14 Turniere mit Pros aus aller Welt

Interview mit Steffen Hartwig zu Plänen für eine Pro-Turnierserie in der Mitte Deutschlands

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Mit Schwung ans Ziel Professional Steffen Hartwig will eine attraktive Serie ins Leben rufen. Sollten sich seine Pläne realisieren lassen, wäre die Region um ein golferisches Highlight reicher. Foto: nh

Steffen Hartwig, wie ist Ihre Idee entstanden, eine Turnierserie für Professionals zu organisieren?

Nach vielen Gesprächen mit Professionals über die letzten Jahre und aufgrund der eigenen Verbundenheit zum Golfsport habe ich meinen Vater Peter davon überzeugt, dass es nun an der Zeit wäre, eine GolfPro Tour zu organisieren.

Aus eigener Erfahrung und in den erwähnten Gesprächen mit Tour-Spielern geht es uns insbesondere um drei Punkte: weite Reisen und die damit verbundenen Kosten für Transport und Unterkunft reduzieren, ein höheres Preisgeld ausloben und mehr Zuschauerresonanz sowie Pressebeteiligung erreichen. Die Lösung: die Mitte Deutschlands, 20.000 Euro Siegprämie und Hochspannung an nur einem Spieltag.

Welche Location nehmen Sie für Ihr Vorhaben ins Visier?

Wir suchen nach einer zentralen Lage in Deutschland, die gerade den ausländischen Pros die Möglichkeit bietet, von hier aus die anderen Touren während der Saison anzufahren. Für Bewerbungen von Golfanlagen sind wir noch offen.

Gemeinsam an Software aktiv
Steffen Hartwig kam in Hamburg zur Welt und wuchs in den USA auf. Mit der Note 1,4 erwarb der Youngster dort seinen Highschool-Abschluss und wurde im Alter von 19 Jahren Golf-Professional. Anschließend spielte er auf verschiedenen Touren in den USA und Deutschland. Seit vier Jahren ist er Head-Pro (mit eigener Golfschule) beim Club Am Harrl. Darüber hinaus engagiert sich der gebürtige Norddeutsche seit 2010 zusammen mit seinem Vater Peter als selbstständiger Software-Entwickler (Forex).
Peter Hartwig arbeitete bis 1992 als selbstständiger Finanzkaufmann und Immobilienmakler. Danach lebte der verheiratete Familienvater in Amerika, wo er weiterhin als Makler sowie Generalbauunternehmer tätig war. 2010 wechselte Hartwig die Branche und ist als selbstständiger Software-Entwickler aktiv (Robot-Trading). • ralo

Für welchen Zeitraum planen Sie die Serie? Und warum dann?

Wir sind der Meinung, dass Golf im Sinne der Spieler und Zuschauer bei möglichst schönem Wetter gespielt werden sollte. Aus dem Grunde planen wir, die GolfPro Tour vom 1. Juni bis 31. August 2020 auszutragen. Jedes der 14 Turniere soll am Montag in den angegebenen Monaten stattfinden – und zwar immer am selben Ort.

Welche Pros werden sich an Ihrer Turnierserie beteiligen können?

Da es sich um eine Open-Serie handelt, können grundsätzlich alle Pros daran teilnehmen. Wir wenden uns an Spieler aus Europa und aus aller Welt. Durch unsere guten Kontakte in die USA rechnen wir mit mindestens 30 Professionals, die dann für drei Monate in der Region leben und trainieren würden.

Inwieweit werden Sie Amateure in dem Kontext berücksichtigen?

Auch Amateuren eröffnen wir die Möglichkeit, an den Turnieren teilzunehmen. Das Erlebnis, in einem Professional-Turnier mitspielen zu können, wird mit Sicherheit unvergesslich sein. Es ist nicht mit den bekannten ProAms zu vergleichen, da die Pros nicht nur eine Trainingsrunde spielen, sondern es für sie hier um sehr viel Geld geht.

Wie wollen Siedie Events vermarkten?

Wir sind für alle Vorschläge zur Vermarktung der GolfPro Tour offen. Sportagenturen im In- und Ausland können uns gern kontaktieren. Wir streben an, die gesamte Tour nach einem Hauptsponsor zu benennen und die einzelnen Turniere jeweils mit weiteren Sponsoren zu belegen.

Uns ist es wichtig, dass wir die Sponsoren als Geschäftspartner sehen und nicht als Wohltäter. Nur wenn Sponsoren einen Gewinn in unserer Partnerschaft erkennen können, ergibt sich die Chance auf Nachhaltigkeit. Da viele potenzielle Sponsoren selbst Marketingberater beschäftigen oder mit Agenturen eng zusammenarbeiten, sind wir schon auf Vorschläge für eine enge Zusammenarbeit gespannt. • ralo

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