Gesundheit
Veröffentlicht am: 24.03.2026 08:49, Lesezeit: 2 Minuten

St. Martini Krankenhaus entwickelt Herzmedizin weiter

Chefarzt Dr. Fatbardh Hasku und Oberarzt Dr. Thomas Peter
Chefarzt Dr. Fatbardh Hasku

Duderstadt. Das St. Martini Krankenhaus in Duderstadt verzeichnet eine Weiterentwicklung in der Herzmedizin. Die Pulsed Field Ablation (PFA) ist nun fester Bestandteil der Behandlung von Vorhofflimmern – der häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörung. Mit diesem innovativen Verfahren setzt das Krankenhaus ein starkes Zeichen für moderne, schonende Herzmedizin in der Region.

Elektrische Impulse beeinflussen Herzmuskelzellen

Das PFA nutzt kurze, hochenergetische elektrische Impulse, um gezielt Herzmuskelzellen zu beeinflussen. Das umliegende Gewebe – etwa Speiseröhre oder empfindliche Nervenstrukturen – wird dabei weitgehend geschont. Erste Studien zeigen hohe Erfolgsraten.

„Mit der Pulsed Field Ablation können wir präziser und in vielen Fällen auch schneller behandeln“, erklärt Chefarzt Dr. med. Fatbardh Hasku, Leiter der Kardiologie. „Unser Ziel ist es, den Eingriff noch sicherer zu machen und die Belastung für unsere Patientinnen und Patienten weiter zu reduzieren.“

Ausbau des Invasiven Herzzentrum Eichsfeld

Die PFA ist Teil des Ausbaus der Kardiologie. Geschäftsführer Markus Kohlstedde betont die strategische Bedeutung: „Als Teil des Ausbaus zum Invasiven Herzzentrum Eichsfeld setzen wir mit der Einführung der Pulsed Field Ablation ein klares Zeichen für eine leistungsfähige kardiologische Versorgung in unserer Heimatregion.“  Bereits 2025 wurde die Elektrophysiologie in das Leistungsspektrum aufgenommen. Damit bietet das Krankenhaus spezialisierte Diagnostik und minimalinvasive Therapien von Herzrhythmusstörungen direkt vor Ort an.

24/7-Herzkatheterbereitschaft bietet heimatnahe Behandlungsmöglichkeiten

Mit einem Investitionsvolumen von rund einer Million Euro entsteht derzeit das „Invasive Herzzentrum Eichsfeld“. Die Herzkatheter-Kapazitäten werden von einem auf zwei Messplätze erweitert. Zudem wurde das Ärzteteam auf fünf Facharztstellen für Innere Medizin und Kardiologie verstärkt. Eine 24/7-Herzkatheterbereitschaft bietet bereits seit fast anderthalb Jahren auch bei Notfällen eine heimatnahe Behandlungsmöglichkeit – ein entscheidender Vorteil für Patienten mit Herzinfarkten, bei denen jede Minute zählt. (ny/red)

Fotonachweis: Grewe/St. Martini

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