Niestetal. Die SMA Solar Technology AG (SMA/ISIN: DE000A0DJ6J9/FWB: S92) legt vorläufige, ungeprüfte Zahlen für das Gesamtjahr 2025 vor. Demnach reduzierte sich der Umsatz der SMA Gruppe im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,9 Prozent auf 1.516,0 Mio. Euro (2024: 1.530,0 Mio. Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Einmaleffekten erreichte 106,6 Mio. Euro (2024: 147,5 Mio. Euro).
SMA: Geringerer Absatz führt zu sinkendem Umsatz
Einschließlich Einmaleffekte lag das EBITDA bei −65,4 Mio. Euro und damit deutlich unter dem Vorjahr (2024: −16,0 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von −4,3 Prozent (2024: −1,0 Prozent). Gründe für diese Entwicklung waren der geringere Absatz und eine hieraus resultierende niedrigere Fixkostendegression in der Division Home & Business Solutions (HBS) sowie verschiedene Einmaleffekte.
Umsatz inkludiert Einmaleffekte wie Rückstellungen und Restrukturierungsprogramm
Diese beinhalten Wertminderungsaufwendungen und Verschrottungen auf Vorräte (122,6 Mio. Euro in der Division HBS), Zuführungen zu Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen (35,8 Mio. Euro in der Division HBS) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Restrukturierungs- und Transformationsprogramm (24,1 Mio. Euro).
Forderungen der USA negativ für das Gesamtergebnis
Darüber hinaus wirkte sich in der Division Large Scale & Project Solutions eine Wertberichtigung auf Forderungen in den USA in Höhe von 7,5 Mio. Euro negativ auf das Ergebnis aus. Demgegenüber standen positive Sondereffekte in Höhe von 18,0 Mio. Euro.
Revidierte Marktwachstumserwartungen bei SMA
Des Weiteren wurden, aufgrund des reduzierten Umsatzniveaus und revidierter Marktwachstumserwartungen in der Division Home & Business Solutions, Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungsprojekte (40,2 Mio. Euro) und auf Maschinen und Produktionsanlagen (30,3 Mio. Euro) erfasst.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Konzern sank damit auf −188,2 Mio. Euro (EBIT-Marge 2025: 12,4 Prozent) nach −93,1 Mio. Euro (EBIT-Marge 2024: −6,1 Prozent) im Geschäftsjahr 2024.
Niedrige Nachfragesituation und hoher Wettbewerbsdruck in den Zahlen spürbar
Das operative EBIT vor Einmaleffekten erreichte 54,3 Mio. Euro (2024: 76,8 Mio. Euro). Die verkaufte Wechselrichter-Leistung im Gesamtjahr 2025 stieg leicht auf 19,9 GW (2024: 19,5 GW). Aufgrund der anhaltend niedrigen Nachfragesituation bei gleichzeitig hohem Wettbewerbsdruck lag der Umsatz der Division HBS mit 247,2 Mio. Euro (2024: 354,1 Mio. Euro) signifikant unter dem Vorjahr.
Division Large Scale & Project Solutions steigerte den Umsatz
Das EBIT der Division HBS verschlechterte sich durch den Umsatzrückgang und die zuvor genannten Einmaleffekte ebenfalls deutlich auf 375,6 Mio. Euro (2024: −315,0 Mio. Euro). Die EBIT-Marge lag damit bei −151,9 Prozent (2024: −89,0 Prozent). Die Division Large Scale & Project Solutions steigerte den Umsatz auf 1.268,8 Mio. Euro (2024: 1.175,8 Mio. Euro), maßgeblich beeinflusst durch den Ausbau des Geschäfts mit Netzstabilisierungsprojekten der SMA Altenso GmbH und dem hohen Auftragsbestand zum Jahresanfang.
Das EBIT lag bei 210,8 Mio. Euro (2024: 227,0 Mio. Euro).
Gute Ergebnisse bei der Altenso GmbH
Gründe für die unter dem Vorjahr liegende Ergebnisentwicklung waren die gestiegenen Gewährleistungsrückstellungen sowie eine Wertberichtigung auf Forderungen in den USA (7,5 Mio. Euro). Positiv wirkten sich die Auflösung einer Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags sowie das gute Ergebnis der Altenso GmbH aus.
Das Vorjahr war durch Wertminderungen auf Vorräte (19,3 Mio. Euro) negativ beeinflusst. Die EBIT-Marge betrug 16,6 Prozent (2024: 19,3 Prozent).
Nettoliquidität steigt zum Vorjahr deutlich
Ungeachtet der weiterhin bestehenden geopolitischen Unsicherheiten, die den Auftragseingang im zweiten Quartal belasteten, lag der Auftragsbestand mit 1.352,0 Mio. Euro (2024: 1.355,6 Mio. Euro) nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Davon entfielen 1.018,1 Mio. Euro auf das Produktgeschäft (31. Dezember 2024: 1.033,3 Mio. Euro). Das Konzernergebnis reduzierte sich auf −181,1 Mio. Euro (2024: −117,7 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie sank entsprechend auf −5,22 Euro (2024: −3,39 Euro). Die Nettoliquidität lag mit 176,4 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr (31. Dezember 2024: 84,2 Mio. Euro).
