Harald Bräu und Frank Wiegand hatten beim Audi-Quattro-Cup des Autohauses Ostmann auf Gut Wissmannshof Rang 2 sowohl in der Brutto- als auch in der Nettowertung erreicht. Nachdem die Sieger Marco Müller und Tim Lucca Krüger wegen ihrer Verpflichtungen bei den Kasseler Eishockey-Cracks das bundesweite Finale absagen mussten, rückten Bräu/Wiegand nach und nahmen am Deutschlandfinale der Serie in Hamburg teil.
Neuer Putter als Trumpf zum Sieg?
Die umsichtig organisierte und großzügig ausgestattete Veranstaltung ließ keine Wünsche offen. Die beiden Südniedersachsen hatten sich akribisch vorbereitet. Unter anderem waren ihre neuen Putter Trumpf. Das Training sollte sich auszahlen.
„Bei optimalem Verlauf hatten wir uns anhand der Platzverhältnisse und der Spielform eine 79er-Runde ausgerechnet“, so Wiegand. Doch es kam noch besser.
Audi-Quattro-Weltfinale war zum Greifen nah
Das Duo legte eine weitere Schippe drauf und absolvierte die 18 Bahnen mit 77 Schlägen. Damit erkämpften sich Bräu/Wiegand schließlich den Bruttosieg. Kleiner Schönheitsfehler: Die Qualifikation zum Weltfinale verpasste das Team so denkbar knapp. Dafür wäre bei der niedrigen Vorgabe von 10 eine 70er-Runde notwendig gewesen.
Ein Schlag bis zur Brücke sichert neuen Spitznamen
Doch das trübte die glänzende Stimmung keineswegs. Trotz des sportlichen Ehrgeizes herrschte eine tolle Atmosphäre zwischen den Aktiven im gesamten Flight. Bräu gelang an Bahn 9, einem über 500 Meter langen Par 5, ein Schlag, der ihm den Spitznamen „Brückentroll“ eintragen sollte. Das kam so: Wegen der schlechten Lage des Balls hätte er normalerweise mit dem dritten Schlag nicht das Inselgrün angreifen können und vorlegen müssen.
„Die Entfernung zum Grün war groß. Außerdem umgab Wasser das Grün fast komplett“, beschreibt Wiegand.
Daher blieb nur eine denkbar kleine Chance. Sie sah so aus, dass der Ball die etwa drei Meter breite Brücke erreichen sollte, um mit etwas Glück von dort aus auf das kurz geschnittene Gras zu springen.
Bräu und Wiegand zeigen starkes Golfspiel
Beide Spiele besprachen die Optionen. Schließlich entschieden sie sich für die riskante Variante – und Bräu wagte den Kunstschlag. Mit Erfolg! Tatsächlich erreichte der Ball die Brücke und sprang von dort auf das Grün. Den folgenden Putt aus rund sieben Metern lochte Wiegand erfolgreich, so dass ein weiteres Par die Score-Karte der beiden zierte. Insgesamt gelangen Bräu und Wiegand ein Birdie, elf Pars und sechs Bogeys.
„Alles in allem war es ein großartiges Ergebnis, das uns an die Spitze der Bruttowertung brachte“, freut sich Harald Bräu.
Diese Golfnews könnten dich auch interessieren
Gut Wissmannshof verkürzt die Kündigungsfristen
Die 66 wird zur magischen Zahl: Golfresort setzt auf moderne, flexible und faire Modalitäten im Clubgeschehen: Jetzt lesen!