Er engagierte sich im Vorstand seines Heimatclubs, betreute die Kasseler Jugendlichen, trat für verschiedene Mannschaften der Nordhessen an und war in den Wilhelmshöher Reihen ein äußerst beliebtes Mitglied. Als kreativer Unternehmer setzte Thomas Lenz mit seinem Event-Team Akzente in der Region. Im Dezember starb der Vielseitige an den Folgen einer Lungenentzündung.
„Mit Thomas verlieren wir einen langjährigen und über alle Maßen fairen, zuverlässigen Geschäftspartner“, betont Mens-Captain Björn Werner. Er ergänzt: „Viel wichtiger: Mit ihm geht ein lieber Freund und Golf-Buddy. Möge er in Frieden ruhen“, so der Baunataler.
Die Liebe zu Odltimern
Michael Schlier hebt Lenz‘ automobile Leidenschaft hervor. „Thomas und mich hat die Liebe zu alten luftgekühlten Porsche-Boliden verbunden. Er fuhr einen 964, ich liebe meinen 911 SC“. Insofern blickt der frühere Anwalt gern auf die gemeinsamen „Benzingespräche“ zurück, bei denen die bekennenden Oldtimer-Fans „Freude und Leid“ teilten. „An den Kisten ist halt immer was zu tun“, schmunzelt Schlier.
„Thomas Lenz war 19 Jahre Mitglied unseres Clubs“, blickt Thomas Franke zurück. Er habe sich in vielfältiger Weise für die Belange der Anlage eingesetzt und die Entwicklung mitgeprägt. „Ein Golffreund wie Thomas ist jemand, mit dem man nicht nur Bälle teilt, sondern gern Zeit, Gespräche und besondere Momente“, betont der Präsident.
Der Verstorbene sei Teil des lokalen Ryder Cup-Teams und der Gemeinschaft gewesen – mit Fairness, Leidenschaft für den Sport und echter Kameradschaft. „Sein Lächeln am Abschlag, seine ruhige Art und sein Respekt gegenüber Mensch und Spiel werden uns fehlen“, so Franke.
Nachfolger Dr. Stefan Heine erinnert sich gern daran, dass er einige Jahre mit Thomas im Vorstand des Clubs Kassel-Wilhelmshöhe zusammengearbeitet habe. „In dieser Zeit wie bei privaten Treffen habe ich ihn sehr schätzen gelernt“, erklärt Heine. Der Verstorbene sie immer korrekt, zielgerichtet, vermittelnd, humorvoll und zuverlässig gewesen. „Er wird mir fehlen“, fasst der langjährige Präsident zusammen.
Sport verbindet Menschen über Generationen
Henning Vetter bezeichnet Lenz als einen Freund. Mit ihm sei er seit den 1970er-Jahren sportlich verbunden gewesen – zunächst auf der Tennisanlage TC 31, dann in den Courts von City-Squash, schließlich im Wilhelmshöher Golfclub. Persönlich zusammengekommen sei man im legendären Bohemia, auf Sylt sowie im Schlösschen Schönfeld.
Über private Belange habe man sich ebenso ausgetauscht wie über unternehmerische Erfahrungen. „Das verlief immer offen, ehrlich, hilfsbereit, nachdenklich, verschwiegen, kompetent und ohne Wind zu machen“, hebt Vetter hervor – und fügt hinzu: „Ich bin sehr traurig.“
Thomas Lenz „Brachte Menschen zusammen“
Bernd Behrens arbeitete lange und intensiv mit dem Verstorbenen zusammen. Er schätzt Lenz sehr, menschlich wie beruflich. „Wenn ich an Thomas denke, dann denke ich nicht zuerst an Termine oder Projekte. Ich denke an Atmosphäre, an Licht, an Musik, an dieses besondere Gefühl, das er schaffen konnte.“
Ein Gestalter von Begegnungen
Der Nordhesse sei ein Meister der Events gewesen. Eigentlich war er viel mehr. Er war ein Gestalter von Begegnungen.
„Er wusste, wie man Menschen zusammenbringt. Wie man Räume emotional auflädt. Wie man aus einer Veranstaltung ein Erlebnis macht, das bleibt“, sagt Behrens. Lenz habe Kassel emotional bereichert. Die documenta- und Grimm-Stadt habe ihn inspiriert.
„Thomas hat dieses Gefühl aufgenommen und weitergegeben. Und das mit großer Sensibilität, Kreativität und einem feinen Gespür für Menschen“, unterstreicht der Escheberger Gründungspräsident.
Kraft, Kreativität und Klarheit in einer Person
In seinem Autohaus habe der Veranstaltungsmacher Dinge ermöglicht, die man nicht einfach plane. „Er hat Räume verwandelt, mit Licht, mit Musik, mit gutem Essen. Er hat Kunden begeistert und emotionale Verbindungen geschaffen“, formuliert Behrens.
Der Verstorbene habe eine große Zuverlässigkeit und Ruhe ausgestrahlt. Letzteres habe ihm Kraft, Kreativität sowie Klarheit gegeben.
„Thomas musste nicht laut sein. Er musste sich nicht in den Vordergrund drängen“, erinnert sich ein Wegbegleiter. Den Macher habe eine stille Autorität geprägt „und die Fähigkeit, Dinge zusammenzufügen, damit etwas Ganzes entsteht“.
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