Als versierter Trickfilmer hat sich Thomas Stellmach rund um den Globus einen Namen gemacht. Mit dem Oscar krönte der renommierte Künstler, der 1988 zum Studium nach Nordhessen kam und seit langem im Vorderen Westen Kassels zuhause ist, sein vielfältiges Wirken.
Kreativitäts-Workshops für die Wirtschafts-Zielgruppe
Heute engagiert sich der Mann mit den zahlreichen Talenten nicht nur an der Kamera und am Schneidetisch. Darüber hinaus gibt er sein Know-how im pädagogischen Bereich sowie auf Kongressen und in Kursen weiter. Verstärkt gilt das im Hinblick auf Kreativitäts-Workshops für Zielgruppen in der Wirtschaft.
Vertriebs-Profis aus ganz Deutschland in Kassel
Exemplarisch verweist Stellmach auf eine Veranstaltung, die er im vergangenen Jahr leitete. Anlass war das Jubiläum eines Unternehmens, zu dem das Management Vertriebs-Profis aus ganz Deutschland in Kassel versammelte. Im Lauf des Wochenendes wurden verschiedene Programme angeboten. Eines davon übernahm der Oscar-Champion.
„Im Rahmen des Workshops entwickelten und produzierten die Mitarbeiter auf Papierstreifen Animationen und eine kleine Trickfilm-Sequenz“, beschreibt der Nordhesse.
Wenn Vertriebsideen zum Leben erweckt werden
Es galt, Ideen zu kreieren und in einer Story Bezüge zur Firma herzustellen. „Beispielsweise haben wir das Logo animiert und coole Vertriebsideen auf dem Streifen festgehalten“, so Stellmach. Da die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei durchweg Neuland betraten, reizte es ihn zu beobachten, wie sie einen passenden Einstieg fanden. Insgesamt vier Stunden brauchten die Vertriebler, um ihren ersten Streifen zu gestalten.
Danach wurde das Ganze koloriert. Ein solcher Workshop fordert die Aktiven. Die Kandidaten brauchen viel Konzentration. „Dann sind sie erschöpft“, beobachtet Stellmach – und entlässt seine Eleven in die Pause.
Wenn Bilder laufen lernen
Bei Bedarf bzw. auf Wunsch des Kunden hängt er einen zweiten Abschnitt (oder Tag) an, um die Ideen weiterzuentwickeln. Dann entdecken die Mitwirkenden etwa neue Formen und Möglichkeiten zu Animationstechniken. Spielerisches Vorgehen ist Trumpf, in entspannter Atmosphäre entfalten die Newcomer mitunter ungeahnte Fähig- und Fertigkeiten.
So lassen sich die anfänglichen Ideen nach und nach erweitern, „zum Beispiel mit einem Schuss Humor oder kleinen Raffinessen, die das Zoetrop ermöglicht“, erläutert der Kreative. Es handelt sich um ein 1834 erfundenes Gerät, das es ermöglicht, Bilder in Bewegung zu zeigen. Typische Darstellungen sind gehende, winkende oder hüpfende Figuren.
Plötzlich stellen sich überraschende Effekte ein. „Der Prozess ist selbst für mich immer wieder spannend, da sich unvorhersehbare Varianten ergeben“, räumt Stellmach ein.
Kreative, individuelle Leistung der Workshop-Teilnehmer
Der leidenschaftliche Tango-Tänzer freut sich, wenn sich jeder Einzelne gefordert sieht. Er oder sie solle seine bzw. ihre Idee zu Papier bringen. Insofern sei zunächst die individuelle Leistung der Workshop-Teilnehmer gefragt, die Stellmach in einem Raum versammelt, wo er sie an Geräte wie das Zoetrop heranführt. Im Anschluss an die Einzelphase folgt (nahezu automatisch) das Gruppenerlebnis.
Das ist spätestens dann der Fall, wenn die Emotionen unüberhörbar hochkochen, wenn Jubel wie Enttäuschung geäußert werden und in Diskussionen einfließen.
An dem (angestrebten) Punkt münden die einzelnen Aktionen in eine kommunikative Situation, die die Akteure miteinander verbindet.
Lebendiges Miteinander als Fundament der Workshops
Ab der Phase ist Team-Building angesagt. Der 61-Jährige fasst zusammen: „Es entsteht ein lebendiges Miteinander, eine tolle Stimmung und eine produktive Atmosphäre, in der man sich gegenseitig Vorschläge macht. Häufig arbeiten plötzlich mehrere Personen an einem Projekt.“
Projektbetreuung im Rahmen der Begabtenförderung
Workshops offeriert Stellmach, über seine künstlerische Arbeit hinaus, seit rund 30 Jahren. Hauptsächlich ist er im Bildungsbereich, an Schulen tätig. Für die Zielgruppe hat er eine Reihe von standardisierten Angeboten entwickelt. Beispielsweise das Schulamt Kassel gehört zu seinen Partnern. Für den öffentlichen Auftraggeber betreut er ein Projekt im Rahmen der Begabtenförderung, an dem sich sieben Schulen beteiligen.
Zwei Youngster aus der siebten und achten Klasse ragen nach seiner Beobachtung heraus. Ihnen räumt er Chancen ein, es einmal weit auf der künstlerischen Szene zu bringen.
Stellmachs Projekte bei der GrimmWelt, die Caricatura sowie für dem Future-Space
Bei weiteren Projekten in der Region engagiert sich Stellmach, stellt sein Know-how und seine Erfahrungen zur Verfügung. Das gilt etwa für die GrimmWelt, die Caricatura sowie für Future-Space. Wenn der gebürtige Straubinger als Entertainer gefragt ist und es etwas lockerer zugehen darf, präsentiert der Oscar-Gewinner auch schon mal seine beliebte Show. In dem Rahmen vermittelt der Kreative Wissenswertes über seine Disziplin auf überaus humorvolle, unterhaltsame Art und Weise.
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