Beim GeFi-Cup macht der Driver Pause

Warum Pitchen und Putten eine besondere Bedeutung im Oberhessischen Golfclub Marburg haben.

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Becker-Faust unter Bäumen Routinier Benno Raiss unterstützt eine Turnierteilnehmerin bei den Vorbereitungen zu ihrem Schlag aus besonderer Lage.

Golfer*innen wissen es, der Pro weist immer wieder darauf hin: Die finalen Schläge sind zumeist entscheidend für eine erfolgreiche Runde. Gemeint sind damit die Annäherungsschläge zum Grün und die Putts.

Vielen Aktiven gelingen gute Ab- und ebenso erfolgreiche Fairway-Schläge. Bis 100 Meter vor dem Grün lebt die Hoffnung auf ein Par oder gar ein Birdie. Doch dann misslingen die letzten Schläge sowie Putts. Statt auf dem Grün zu landen, stellt sich der Annäherungsschlag als zu kurz oder zu lang heraus, aus dem anvisierten einen Putt werden drei oder gar vier — und der Score ist dahin!

Jeweils am Himmelfahrtstag

In den frühen Jahren des Marburger Golfsports griffen die ambitionierten Spielerinnen Martha Elisabeth Gehrke und Waltraud Fiedler diesen Gedanken auf. Sie riefen den GeFi-Pokal ins Leben, der bei den Mitgliedern gut ankam.

Hermann Heinz Schwarz, der den Club von 1992 bis 1996 als Präsident führte, zeigte sich von der Bedeutung des kurzen Spiels derart überzeugt, dass er die Ausrichtung des Turniers von den beiden Initiatorinnen übernahm und es fortan als Pitch- und Putt-Turnier ausschrieb, das sich ganz auf das kurze Spiel konzentrierte.

Seit über 25 Jahren richtet die Familie Schwarz das Event nun in diesem reizvollen Modus aus, das jeweils am Himmelfahrtstag läuft. Es gilt, den Ball aus Distanzen von bis zu 90 Metern von ungewöhnlichen Abschlagslagen aus per Pitch und Putt ins Ziel zu bringen. Der (selbstverständlich nicht vorgabewirksame) Wettbewerb führt über 18 Bahnen.

Ein ausgeklügelter Berechnungsschlüssel sorgt dafür, dass die SiegerInnen in der Brutto- sowie den Nettoklassen ermittelt wird. Auch winken der/dem jüngsten TeilnehmerIn und der bzw. dem ältesten Aktiven Urkunden bzw. Präsente.

Stärkung bei Minestrone

Vor der Siegerehrung sorgt die Familie Schwarz für eine Stärkung. Die klassische Minestrone mit Einlage ist dabei gesetzt. Eine besondere Würdigung gilt den Platzarbeitern, dem Pro und dem Gastronomen. Die Einnahmen des Events gehen an den Förderverein zu, der mit dem Geld je zur Hälfte die Jugendarbeit und die 1. Mannschaft unterstützt.

Es ist zu hoffen, dass diese Turnierform dem Club noch lange erhalten bleibt. Denn sie ruft allen Aktiven immer wieder die besondere Bedeutung des Pitchens und Puttens ins Gedächtnis. Und das mindestens einmal pro Jahr, nämlich am Himmelfahrtstag. Günter Kiefer

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