Gesundheit
Veröffentlicht am: 04.04.2026 15:42, Lesezeit: 2 Minuten

CORI-Roboter optimiert Knieoperationen

Dr. Bastian Schabacker und Dr. Jochen Dörner (v.l.)
Auf einem Monitor sieht der Operateur in Echtzeit ein 3D-Modell des Knies. Lila Bereiche werden von CORI entfernt, bei anderen Bereichen sorgt eine Schutzbarriere dafür, dass das hochpräzise Fräsinstrument automatisch stoppt, bevor gesunder Knochen oder wichtige Weichteile verletzt werden.

Göttingen. Im Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax), das seinen Sitz am Krankenhaus Neu- Mariahilf hat, setzen die Operateure CORI zunehmend zur roboterassistierten Knieendoprothetik ein. Mit der robotergestützten Implantation von Knieimplantaten kann die Operation sehr viel genauer durchgeführt werden als zuvor. Die Methode ermöglicht eine optimale Implantatpositionierung sowie Ausbalancierung des Kniegelenks sowohl bei Teil- als auch Vollprothesen.

Dank Robotor 3-Darstellung des Kniegelenks

CORI ist kein autonomer Roboter, sondern ein intelligentes und vom Chirurgen handgeführtes Instrument, das die operative Erfahrung des Arztes mit genauester Präzision ergänzt. „Der CORI OP-Roboter ermöglicht für mich als Chirurgen eine 3D-Darstellung des Kniegelenks in Echtzeit während der OP und damit die virtuelle Darstellung der Prothesenfunktion, bevor ich selber unwiderruflich den Knochen säge bzw. fräse“, berichtet Oberarzt Knut Höhler über die Vorteile.

„Dies ist vor allem bei komplexen Fehlstellungen oder der Implantation einer Teilprothese von Vorteil.“

Die Patienten profitierten durch die größere Präzision und einer individuelleren Weichteilbalancierung, so der Unfallchirurg und Orthopäde.

Keine CT-Untersuchung des Knies mehr nötig

Einer der größten Fortschritte des neuen Systems ist der Verzicht auf eine vorherige CT-Untersuchung. Stattdessen werden zu Beginn der Operation Anatomie und Bandspannung des Kniegelenks durch einen speziellen Pointer erfasst. Dadurch wird in Echtzeit ein hochdetailliertes 3DModell erstellt. Während der OP sorgt eine Schutzbarriere durch eine haptische Begrenzung dafür, dass das hochpräzise Fräsinstrument automatisch stoppt, bevor gesunder Knochen oder wichtige Weichteile verletzt werden.

So wird nur der erkrankte Knochen abgetragen und das gesunde Gewebe geschont. Wichtig: Die Kontrolle bleibt dabei zu jedem Zeitpunkt vollständig in der Hand des Operateurs.

Chirurgische Expertise trifft auf modernste Robotik

„Ich bin sehr froh, dass das Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende in diese moderne Technologie investiert hat“, sagt Dr. Matthias Heyden, Leiter des Endoprothetikzentrums Göttingen Neu-Mariahilf.

„Mit CORI können wir unseren Patientinnen und Patienten noch individuellere Versorgungen bieten und die Ergebnisse weiter verbessern. Die Kombination aus modernster Robotik und chirurgischer Expertise erlaubt es uns, komplexe Knieoperationen äußerst präzise durchzuführen.“

Textquelle: Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende

Fotonachweis: EKW

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