Mobilität

Engagierter Mobilitätsdienstleister mitten im Herzen der Republik

Gemeinsam für ein Ziel: Die Mitglieder der Glinicke Automobil Holding (v.l.) mit Frank-Florian Glinicke (Vorsitz), Frank Brecht, Carsten Bachmann, Thomas Giepen, Ralf Schaub und Alexander Kropf.

Für die deutsche Autoindustrie ist der Wind rauer geworden. Zum einen stellt die Elektrifizierung der Mobilität Autohersteller vor eine große Herausforderung. Hinzu kommen wirtschaftspolitische Auswirkungen in den USA, Russland und auch in China, welche die Wettbewerbsbedingungen massiv verändert haben. Angesichts der verschärften Klimakrise plant die EU, den Pkw-Verkehr bis 2035 klimaneutral zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen viele Autoproduzenten bereits auf Elektromobilität und verabschieden sich von Motoren, die fossilen Kraftstoff verbrennen.

 

Herr Giepen, das Jahr 2024 liegt vor uns. Glinicke ist mit fast 12.000 verkauften Neuwagen pro Jahr einer der größten und erfolgreichsten Autohändler Deutschlands. Wie sind Ihre Aussichten für das kommende Jahr?


Thomas Giepen: Wir sind gut aufgestellt. Wir pflegen eine intensive Partnerschaft zum Volkswagen-Konzern, dem Marktführer in Deutschland und damit auch in unseren Marktgebieten. Darüber hinaus haben wir unser Markenportfolio seit Jahren diversifiziert, um den Glinicke-Kunden für jeden Bedarf und jedes „Budget“ ein interessantes Fahrzeug anbieten zu können. Aktuell haben wir auch die zwei Marken der in China führenden chinesischen Marken für die Glinicke-Kunden im Angebot und runden damit besonders unser Spektrum von elektrischen Fahrzeugen ab. Zusätzlich haben wir in den letzten Jahren unser Geschäft mit Gebrauchtwagen und Jungfahrzeugen deutlich professionalisiert.

Welche Strategie verfolgen Sie dabei in Ihrem Familien-Unternehmen?

Thomas Giepen: Wir möchten der Mobilitätsdienstleister im Herzen der Republik sein und dabei unsere familiären Werte stets pflegen. Dazu gehört weiteres lokales und regionales Wachstum, im Wesentlichen mit dem Markenportfolio, welches wir heute schon vertreten. Dabei muss die Kundenloyalität im Vordergrund stehen, die Wirtschaftlichkeit stets gegeben sein und die Nachhaltigkeit immer mehr Berücksichtigung finden.

Auf welche Technik sollten Autofahrer im kommenden Jahr Ihrer Meinung nach setzen?

Thomas Giepen: Langstreckenfahrer sollten weiterhin auf die bewährte Verbrennertechnik setzen. Menschen, welche nur selten weite Strecken fahren, regelmäßig aber Distanzen unter 200 km zurücklegen, können mit vollelektrischen Fahrzeugen ökologische und auch ökonomische Mobilität wählen. Dieses gilt besonders, wenn am heimischen Stellplatz eine Wallbox installiert werden kann.

Wie entkräften Sie die Reichweitenangst der Kunden beim Kauf eines E-Autos?

Thomas Giepen: Die aktuellen Elektrofahrzeuge können problemlos über 300 Autobahnkilometer ohne Zwischenladung überwinden, auch bei Autobahnrichtgeschwindigkeit. Das Nachladen am immer dichter werdenden öffentlichen Ladenetz wird immer schneller und dauert aktuell. nur noch eine gute halbe Stunde.

Was raten Sie Ihren Kunden, wenn diese weiterhin auf Verbrenner und damit langfristig auf sogenannte E-Fuels setzen wollen?

Thomas Giepen: Der Verbrenner wird noch bis mindestens 2040 auf unseren Straßen zu sehen sein. Wer damit umweltschonend unterwegs sein will, sollte genau beobachten, wann das flächendeckende Angebot von klimaneutralen E-Fuels verfügbar sein wird. 

Der ADAC hat jüngst die Preisentwicklung der vergangenen fünf Jahre unter die Lupe genommen. Ergebnis: Heute kosten Neuwagen in der Spitze um bis zu 44 Prozent mehr als noch 2017. Ob Neuwagen oder Gebrauchte: Der Autokauf wird zum Luxus, schreiben viele Medien in diesem Zusammenhang. Stimmt das aus Ihrer Sicht?

Thomas Giepen: Fahrzeugpreise und besonders Leasing- und Finanzierungskosten sind inflations- und zinsgetrieben in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Es darf aber auch nicht vergessen werden, dass mit elektrischen und hybridangetriebenen Fahrzeugen neue, teure Technologien Verwendung finden und auch immer umfangreichere Assistenzsysteme, teils verpflichtend, in den Fahrzeugen zur Anwendung kommen. 

Autor: Redaktion
Fotonachweis: Glinicke
Gute Aussichten für K+S in Übersee
BACK TO TOP