Die vorläufigen Zahlen stehen noch unter Vorbehalt der Prüfung durch den Abschlussprüfer.
„Das Geschäftsjahr 2025 war erneut sehr herausfordernd. Die Solarindustrie bewegte sich in einem Spannungsfeld zwischen weiterhin sehr volatilen Märkten, geopolitischen Unsicherheiten und politisch getriebenen Diskussionen. Dies führte insbesondere in den USA und in Europa zu einer geringeren Investitionsbereitschaft. Gleichzeitig haben wir aber mit unserem Restrukturierungs- und Transformationsprogramm strukturelle Weichen für die Zukunft gestellt und 2025 wichtige Fortschritte erzielt. Ein zentraler Meilenstein ist die stärkere Internationalisierung von Entwicklung, Produktion und Services. Die Ausweitung unserer Software-Entwicklung in unserem Global Competence Center in Indien ermöglicht eine schnellere und effizientere Produktentwicklung. An unserem Standort in Krakau wurden zusätzliche Endmontagekapazitäten für HBS aufgebaut und ein neues Multi Shared Service Center eröffnet, das effiziente, international integrierte Support- und Verwaltungsprozesse möglich macht. All diese Maßnahmen erhöhen unsere operative Schlagkraft und bilden die Basis für mehr Flexibilität in einem zunehmend globalen Wettbewerb“, sagt SMA CEO Jürgen Reinert.
Solider Jahresabschluss für die SMA Solar Technology AG
„Insgesamt haben wir das Geschäftsjahr 2025 trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds im Segment für Heim- und Gewerbeanlagen sowie der Einmaleffekte durch das Restrukturierungs- und Transformationsprogramm solide abgeschlossen. Mit den 2024 definierten Maßnahmen haben wir im Berichtsjahr bereits 124 Mio. Euro Kosteneinsparungen erzielt. Durch die Erweiterung der Maßnahmen, die im September 2025 bekannt gegeben wurden, planen wir zusätzlich rund 100 Mio. Euro an Einsparungen, die ab 2027 voll ergebniswirksam sein werden", erklärt SMA CFO Kaveh Rouhi.
„Für 2026 erwarten wir in der Division Large Scale & Project Solutions ein leichtes Umsatzwachstum und ein Ergebnis unter dem Vorjahr aufgrund höherer Investitionen in den Ausbau des Servicegeschäfts, einer geringeren Aktivierung von Entwicklungsleistungen und Währungskurseffekten. Für die Division HBS gehen wir von einem Umsatzwachstum und einer Ergebnisverbesserung aus. Die Gewinnschwelle wird im laufenden Geschäftsjahr in der Division HBS allerdings noch nicht erreicht.“
Prognose für das Geschäftsjahr 2026 umfasst ebenfalls geopolitische Rahmenbedingungen
Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand für die SMA Gruppe im laufenden Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von 1.475 Mio. Euro bis 1.675 Mio. Euro und ein positives EBITDA von 50 Mio. Euro bis 180 Mio. Euro. Die Prognose berücksichtigt die derzeit bekannten handels- und geopolitischen Rahmenbedingungen. Künftige Änderungen dieser Rahmenbedingungen, insbesondere eine Verschärfung bestehender Handelsbeschränkungen oder geopolitischer Spannungen, können zu einer Anpassung der zugrunde liegenden Annahmen und damit zu Abweichungen der Prognose führen.
Geprüfter Abschluss ab Ende März einsichtbar
Den geprüften Konzernabschluss sowie den Geschäftsbericht für 2025 wird SMA am 26. März 2026 veröffentlichen und im Rahmen einer Telefonkonferenz für Analysten und Investoren um 13:30 Uhr erläutern. Eine Übersicht der Analystenschätzungen (Consensus) ist unter www.SMA.de/investor-relations/analyst-coverage-consensus abrufbar.
Niestetaler Unternehmen SMA positioniert sich als Spezialist
Als ein global führender Spezialist für Photovoltaik- und Speicher-Systemtechnik schafft die SMA Gruppe heute die Voraussetzungen für die dezentrale und erneuerbare Energieversorgung von morgen. Das Portfolio von SMA umfasst ein breites Spektrum an effizienten Solar- und Batterie-Wechselrichtern, ganzheitlichen Systemlösungen für Photovoltaikanlagen und Speichersysteme aller Leistungsklassen, intelligenten Energiemanagementsystemen sowie Ladelösungen für Elektrofahrzeuge und Power-to-Gas-Anwendungen. Digitale Energiedienstleistungen sowie umfangreiche Serviceleistungen runden das Angebot ab.
SMA Solar-Wechseltrichter im globalen Markt
Die seit 2006 weltweit verkauften SMA Solar-Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von rund 156 GW haben dazu beigetragen, Treibhausgasemissionen von über 69 Mio. Tonnen CO2e zu vermeiden. Dies entspricht vermiedenen Umweltkosten von rund 21 Mrd. Euro. Die mehrfach ausgezeichnete Technologie von SMA ist durch über 1.600 Patente und eingetragene Gebrauchsmuster geschützt. Die Muttergesellschaft SMA Solar Technology AG ist seit 2008 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (S92) notiert und im SDAX sowie TecDAX gelistet.
Textquelle: SMA Solar Technology AG