass die entstehenden Bahnen so ausgelegt werden sollen, dass sie sich (auf 18 Löcher hochgerechnet) mit über 7.000 Metern Länge erheblich von den bisherigen Löchern unterscheiden. Selbst die Professionals dürften dann nicht mehr über mangelnde Distanzen klagen. In etwa anderthalb Jahren dürfte sich der Nebel über dem Projekt lichten.

Komplett ausgebucht

Darüber hinaus zählt der frühere Pro-Shop zu den mittelfristigen Bauprojekten. Er wird umgewidmet und künftig als Teil in die Hotelanlage eingehen. Vier zusätzliche Räume sollen daraus resultieren. Damit wird der Komplex 40 Zimmer umfassen – eine Größenordnung, die sich für Gruppenreisen hervorragend nutzen lässt.

Weitere Umbauten betreffen das Restaurant. Dem Fine Dining will das Team ebenso gerecht werden wie Youngstern, die sich auf einen Burger zusammensetzen, und Gästen, die einfach nur ein Bier trinken möchten. Restaurant-Leiterin Ursula Miller unterstreicht: „Wir wollen, dass sich die verschiedenen Gruppen bei uns wohlfühlen!“

Dass das Team des Gutes diesem Ziel immer näherkommt, macht die Tatsache deutlich, dass der Wissmannshof 2018 über die Wochenenden nahezu ausgebucht war. Nun ist man einen Schritt weitergekommen. „In 2019 sind wir nun komplett ausgebucht“, freut sich der Chef des Service-Centers, Frank Wiegand, darüber, wie nachhaltig Empfehlungsmarketing wirkt.

Als Beispiel weist er auf einen Dienstleister für Versicherungsunternehmen hin, der die Location 2018 für einen Tag belegt hatte. In diesem Jahr sind es drei Tage!

In zwei Jahren top

Nachdem der Wissmannshof über viele Jahre kaum mit erfolgreichen Nachwuchsspielerinnen und -spielern auf sich aufmerksam gemacht hatte, drehte sich der Wind in den letzten 18 Monaten. Die Wende hat einen Namen: Andrew McQueen.

Der Pro mit den schottischen Wurzeln, der aus Oberaula gekommen war, versteht es, die Mädchen und Jungen für das Spiel mit dem kleinen Ball zu begeistern. So wächst die Zahl der Youngster stetig, immer mehr Jugendliche werden aktiv. Gerüchten zufolge besticht McQueen die Youngster zeitweise mit dem einen oder anderen Eis am Stiel …

„Bei den ganz Jungen, zu ihnen gehören etwa 14 Kids, sind wir prima unterwegs. Schon in zwei Jahren, schätze ich, werden wir da recht gut aufgestellt sein“, blickt Wiegand voraus. Dann soll es wieder eine Mannschaft geben, die den Wissmannshof vertritt. Bemerkenswert: Unter den Talenten sind besonders viele Mädchen!

Henry Schein geht mit gutem Beispiel voran. Der 18-Jährige hat sich glänzend entwickelt und ist mittlerweile in der Herrenmannschaft fest etabliert. Ob ihm einige der Nachwuchsspieler folgen werden? Die Chancen stehen in der Tat nicht schlecht. Namen wie Francisco Iglesias jr., Miguel Del Rio, Tiziano Sievers, Louis Köthe und Julius Landefeld dürften in ein paar Jahren über Südniedersachsen hinaus für Furore sorgen.

- Werbung -